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Fußball - Nationalmannschaft: Schwere EM-Vorrunde droht nach Nullnummer gegen Wales

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Nationalmannschaft  

Jahresabschluss wird zum Stimmungskiller

22.11.2007, 10:21 Uhr | t-online.de

Unerwiderter Dank: die Nationalspieler nach dem Wales-Spiel (Foto: Reuters)Unerwiderter Dank: die Nationalspieler nach dem Wales-Spiel (Foto: Reuters) Relevante Resultate der Konkurrenz zu kennen, kann ein Segen sein, aber auch ein Fluch. Es kann ein Team befreien und locker machen, aber genauso gut kann es verunsichern und lähmen. Für die deutsche Nationalmannschaft galt in ihrem letzten EM-Qualifikationsspiel gegen Wales sicher letzteres. Mehr als eine müde Nullnummer wollte nicht rausspringen gegen den krassen Außenseiter. Weil es doch ein taktischer Durchhänger war, um für die anstehende Auslosung der EM-Gruppen günstiger positioniert zu sein? Oder war es fehlende Konzentration? "Es ist jedes Mal eine Ehre, für Deutschland zu spielen. Und wir wollen jedes Mal gewinnen. Aber irgendwie scheint es wohl zu sein, dass diese Dinge im Hinterkopf herumspuken", gab Mittelfeldspieler Philipp Lahm nach dem 0:0 in Frankfurt am Main freimütig zu.

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"Diese Frage ist unverschämt"

Nach der überraschenden Niederlage der Holländer beim Fußballzwerg Weißrussland hätte ein Sieg die DFB-Elf in den ungeliebten ersten Topf bei der Auslosung katapultiert, die am 2. Dezember in Luzern stattfindet. Falls die Deutschen darauf schielten, könnten sie sich verpokert haben. Denn plötzlich findet sich das Team von Joachim Löw sogar im dritten Lostopf wieder, mit der gar nicht angenehmen Aussicht auf eine mögliche Vorrunde gegen Holland, Italien und Frankreich. "Wir nehmen es wie es kommt", sagte der Bundestrainer und trat die Flucht nach vorne an: "Ob wir absichtlich nicht gewinnen wollen? - Die Frage ist unverschämt. Diese Mannschaft will immer den Erfolg."

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"Das Publikum ist von uns verwöhnt"

Gegen Wales allerdings war das nicht allzu ersichtlich und so mussten sich die Spieler schon während der Partie Pfiffe gefallen lassen, nicht nur bei Rückpässen zu Torwart Jens Lehmann. Nach Schlusspfiff ging dann sogar der geplante Schulterschluss mit den Fans der Nationalelf in die Hose. "Danke Fans - Mit euch zur EURO 2008" - mit diesem Plakat wollten die DFB-Kicker ihr Publikum umarmen, doch die Frankfurter waren angesichts dürftiger neunzig Minuten alles andere als gnädig gestimmt. Löw: "Das Publikum ist halt verwöhnt von unseren Auftritten. Wir haben zuletzt viele tolle Partien gezeigt mit einem sehr guten Torverhältnis, zu Hause und auch auswärts." Stolze 35:7 Tore stehen für den WM-Dritten nach 12 Partien zu Buche, das ist mit Abstand der beste Wert in der gesamten EM-Qualifikation.

Pfiffe als Vorteil?

Auch Christoph Metzelder billigte den Anhängern das Recht zu, Unmut zu äußern. "Nach solch einem Spiel kann man das natürlich verstehen." Der Verteidiger verstand es sogar, den Stimmungskiller Wales-Spiel noch ins Positive zu drehen. "Wir müssen weiter lernen, aus eigener Stärke Fußball zu spielen. Bei der WM 2006 sind wir von den Fans zu großartigen Leistungen getragen worden." Bei der EM in Österreich und der Schweiz müssten sich die Kicker schließlich auch ohne Sommermärchen-Euphorie durchzusetzen wissen.

Kein Fortschritt auf dem Platz

Sportlich hat das Duell mit dem 58. der FIFA-Weltrangliste die deutsche Mannschaft jedenfalls nicht weitergebracht. Der im Zypern-Spiel hoch gelobte Lukas Podolski konnte in keiner Phase an seine Galaform vom Samstag anknüpfen. Auch Rückkehrer Tim Borowski ging im allgemeinen Leistungstief unter, in der Schaltzentrale war der Bremer als Impulsgeber überfordert. In der Abwehr leistete sich Metzelder ungewohnte Unsicherheiten. Und auch das Experiment mit Gonzalo Castro als rechten Defensivmann war wenig vielversprechend, auch wenn der 20-Jährige sicher keine Pfiffe bei seiner Auswechslung verdient gehabt hätte. Im Konkurrenzkampf um die freien EM-Plätze konnte sich kein Akteur empfehlen.

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