Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Fußball - Nationalmannschaft: Löw will keinen Konflikt mit Bundesliga

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nationalmannschaft  

Löw kann den Konflikt nicht gebrauchen

22.11.2007, 15:25 Uhr | dpa, sid

Kritiker unter sich: Heribert Bruchhagen (li.) und Uli Hoeneß (Foto: imago)Kritiker unter sich: Heribert Bruchhagen (li.) und Uli Hoeneß (Foto: imago) Der Bundestrainer beruhigt, der angegriffene Teammanager sucht den Dialog mit der aufgeheizten Liga: Der heftig aufgeflammte Konflikt zwischen den Bundesliga-Vereinen und der Fußball-Nationalmannschaft soll die EM-Vorbereitungen nicht negativ beeinflussen. "Da wird es mit Sicherheit keine Probleme geben. Wir haben einen sehr guten Draht zu den Trainern", erklärte Cheftrainer Joachim Löw nach dem 0:0 der DFB-Elf gegen Wales. Und Oliver Bierhoff, der wegen seiner Außendarstellung von Bayer-Sportdirektor Rudi Völler und weiteren Liga-Vertretern scharf attackiert worden war, hat bereits mit den Managern Uli Hoeneß und Klaus Allofs telefoniert. Doch schon meldet sich in Heribert Bruchhagen, Vorstandschef bei Eintracht Frankfurt, ein weiterer Kritiker zu Wort.

Konflikt Hoeneß unterstützt Völler imd Bierhoff-Streit
Spiel gegen Wales Jahresabschluss wird zum Stimmungskiller

Bruchhagen pflichtet Völler bei

Bierhoffs bleibt der Prügelknabe der Liga. "Rudi Völler hat uns mit seiner Art aus dem Herzen gesprochen. Wir vertreten den gleichen Standpunkt wie er, denn ein Bundesligaklub und die Arbeit bei der Nationalmannschaft lassen sich einfach nicht vergleichen. Es ist komplexer, einen Verein zu führen, als die Nationalmannschaft zu organisieren", sagte Bruchhagen, der beim Spiel gegen Wales pikanterweise zur offiziellen DFB-Delegation gehörte.

Gegen Verwissenschaftlichung des Fußballs

Der schwache Auftritt des WM-Dritten gegen Wales war auch für Bruchhagen Grund genug, noch mal nachzulegen. "Bei der Ligatagung vor dem Länderspiel war die Meinung einhellig. Wir sind gegen die Verwissenschaftlichung des Fußballs, wie sie seit Jürgen Klinsmann betrieben wird. Wir sind selbst auf Ballhöhe, was die Trainingsmethodik angeht. Aber einen so großen Mitarbeiterstab wie der DFB können wir uns nicht leisten", sagte der 59-Jährige der "Bild"-Zeitung.

"Alter Wein in neuen Schläuchen"

Die Front gegen Bierhoff wird immer breiter. Nachdem zunächst nur Völler und Hoeneß verbal scharf gegen den früheren DFB-Kapitän geschossen hatten, kommen die Attacken nun aus der ganzen Bundesliga. Ob Duisburgs Trainer Rudi Bommer, Wolfsburgs sportlicher Chef Felix Magath oder Stuttgarts Manager Horst Heldt - die Liga hat unisono kein Interesse an Bierhoffs Philosophien. "Das ist alter Wein in neuen Schläuchen", meinte beispielsweise Bommer.

Hoeneß: "Schulmeisterliche Vorhaltungen"

Unterdessen gebe es für ein Gespräch mit Völler noch keinen Termin, berichtete Bierhoff: "Wir haben nicht miteinander telefoniert. Ich weiß auch nicht, wann man sich ausspricht. Aber ich bin nicht nachtragend." Werder-Sportdirektor Allofs und Bayern-Manager Hoeneß hatte Bierhoff schon am Telefon. Hoeneß selbst brachte den Inhalt des Gesprächs am Donnerstag im "kicker" in die Öffentlichkeit: "Es hat ihn getroffen, dass ich mich auch noch hinter Rudi Völler gestellt habe. Ich habe ihm daraufhin geantwortet: 'Oliver, Du musst Dir im Klaren sein, dass sich die Liga nicht permanent Deine schulmeisterlichen Vorhaltungen gefallen lässt. Wenn Du etwas zu sagen hast, dann sage es bitte uns direkt'."

Löw: Den Fußball vorantreiben

"Es gibt immer unterschiedliche Meinungen, es gibt Kritik und unterschiedliche Interessenslagen. Aber wir sind angewiesen auf die Bundesliga, und die Bundesliga profitiert in hohem Maße von einer guten Nationalmannschaft", bekräftigte Löw noch einmal zum Abschluss des Länderspieljahres 2007. Eine Zuspitzung des Konflikts kann der Bundestrainer im Hinblick auf die Europameisterschaft im kommenden Sommer nicht gebrauchen. "Es liegt im Interesse aller, den Fußball voranzutreiben", betonte Löw ausdrücklich.

Bierhoff hofft auf baldiges Ende

Der Konflikt zwischen Liga und Nationalteam ist nicht neu, die Form und der Inhalt erscheinen aber paradox. Denn dieses Mal geht es nicht um Abstellungen, Millionen Euro aus dem Grundlagenvertrag oder Termin-Überschneidungen, sondern eigentlich um die Verbesserung des Fußballs in Deutschland. "Es wird immer versucht, Probleme zwischen DFB und Liga aufzubauschen", regierte Bierhoff sachlich und schloss an: "Ich hoffe, dass sich das beruhigt. Am Wochenende ist wieder Bundesliga, da wird es andere Themen geben."


Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Rutschpartie des Jahres 
Selbst der Schneepflug scheitert an diesem Hügel

Das Video begeistert schon mehr als 22 Millionen Menschen im Internet. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal