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Fußball - Bundesliga: Hitzfeld spricht sich für Regeländerungen aus

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Bundesliga  

"Zeitstrafen wären einen Versuch wert"

23.11.2007, 09:50 Uhr | t-online.de

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld (Foto: imago)Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld (Foto: imago) Größere Tore, weniger Spieler, Torkameras und Mikrochips im Ball. Revolutionäre Ideen zum Regelwerk des Fußballs gibt es zuhauf und meist kommen sie von FIFA-Chef Sepp Blatter. Die Reaktion der Branche ist dann meist ebenso heftig wie ablehnend. Umso erstaunlicher, dass einige Bundesliga-Trainer sich durchaus vorstellen können, das Spiel zumindest probeweise umzuwälzen. "Zeitstrafen von 10 bis 15 Minuten wären mal einen Versuch wert", sagt etwa Ottmar Hitzfeld. In einer Umfrage der "Sport Bild" spricht sich der Coach des FC Bayern mit mehreren Kollegen für grundlegende Veränderungen im Fußball aus.

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Plädoyer für Einschuss

"Wenn ein Spieler seine fünfte Gelbe Karte bekommt, profitiert ja nur der nächste Gegner. Bei einer Zeitstrafe hingegen käme die Mannschaft, die geschädigt wurde, auch in den Genuss des Vorteils", sagte Hitzfeld und erhält in dieser Argumentation Rückendeckung von Wolfsburgs Felix Magath und Berlins Lucien Favre. Die drei Trainer plädieren zudem dafür, den Ball künftig einzuschießen statt einzuwerfen. Dies würde ganz neue taktische Möglichkeiten eröffnen, so Magath.

Nicht mit Headset an der Linie

Die größte Zustimmung gibt es zum Thema technische Hilfsmittel. 16 Trainer sprechen sich für die Torkamera oder einen Chip im Ball aus, damit noch im Spiel wasserdicht bewiesen ist, ob die Kugel die Torlinie überschritten hat. Auch beim passiven Abseits ist die Meinung klar. Mehr als die Hälfte aller Bundesligatrainer würde diese Regel am liebsten abschaffen. Immerhin sieben Coaches hätten nichts dagegen, Auszeiten einzuführen. Wie beim Basketball oder Handball könnten sie dann während des Spiels mehr Einfluss auf den Verlauf nehmen. Einen Schritt weiter wollen Fußball-Lehrer aber nicht gehen: Funkkontakt zu ihren Akteuren lehnen sie mit großer Mehrheit ab. Nur drei Trainer würden gerne mit Headset an der Seitenlinie stehen und ihr Team dirigieren, wie beim American Football, wo der Quarterback einen Knopf im Ohr hat und Anweisungen des Headcoaches empfangen kann.

Wertkonservative Bundesligatrainer

Gespalten ist die Meinung zum Thema Ausländerbegrenzung. Neun Trainer wären dafür, die von FIFA-Chef Blatter ins Gespräch gebrachte, so genannte 6+5-Regel einzuführen, also die Höchstzahl der Ausländer auf fünf zu begrenzen. Ebenfalls neun Trainer meinen, dass eine Schwalbe im Strafraum mit Gelb ausreichend bestraft ist, acht sind für härtere Sanktionen. Ansonsten sind die obersten Übungsleiter des deutschen Fußballs überaus wertkonservativ: Versuche auf Kunstrasen, Durchspielen im Winter oder mehr Schiedsrichter auf dem Feld finden bei einer großen Mehrheit keinen Gefallen.

Die Gralshüter wachen über die Regeln

Ändern können die Bundesligatrainer die Regeln allerdings nicht, das obliegt allein einer Kommission des Weltfußballverbandes FIFA. Das so genannte International Football Association Board (zusammengesetzt aus vier FIFA-Mitgliedern und aus historischen Gründen je einem Vertreter aus England, Schottland, Wales und Irland) wacht wie der Gralshüter über die Regeln des Spiels. Die vielleicht bedeutendste Änderungen in jüngerer Zeit war 1992 die Einführung der Rückpassregel. Darüber hinaus testet die FIFA im kleineren Rahmen immer mal wieder Neues. So kommen bei der diesjährigen Klub-WM in Japan zusätzliche Schiedsrichter-Assistenten zum Einsatz und nach gescheiterten Versuchen zuvor wird ein neuer Anlauf mit einem Mikrochip im Ball gemacht.

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