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Formel 1: Spionagevorwürfe gegen Renault präzisiert

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Formel 1 - Spionageaffäre  

Spionagevorwürfe gegen Renault präzisiert

23.11.2007, 14:08 Uhr | Motorsport-Total.com, t-online.de

Spionagevorwürfe gegen Renault (Foto: imago)Spionagevorwürfe gegen Renault (Foto: imago) Die Spionageaffäre um McLaren-Mercedes und Ferrari ist noch immer nicht endgültig ausgestanden, da gibt es schon die nächsten Anschuldigungen: Der Vorwurf der Silberpfeile, wonach auch sie selbst zu einem Spionageopfer gemacht worden sein sollen, wird nämlich erstmals mit konkreten Anschuldigungen gegen Renault untermauert. #

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Anonyme Quelle

Mehreren britischen Tageszeitungen wurde von einer anonymen Quelle ein Dokument zugespielt, welches eine Stellungnahme von McLaren-Mercedes gegenüber der FIA beinhalten soll. Darin wird der Rechtsbeistand des Teams von Ron Dennis zitiert, der noch einmal den Vorwurf der Industriespionage bekräftigt und sich frustriert darüber zeigt, wie gleichgültig das Thema bisher von Renault gehandhabt wurde.

780 Zeichnungen transferiert

Konkret heißt es in dem Memorandum, dass 780 McLaren-Zeichnungen - interessanterweise hatten die Silberpfeile genauso viele Seiten an Informationen von Ferrari erhalten - zu Renault transferiert worden sein sollen. Der Übeltäter war nach aktuellem Informationsstand der Ingenieur Phil Mackereth, der im September 2006 elf Computerdisketten aus Woking nach Enstone eingeschleust habe, so die Behauptung.

Ingeneure und Chefdesigner involviert

McLaren-Mercedes glaubt ferner, dass insgesamt 18 Renault-Mitarbeiter in den Fall involviert waren, darunter auch sieben leitende Ingenieure - unter anderem der Chefdesigner. Diese dürften auf insgesamt 33 Dateien auf den angesprochenen elf Disketten zurückgegriffen haben - angeblich die kompletten Baupläne der Silberpfeile von 2006 und 2007, was jedoch eher unwahrscheinlich erscheint.

Nächste Hammer-Strafe?

Pikant an den neuen Enthüllungen: McLaren-Mercedes wurde im Zuge der Ferrari-Spionage aus der Konstrukteurs-WM 2007 ausgeschlossen und mit einer Geldstrafe von 100 Millionen US-Dollar belegt. Sollte die FIA im Fall Renault zu einem ähnlichen Urteil kommen, würde dies wahrscheinlich den Rückzug der Franzosen aus der Formel 1 bedeuten, denn Konzernchef Carlos Ghosn gilt als eiserner Sparer.

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