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Fußball - SV Werder Bremen: Arzt von Ivan Klasnic attackiert Werder-Mediziner

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Werder Bremen  

Klasnic-Arzt rudert zurück

27.11.2007, 09:58 Uhr | dpa

Bremens Ivan Klasnic (Foto: imago)Bremens Ivan Klasnic (Foto: imago) Der Arzt von Ivan Klasnic hat seine Kritik an der Behandlung des nierenkranken Fußballprofis relativiert. "Ich bedauere ausdrücklich, dass der Eindruck entstanden ist, meine Worte hätten sich gegen Werder Bremen und dessen Mannschaftsarzt Dr. Götz Dimanski gerichtet. Das ist falsch", sagte Medizin-Professor Arno E. Lison in einer Mitteilung: "Meine kritischen Bemerkungen sollten lediglich für den Umgang mit medizinischen Daten und ärztlichen Verordnungen sensibilisieren." Den Vorwurf, Klasnic sei zu spät behandelt worden, hatte Lison in einem TV-Interview mit Radio Bremen erhoben und auf Nachfrage "auch an die Ärzte von Werder Bremen" gerichtet. Klasnic hatte zuletzt als erster Fußballprofi nach einer Nierentransplantation ein Pflichtspiel in der Bundesliga absolviert (Klasnics Bundesliga-Einsatz im Video ).

Fußball-Datenbank Spielerporträt Ivan Klasnic

Gute Zusammenarbeit mit Werder

Lison weiter: "Meine kritischen Bemerkungen sollten lediglich für den Umgang mit medizinischen Daten und ärztlichen Verordnungen sensibilisieren. Zwischen dem Patienten sowie den behandelnden Ärzten und mir gab es in dieser Zeit eine enge und vertrauensvolle Abstimmung der Behandlung." Werder Bremen verzichtete auf eine weitere Kommentierung des Vorgangs.

"Betreuende Ärzte" in der Kritik

Lison hatte in dem Interview "die betreuenden Ärzte" beschuldigt, jedoch keine Namen genannt. Er richtete die Vorwürfe aber "auch an die Ärzte von Werder Bremen". In der "Kreiszeitung Syke" hatte Werders Mediendirektor Tino Polster auf die Vorwürfe folgendermaßen reagiert: "Es ist nicht zielführend, eine öffentliche Auseinandersetzung über medizinische Themen zu führen. Nur so viel: Es gibt für uns keinen Hinweis, dass auf Seiten von Werder Bremen fehlerhaft gearbeitet worden ist." Werders Mannschaftsarzt Götz Dimanski sagte der Zeitung: "Ich kann nicht glauben, dass sich ein Arzt dazu hinreißen lässt, so etwas zu publizieren".

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Erste Spenderniere abgestoßen

Klasnic hatte nach langer Leidenszeit am Samstag als erster Fußball-Profi nach einer Nierentransplantation ein Pflichtspiel in der Bundesliga absolviert und gegen Energie Cottbus 64 Minuten gespielt. Er ist damit der erste Bundesliga-Profi, der seinem Beruf mit einer Spenderniere nachgeht. Der 27-jährige Stürmer hatte zu Beginn des Jahres bei einer Transplantation in Bremen die Niere seiner Mutter erhalten, doch sein Körper stieß das Organ ab. "Ich habe die Transplantation vorgenommen, aber was die Jahre davor war, dazu kann ich nichts sagen", erklärte Transplantations-Spezialist Jürgen Klempnauer von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).


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