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Fußball - Bundesliga: Nürnberg schießt sich frei und Hertha BSC in die Krise

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1. FC Nürnberg - Hertha BSC  

Nürnberg verlässt die Abstiegszone

06.12.2007, 20:09 Uhr | dpa

Jubel bei den Nürnbergern (Foto: dpa)Jubel bei den Nürnbergern (Foto: dpa)Der 1. FC Nürnberg hat erstmals seit dem 11. Spieltag die Abstiegsränge in der Bundesliga verlassen und Hertha BSC noch tiefer in die Krise geschossen. Der Pokalsieger feierte mit einem verdienten 2:1 (2:0)-Erfolg gegen erschreckend schwache Berliner den zweiten Heimsieg in Serie und kletterte mit 15 Punkten auf den 14. Tabellenplatz. Angelos Charisteas (5. Minute) und Zvjezdan Misimovic (39.) trafen vor 41.490 Zuschauern für den vor allem in der ersten Hälfte überzeugenden Club. Der Schweizer Fabian Lustenberger (65.) konnte mit seinem ersten Bundesliga-Treffer nur noch verkürzen. Nach der siebten Auswärtspleite im achten Spiel müssen sich die so ambitioniert in die Saison gestarteten Berliner nun endgültig nach unten orientieren.


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Nürnberg von Anfang an Herr im Haus

Vier Tage nach dem 2:1 im UEFA-Pokal gegen den niederländischen Vertreter AZ Alkmaar demonstrierte der Club von der ersten Minute an Konsequenz und Entschlossenheit. Sicher in der Defensive und mit engagiertem Offensivspiel setzten die Franken den enttäuschenden Gast aus der Hauptstadt permanent unter Druck. Der sichtlich unzufriedene Hertha-Trainer Lucien Favre rief immer wieder einzelne Spieler an die Seitenlinie, um neue taktische Anweisungen zu erteilen. Doch nur der Serbe Marko Pantelic, an dem der englische Spitzenklub FC Chelsea Interesse haben soll, sorgte mit einer Einzelaktion für Torgefahr im Strafraum der Nürnberger (29.). Ansonsten trat Hertha im Easy-Credit-Stadion eher wie ein Abstiegskandidat auf.



Herthas Defensive überfordert

Ganz anders der FCN: "Nicht denken, einfach schießen", hatten Club-Fans auf ein Plakat gepinselt - und wurden erhört. Keine fünf Minuten waren gespielt, als der griechische Nationalstürmer Charisteas eine Vorlage von Dominik Reinhardt zu seinem dritten Saisontor verwertete. Nicht nur in dieser Situation präsentierte sich die Hertha-Hintermannschaft hilf- und planlos. Auch vor dem 2:0 durch Misimovics feine Direktabnahme konnte Marek Mintal ungestört flanken.

Wechsel zeigen keine Wirkung

Zur Pause reagierte der Schweizer Favre und brachte in Solomon Okoronkwo und Tobias Grahn zwei frische Offensivkräfte. Andreas Schmidt und André Lima mussten weichen, doch die Maßnahme blieb ohne die erhoffte Wirkung. Zwar kamen die Gäste in den zweiten 45 Minuten etwas öfter in die Hälfte der Nürnberger, doch am schwachen Gesamteindruck änderte auch das 1:2 durch Mittelfeldspieler Lustenberger nur wenig. Die passiven und unsicheren Berliner machten es den Franken leicht, das Publikum schon früh in Feierlaune zu versetzen. Die Gastgeber gingen nicht mehr ganz so zielstrebig zu Werke - doch Hertha fehlte im Angriff die Durchschlagskraft.

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