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Fußball - Bundesliga: Ein Spieltag voller Kuriositäten

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16. Spieltag  

Ein Spieltag voller Kuriositäten

09.12.2007, 13:15 Uhr | t-online.de

Rudelbildung mit Folgen in Frankfurt (Foto: Reuters)Rudelbildung mit Folgen in Frankfurt (Foto: Reuters) Der 16. Bundesliga-Spieltag hatte es in sich. Viele Tore, viele Unentschieden und einige Unbeherrschtheiten, die wohl auf eine angespannte Nervenlage einiger ambitionierter Aspiranten zurückzuführen waren, sorgten für Gesprächsstoff. Die kurioseste Begebenheit ereignete sich jedoch in Frankfurt, Platzverweis für einen Einwechselspieler. Selbst der beteiligte Schiedsrichter Helmut Fleischer war von den Vorkommnissen beeindruckt. "So etwas ist mir bislang noch nie passiert', sagte Fleischer nach dem Spiel.



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Wiedersehen in Frankfurt

Beim 2:2 in der Commerzbank-Arena feierte der Neu-Schalker Jermaine Jones ein Wiedersehen an alter Wirkungsstätte. Als herzlich konnte dieses allerdings nicht bezeichnet werden. Erst ein gellendes Pfeifkonzert der Fans zur Begrüßung von Jones, dann Tritte und Nicklichkeiten unter den Ex-Kollegen während der Partie. Alte Verbundenheit sieht anders aus.

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Freitagsspiel Dortmund deklassiert Bielefeld

Rudelbildung mit Folgen

Kurz vor dem Schlusspfiff geriet der Spielstand dann zur Nebensache. Fabian Ernst hatte Michael Thurk umgestoßen, nachdem dieser den Ball weggekickt hatte - Rudelbildung in Minute 86 war die Folge. Während des Gerangels stürmte auch Schalkes Carlos Grossmüller von der Ersatzbank aus auf den Platz, griff Thurk mit der Hand an den Hals und stieß ihn um. Schiedsrichter Helmut Fleischer behielt kühlen Kopf und zeigte Rot - aber Grossmüller war nicht mehr da. Er war schnell in die Kabine geflüchtet, doch damit entging er seiner Strafe nicht. Fleischer rief S04-Kapitän Marcelo Bordon zu sich und machte ihn auf den Platzverweis gegen Grossmüller aufmerksam.

Furioser Auftakt

Schon am Freitag begann der Spieltag furios. Die Schießbude der Liga, Arminia Bielefeld, die zuvor in 15 Spielen schon 32 Treffer kassiert hatte, bekam von Dortmund noch weitere sechs Tore eingeschenkt. Das war dann wohl auch der letzte Auftritt von Middendorp als Bielefelder Trainer. Laut "Neuer Westfälischer" wird der Fußball-Lehrer kommende Woche gegen Stuttgart nicht mehr auf der Bank sitzen. Es wäre das Ende seiner insgesamt dritten Amtszeit bei den Ostwestfalen. "Das hat nichts mehr mit Bundesliga zu tun, das war keine Mannschaftsleistung, das war katastrophal. Wir haben verschiedene Gesichter, die wir permanent präsentieren" sagte Power-Ernst nach der Klatsche. Für BVB-Coach Doll war es dagegen "schon schön nach all den harten Wochen."

Torfestival in Hannover

Ebenfalls sieben Tore, aber anders verteilt, fielen in der Hannoveraner AWD-Arena. In einem hochklassigen Spiel ging zuerst der Gast aus Bremen in Führung. Der überragende Mike Hanke drehte dann die Partie nahezu im Alleingang, die Roten zogen auf 3:1 davon. Doch Werder gab nicht auf, kam noch einmal zurück, glich zum 3:3 aus, aber es langte nicht mehr: Tor Hanke, Endstand 4:3. Werder verpasste den Sprung an die Tabellenspitze und verlor zu allem Überfluss noch wegen unsportlichen Verhaltens einen Stürmer. Dem erst kurz zuvor eingewechselten Hugo Almeida gingen die Nerven durch, er wurde nach einer Tätlichkeit an Szabolcs Huszti per Roter Karte des Feldes verwiesen.

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Kahn findet Kraft in der Ruhe

Nur derjenige, von dem man am ehesten einen emotionalen Ausbruch erwartet hätte, überraschte mit ungewohnter Besonnenheit: Oliver Kahn. Nach einem kleinen Rempler des sonst als Vul-Kahn bekannten Bayern-Schlussmanns gegen Duisburgs Mohammadou Idrissou ließ sich der Zebra-Stürmer zu einem Revanche-Tritt verleiten. Mit einer gekonnten Rolle, die wahrscheinlich in jedes Judo-Lehrbuch Einzug gehalten hätte, vermied Kahn einen harten Aufprall auf dem grünen Spielgrund.

Ignorieren statt agitieren

Doch das Reaktionen-Repertoire, aus dem sich der "gestürzte" Titan auf solche Majestätsbeleidigungen üblicherweise bedient - von Beißen über Finger in die Nase stecken bis hin zu Kung-Fu-Tritten ist alles vorhanden - erhielt keinen Zuwachs. Als sei nichts geschehen stand Kahn auf und ging, ohne Idrissou zu beachten, weiter. Fast schon konnte man Mitleid bei Kahn erkennen, als Schiedsrichter Babak Rafati dem Kameruner anschließend die Rote Karte zeigte. Als kleinen Trost erhielt der Gesperrte nach der Partie das Trikot des Titanen.

"Nicht nur herumgetorkelt"

Von all dem könnte Bochums zweifacher Torschütze Stanislav Sestak nichts mitbekommen haben. "Er wusste in der Halbzeit gar nicht, dass er ein Tor erzielt hatte", erklärte nach dem 2:2 gegen den KSC VfL-Trainer Koller. "Ja, aber durch das Kopfballtor in der zweiten Hälfte hat sich wohl wieder alles eingerenkt", führte Koller aus. Ist das zu glauben? Koller weiter: Sestak habe "am Anfang der Partie einen Schlag gegen die Schläfe bekommen", was bei dem 24 Jahre alten Nationalspieler offenbar zu einer gewissen Benommenheit und vorübergehendem Erinnerungsverlust geführt hatte. Eine Auswechslung allerdings kam nicht in Frage. "Es war ja nicht so, dass Sestak nur herumgetorkelt wäre."

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