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1. FC Kaiserslautern  

Kollektive Ratlosigkeit am Betzenberg

10.12.2007, 14:12 Uhr | sid

Bei Axel Bellinghausen sitzt die Enttäuschung tief (Foto: dpa)Bei Axel Bellinghausen sitzt die Enttäuschung tief (Foto: dpa) Die 2:3-Heimpleite gegen den Tabellenletzten aus Jena war für Trainer Kjetil Rekdal der "schwärzeste Tag meiner Trainerkarriere". Ein solcher könnte den Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern noch bevorstehen. Nach dem erneuten Absturz auf einen Abstiegsplatz stehen die Zeichen beim viermaligen deutschen Meister vor der anstehenden Mitgliederversammlung wieder einmal auf Sturm. Der Gang vor die Klubangehörigen könnte für die Chefetage um Vorstandsboss Erwin Göbel und den neuen starken Mann Hans-Artur Bauckhage zum Spießrutenlauf werden, denn schließlich müssen die Bosse nicht nur die sportliche Talfahrt und das Festhalten am glücklosen Rekdal verantworten. Hinzu kommt noch die notorische Geldknappheit der Roten Teufel, die bei einem Abstieg die Insolvenz und den Gang in die vierte Liga zur Folge hätte.

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Der rettende Geldregen ist nicht in Sicht

Den vielfältigen Problemen hat Vorstandssprecher Bauckhage derzeit nicht viel mehr als Floskeln entgegenzusetzen. "Ich werde meinen Optimismus beibehalten. Die Mannschaft kann es besser", sagte der frühere rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister nach dem sportlichen Offenbarungseid der Profis, die eine 2:0-Führung trotz weiterer Großchancen nicht über die Zeit bringen konnten. Hinsichtlich der Trainerfrage spielt er auf Zeit. "Man darf nichts aus dem Bauch entscheiden. Man muss das in Ruhe und ohne Emotionen entscheiden." Auch finanziell hat Bauckhage noch nichts bewegt. Seit seinem Amtsantritt am 22. November wiederholt der 64-Jährige ständig, dass Gespräche mit potenziellen Geldgebern auf einem guten Weg seien, konnte aber immer noch keinen Durchbruch verkünden: "Wir werden Erfolge dann präsentieren, wenn wir sie haben."

Rekdal wirft der Mannschaft Dummheit vor

Die Suche nach dem Erfolg gerät auch für Rekdal, der beim kommenden Spiel in Köln voraussichtlich noch auf der Bank sitzen wird, immer mehr zum Geduldsspiel. Nach der dilettantischen Vorstellung seiner Schützlinge gegen Jena riss dem Norweger allerdings erstmals der Geduldsfaden. Ohne Rücksicht auf Verluste ging der Trainer nach dem Schlusspfiff auf seine Spieler los. "Die Verantwortung liegt normalerweise beim Trainer. Aber diese Niederlage muss die Mannschaft voll auf ihre Kappe nehmen. Das war unterirdisch", sagte der frustrierte Rekdal, der seine Spieler als "Versager" bezeichnete und ihnen Dummheit, Arroganz sowie Unvermögen vorwarf.

Drei Spieler aus dem Kader gestrichen

Zudem strich Rekdal Esben Hansen, Moussa Ouattara und Björn Runström aus dem Kader für das kommende Spiel beim 1. FC Köln. Die Spieler trainieren ab sofort mit den Amateuren des FCK. Während Runström lediglich eine Denkpause und Abwehrspieler Ouattara die Quittung für schwache Trainingsleistungen bekommt, stehen die Zeichen beim dänischen Nationalspieler Hansen, der erst im September verpflichtet worden war, klar auf Trennung. "Wir haben gemeinsam festgestellt, dass es einfach mit ihm und dem FCK nicht passt. So ist es besser, wenn wir ihn verkaufen können", erklärte Rekdal.

Rücktritt kommt nicht in Frage

Trotz der vielen harten Worte und den drastischen Maßnahmen will der zu Saisonbeginn mit großen Hoffnungen in die Pfalz gekommene Rekdal von sich aus nicht das Handtuch werfen: "Dieses Spiel muss ich erst einmal verarbeiten. Aber es ist mein Job, dass mir darauf etwas einfällt. Und ich habe Ehrgeiz und Charakter."

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