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Fußball - FC Bayern München: Hitzfeld wollte mit Suspendierung Kahns Zeichen setzen

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FC Bayern München  

Hitzfeld: "Ich musste ein Zeichen setzen"

12.12.2007, 13:27 Uhr | dpa, sid, t-online.de

Ottmar Hitzfeld (Foto: dpa)Ottmar Hitzfeld (Foto: dpa) Trainer Ottmar Hitzfeld hat die Suspendierung von Oliver Kahn für das nächste Bundesligaspiel gegen Hertha BSC Berlin gerechtfertigt. "Ich musste ein Zeichen setzen", sagte der Coach des deutschen Fußball-Rekordmeisters. Kahn habe mit seinem frühen Verlassen der Weihnachtsfeier und kritischen Äußerungen über Teamkollegen seine Vorbildfunktion verletzt. "Das müssen wir unterbinden, sonst haben wir hier ein Irrenhaus", sagte Hitzfeld. Er kündigte an, einen Verhaltenskodex für die Bayern-Profis zu erstellen. Kahn werde aber Kapitän bleiben und nächste Woche im UEFA-Cup gegen Aris Saloniki wieder im Tor stehen.


Im Porträt Oliver Kahn
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Kahn hat "alten Ehrenkodex" verletzt

Der Trainer wollte mit der Maßnahme wohl auch seine zuletzt angekratzte Autorität wiederherstellen. "Das war vor allem ein Zeichen nach innen, damit jeder weiß, dass wir eine verschworene Gemeinschaft sein müssen". Deshalb gehe es nicht, führte Hitzfeld weiter aus, "dass ein Spieler Mitspieler kritisiert, so etwas muss unterbunden werden." Kahn habe laut Hitzfeld mit seiner öffentlichen Kritik gegen "einen alten Ehrenkodex" verstoßen. "Es hat in letzter Zeit einige Vorkommnisse gegeben. Wen soll man da noch zur Disziplin aufrufen, wenn nicht der Kapitän diese Disziplin hat", begründete der Bayern-Coach den Rauswurf von Kahn, der am Mittwoch wegen starker Rückenschmerzen beim Training des deutschen Fußball-Rekordmeisters fehlte.

Kahn: "In der Winterpause Gedanken machen"

Das Zeichen von Hitzfeld scheint bei Kahn jedoch angekommen zu sein. "Ich werde mir in der Winterpause Gedanken machen. Es geht auch darum, mich selbst zu überprüfen", sagte Kahn dem Pay-TV-Sender Premiere, zeigte sich aber verletzt. "Ja sicher, es ist ein Zeichen. Aber eines, das trotzdem weh tut."

"Respekt voreinander vorleben"

Der FC Bayern könne sich "nicht irgendwelche Nebenkriegsschauplätze leisten", meinte Hitzfeld weiter. Er werde deshalb "einen Verhaltenskodex" aufstellen. Das sei wichtig, "weil wir viele junge Spieler in der Mannschaft haben. Die müssen sich orientieren können". An Kahn konnten sich die Jungen zuletzt offenbar nicht orientieren. "Er hat eine Vorbildfunktion und hat sich bei der Weihnachtsfeier nicht richtig verhalten. Es kann nicht sein, dass ein Kapitän frühzeitig nach Hause oder sonst wohin geht", kritisierte Hitzfeld. Man müsse "den nötigen Respekt voreinander vorleben". Ab sofort sei das Thema für ihn abgeschlossen, kündigte der Trainer jedoch an. "Olli bleibt Kapitän, ich will ihn weiterhin in einer starken Position lassen."

Vorbildfunktion angemahnt

Auch Vereinspräsident Franz Beckenbauer äußerte Verständnis für die Maßnahme. "Er ist Mannschaftskapitän, da hat er natürlich bei der Weihnachtsfeier dabei zu sein. Und natürlich muss er bleiben bis der offizielle Teil beendet ist" erklärte der Präsident des FC Bayern im Premiere-Interview: "Als Vorbild kann er nicht einfach aufstehen und gehen. Das geht nicht. Das ist ein schlechtes Bild, das weiß er auch."

Nicht nur ein Grund

Franz Beckenbauer (Foto: imago)Franz Beckenbauer (Foto: imago) Spekulationen, dass auch die deutliche Kritik des 38-Jährigen an den Neuzugängen Luca Toni und Franck Ribéry eine Rolle bei der Suspendierung gespielt haben, erteilte Beckenbauer dagegen eine Absage: "Seine Aussagen zu Toni und Ribéry geben keinen Anlass, ihm irgendetwas anzudichten. Ich denke, der ausschlaggebende Punkt für die Strafe war die Weihnachtsfeier. Ihm deshalb Disziplinlosigkeit vorzuwerfen, kann ich verstehen. Mit Sicherheit war das aber nicht der alleinige Grund für die Suspendierung. Möglicherweise sind schon vorher ein paar Dinge vorgefallen."

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Van Bommel hält Weihnachtsrede

Nach "Bild"-Informationen hatte der Torhüter die interne Weihnachtsfeier gegen 22.45 Uhr verlassen. Angeblich bestand Anwesenheitspflicht bis 24 Uhr. Während Kahn später im Münchner Nachtleben gesehen worden sein soll, musste Mark van Bommel die obligatorische Rede halten – eigentlich die Aufgabe des Kapitäns. Beckenbauer selbst war nach eigenen Aussagen "nicht in die Entscheidung eingebunden". Dies sei "Sache des Vorstandes, der für die sportlichen Belange verantwortlich ist", sagte der Kaiser.

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