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Fußball - Bundesliga: Rechtzeitig zum Fest brennt beim FC Bayern der Baum

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Die Lage der Liga  

Rechtzeitig zum Fest brennt der bayerische Baum

16.12.2007, 12:56 Uhr | t-online.de

Ein Kommentar von Jörg Hausmann

Bayerns Demichelis (li.) und Klose (Foto: ddp) Wie war das jetzt mit der Übermannschaft aus München? Mit Zauberfußball startete die Weltauswahl von der Isar in die Saison, Cheftrainer Ottmar Hitzfeld schien das Unmögliche in Rekordzeit gelungen zu sein: aus einem Haufen überdurchschnittlich Begabter den neuen deutschen Meister geformt zu haben. Über all die Euphorie aber wurde vielerorts vergessen, dass auch in der bayerischen Landeshauptstadt nur Menschen am Werk sind. Und die machen irgendwann auch Fehler, nehmen sich Auszeiten. Deshalb ist der FC Bayern zum Ende der Hinrunde zwar Herbstmeister, aber eben nur auf Grund der besseren Tordifferenz gegenüber dem beständigsten Rivalen aus Bremen. Mit 4:0 war Werder am 18. August im eigenen Haus vom Rekordmeister entzaubert worden. Dass das schon vier Monate her ist, belegten das zähe 0:0 des Tabellenführers in Berlin und Bremens zeitgleiches 5:2 über Leverkusen.



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Alleingang ist ausgeblieben

Dass vor vier Monaten sogar schon zwischen Bayern und Bremen Welten lagen, die üblicherweise nur Bayern und Bielefeld trennen, ließ das befürchtete Szenario eines weitgehend ungestörten Alleingangs der Münchner für die meisten Bundesliga-Fans wie eine Bedrohung am Horizont aufziehen. Heute haben die grün-weißen Hanseaten beeindruckende elf Tore mehr auf dem Konto als Toni, Klose, Ribéry und Co., und das Thema der Sonntagszeitungen ist der die längste Zeit des Jahres nierengeschädigt darniederliegende Bremer Angreifer Ivan Klasnic. Selbst die an der Weser chancenlosen Leverkusener weisen einen Treffer mehr auf als der FC Bayern. Und Felix Magaths Wolfsburger - schau an - bejubelten auch nur ein Törchen weniger als der Ex-Klub des VfL-Hoffnungsträgers.

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Selbstverschuldete Unruhe

Folge: Die Medien, die sich in der Frühphase der Saison - geblendet vom Glanz des aufpolierten Rekordmeisters - zu keinem kritischen Wort hinreißen ließen, holten das Auskübeln in den vergangenen Tagen genüsslich nach. Hitzfeld formulierte nach dem 0:0 in Berlin seinen Eindruck, seine Elf stünde im Abstiegskampf. Nichts anderes suggerierten in den Augen des 58-Jährigen die Berichte in der Presse. Doch woher kam denn das Futter? Direkt vom Spielfeld, auf dem die Bayern in den abschließenden drei Bundesligabegegnungen des Jahres nur ein Tor und einen Sieg produzierten. Und - beinahe schon traditionell - direkt aus der Abteilung Weihnachtsfeier, Franz Beckenbauer lässt grüßen. Diesmal handhabte Kapitän Oliver Kahn den Verhaltenskodex etwas zu lax. Es könnte eine der letzten Amtshandlungen Hitzfelds gewesen sein, den Titan zu suspendieren.

Magaths Visionen

Wie ernst die erkaltete Liebe zu "Gottmar" zu nehmen ist, belegt die Tatsache, dass sich Hitzfelds Nachfolger und Vorgänger Magath im DSF-"Doppelpass" von Moderator Jörg Wontorra fragen lassen musste, ob er sich eine Rückkehr nach München vorstellen könne. Der möchte aber lieber mit dem VfL in den Titelkampf eingreifen - gegen die Bayern, und das möglichst schon im nächsten Jahr. Dann will der passionierte Schachspieler und Marathonläufer die Wolfsburger dort haben, wo sie sich seit Jahren selbst sehen. Das 4:0 über Dortmund suggerierte den richtigen Weg in die dicht besetzte Spitze. In Wahrheit aber überzuckerte der hohe Sieg die bis dahin schlechteste Hinrunde der Niedersachsen seit ihrem Bundesliga-Aufstieg vor zehn Jahren - und das unter ihrem vielleicht besten Trainer.

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Meister Stuttgart hechelt Aufsteiger KSC hinterher

Aber auch Magaths Ex-Verein VfB Stuttgart wird sich die Hinrunde im Anschluss an seine Meisterfeier nicht auf den Briefkopf drucken. In der Champions League nur ein paar Monate lang geduldet, müssen die Schwaben nach dem 0:2 in Bielefeld schleunigst zusehen, nicht weiter dem badischen Erzrivalen Karlsruher SC den Kampf um einen UEFA-Cup-Platz führen zu lassen. Der Aufsteiger überrascht auf eine Art und Weise wie seit den seligen Tagen Winfried Schäfers und seiner jungen Herde um Kahn, Scholli und Sterni nicht mehr. Den Weg wies das schon jetzt legendäre 1:0 im Derby über den VfB am vierten Spieltag.

HSV bestes Team 2007

Karlsruhes Duell mit einer weiteren großen Überraschung des ersten Halbjahres - dem HSV - endete am 17. Spieltag leistungsgerecht unentschieden, 1:1. Ein Jammer, dass die Hamburger zum Saisonende Huub Stevens nach Eindhoven ziehen lassen müssen. Der Mann, der den einstigen Abstiegskandidaten zur punktbesten Bundesligamannschaft im Kalenderjahr 2007 formte, löste mit der Verkündung seines Abschieds allerdings eine erfreuliche Trotzreaktion aus. Die Hanseaten sind nicht trauernd in sich zusammen- und in der Tabelle zurückgefallen, sondern eher noch stärker geworden. Nur vier Punkte fehlen auf Bayern und Bremen - Respekt. Auch vor Stevens' Ex-Klub Schalke, der nach einem fröhlichen Auf und Ab tatsächlich in der Champions League und auf einem UEFA-Pokal-Platz überwintert. Das ist zwar nach 50 elend langen Jahren des Wartens noch immer nicht der erhoffte Titel - aber ein gutes Ende eines turbulenten Jahres. Und ein guter Anfang für 2008, wenn Erzrivale Dortmund - angesichts des 0:4 in Wolfsburg - wohl nichts anderes zu feiern haben wird als Schalkes 50. Jahr ohne Meisterschaft...

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