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Hamburger SV: Abschied von Rafael van der Vaart scheint unvermeidlich

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Hamburger SV  

Abschied van der Vaarts scheint unvermeidlich

04.01.2008, 12:45 Uhr | sid, t-online.de

Rafael van der Vaart (Foto: imago)Rafael van der Vaart (Foto: imago) Nur noch wenige Stunden, dann dürfte die Kuh vom Eis sein: Nicht nur die Führungsriege des Hamburger SV, vor allem auch die Fans des Bundesliga-Dritten, warten auf die Entscheidung ihres Kapitäns. Rafael van der Vaart liegt ein großzügiges Angebot seines Noch-Arbeitgebers vor, an den er ohnehin noch bis 2010 gebunden ist. Richtigerweise fragt angesichts dieser Vertragskonstellation das "Hamburger Abendblatt": "Warum sollte der 24-Jährige dem HSV mitteilen wollen, dass er doch noch mindestens ein Jahr bleiben wird?" Die Zeichen deuten auf Trennung. Im Gegensatz zum Herbst, als van der Vaart das Jersey des FC Valencia das liebste war, gilt nunmehr Juventus Turin als erster Kandidat auf die Abnahme des Stars.

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Ein Großer der HSV-Historie

Der Bundesliga ginge eine ihrer auffälligsten Figuren verloren, dem HSV ein importierter Dreh- und Angelpunkt, wie ihn die Norddeutschen früher höchstens in Kevin Keegan oder Miroslav Okonski hatten. Das HSV-Angebot über vier Millionen Euro jährlich bis 2012 scheint nicht auszureichen, um den niederländischen Nationalspieler am Ausflug in die weite Fußballwelt zu hindern.

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Klarheit schaffen

Juventus biete 17 Millionen, heißt es in Italien. Und da van der Vaart im Sommer 2009 vertraglich festgelegt nur noch 1,5 Millionen Euro kostet, muss der HSV seinen Star verkaufen, obwohl dessen Kontrakt noch bis 2010 gilt. "Für den Verein ist wichtig zu wissen, was ich will", kündigte der torgefährliche Mittelfeldspieler vor seinem Abschied in den Urlaub an.

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Sturheit wird nichts mehr helfen

Sportchef Dietmar Beiersdorfer hat dann die Planungssicherheit, die im August fehlte, als van der Vaart von einem Tag auf den anderen nach Valencia wechseln wollte. Damals blieb der Verein stur, seitdem aber ist alles auf einen Verkauf nach der Saison ausgerichtet. "Wir müssen natürlich die richtige Entscheidung für die Zukunft des HSV treffen", erklärte Beiersdorfer.

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Europaweit guter Klang

Der ehemalige Nationalspieler hat längst den Markt für einen möglichen Nachfolger sondiert. Auch durch van der Vaarts Erfolg an der Elbe haben sich die Norddeutschen europaweit bei jungen Spielern und deren Beratern einen guten Ruf als Ausbildungsbetrieb vor dem möglichen Wechsel in eine der Topligen in Italien, England und Spanien erworben.

Besten Torschützen der U-17-WM verpflichtet

Der von zahlreichen Klubs umworbene, 17 Jahre alte Nigerianer Macauly Chrisantus, bester Torschütze bei der U-17-WM, wechselte deshalb nach Hamburg. Ebenso wie der 18 Jahre alte Belgier Vadis Odjidja Ofoe, kommt auch der 21 Jahre alte Freiburger Jonathan Pitroipa zur neuen Saison. Jerome Boateng (19) schlug nach seinem Wechsel aus Berlin sofort ein. Um den Weißrussen Anton Putilo (20) aus Minsk feilscht Beiersdorfer noch mit finanzkräftigen russischen Klubs, der Mittelfeldspieler soll bis 2011 unterschreiben. "Natürlich legen wir viel Wert auf eine gute Nachwuchsarbeit", so Beiersdorfer, "aber wir versuchen auch, Topspieler zu uns zu holen, die sofort in der Lage sind, den HSV weiterzubringen." Erneut einen Glücksfall wie van der Vaart aus dem Hut zu zaubern, wird jedoch schwer - unmöglich scheint es nicht.

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