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Fußball - Kritik an Millionengehälter: Zwanziger attackiert Bundestagspräsident Lammert

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Kritik an Millionengehälter  

Zwanziger attackiert Bundestagspräsident

09.01.2008, 08:30 Uhr | dpa

Theo Zwanziger (Foto: dpa)Theo Zwanziger (Foto: dpa) DFB-Präsident Theo Zwanziger hat die Kritik von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) an überzogenen Gehältern von Fußball-Profis scharf zurückgewiesen. Zwanziger sagte der "Saarbrücker Zeitung": "Was Herr Lammert tut, ist populistisch und heuchlerisch." Die Politik selbst sei für die Entwicklung verantwortlich, denn sie habe die Vereine und Verbände nach dem Bosman-Urteil 1995 "im Stich gelassen".

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"Nicht so über einen Verein herfallen"

Bundestagspräsident Lammert hatte im Zusammenhang mit der Debatte um gerechte Löhne "Gehaltsexzesse" im Fußball beklagt und insbesondere den FC Bayern München angegriffen. Dabei wisse Lammert genau, so Zwanziger, "wo die Ursachen für die Entwicklungen liegen, also darf man nicht so über einen Verein herfallen". Der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) räumte aber ein: "Unter moralischen Gesichtspunkten verdienen Spitzenfußballer, wie auch Spitzen- Unterhalter und einige Top-Manager, zu viel Geld."

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Einige Spieler reicher - Klubs ärmer

Die Politik habe jedoch nach dem Bosman-Urteil nicht erkannt, dass sich die europäische Entwicklung gegen den Sport richte. "Sie hat wenige, begnadete Fußballer reicher und die Vereine ärmer gemacht", sagte Zwanziger und kündigte eine Initiative der Europäischen Fußball-Union (UEFA) an, die durch den EU-Vertrag rechtlich möglich werde: "Die UEFA und die nationalen Verbände werden alles tun, um zu Gehaltsobergrenzen und zu einem solidarischen Gefüge im Fußball zu kommen."

Danckert verteidigt Zwanziger

Der Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, Peter Danckert (SPD), zeigte in der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" Verständnis für Zwanzigers Kritik: "Es wäre die Aufgabe der Politik gewesen, den rechtlichen Rahmen für Gehaltsobergrenzen zu schaffen", meinte er. Allerdings fordert auch Danckert Gehaltsobergrenzen: "Mit dem EU-Reformvertrag wird die europarechtliche Voraussetzung geschaffen, dass die Fußball-Verbände Gehaltsobergrenzen einführen. Diese Möglichkeit sollten sie nutzen."

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