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Sport - Doping: Auch Fußballer und Tennis-Profis im Visier der Doping-Fahnder

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Doping  

Auch Fußballer im Visier der Doping-Fahnder

10.01.2008, 17:01 Uhr | dpa

Blutkonserve in einer Blutbank (Foto: dpa)Blutkonserve in einer Blutbank (Foto: dpa) Jetzt sind auch Tennis-Profis und Fußballer im Visier der Doping Fahnder. Der Chefermittler von Italiens Olympischem Komitee (Coni), Ettore Torri, hat nämlich weitere Ermittlungen in der spanischen Dopingaffäre "Operacion Puerto" angekündigt. Ihm liegt neues belastendes Material der spanischen Justiz gegen die Ärzte Eufemiano Fuentes und Merino Batres vor. Danach sollen beide in den vergangenen Jahren Hunderte von Radsportlern, Fußballern und Tennisspielern aus ganz Europa mit verbotenen Dopingmitteln beliefert haben. Die Ermittlungen würden sowohl italienische als auch ausländische Sportler und Manager betreffen.



Wurde die Liste bereinigt?

Das Belastungsmaterial sei auch an die Staatsanwaltschaft von Rom weitergeleitet worden. Bei der "Operacion Puerto" wurden im Frühjahr 2006 mehr als 200 Blutbeutel bei Fuentes und Batres beschlagnahmt. Zumindest 50 Radprofis, darunter auch der zurückgetretene Jan Ullrich, der Ansbacher Jörg Jaksche und Ex-Girosieger Ivan Basso (Italien) wurden in den Akten erwähnt. Während Basso und Jaksche nach ihren Geständnissen derzeit gesperrt sind, bestreitet Ullrich weiter alle Vorwürfe, obwohl gefundene Blutbeutel ihm zweifelsfrei zugeschrieben werden konnten. Schon frühzeitig kursierten Gerüchte, wonach nicht nur Radsportler zu den Fuentes-Kunden gezählt hätten, die Listen der spanischen Polizei von verdächtigten Athleten aus anderen Sportarten aber "bereinigt" worden sein sollen.

Juristen wundern sich

“Wo sind meine Fußballer”, soll Fuentes nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" bei der Vorlage der Doping-Akte im August 2006 gesagt haben. Juristen, die mit dem Fall beschäftigt sind, wundern sich ebenfalls darüber, dass diese Sorte Kunden von Veröffentlichungen bisher verschont geblieben ist.

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