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Fußball - FC Bayern München: Jürgen Klinsmann ist "stolz, für den FC Bayern arbeiten zu dürfen"

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FC Bayern München  

"Ich bin stolz, für den FC Bayern arbeiten zu dürfen"

11.01.2008, 16:28 Uhr | sid, t-online.de

Uli Hoeneß, Jürgen Klinsmann und Karl-Heinz Rummenigge (Foto: ddp) Was für ein Auftritt: Jürgen Klinsmann kam mit dem Lächeln eines Siegers. Und die Verantwortlichen von Bayern München, die neben ihm in den überfüllten Räumen "Garmisch" und "Partenkirchen" des "Grand Hotel Arabella Sheraton" Platz nahmen, schienen vor Stolz und fast schon diebischer Freude beinahe zu platzen: Mit der zügigen Verpflichtung von Klinsmann als Nachfolger von Ottmar Hitzfeld, der sich am Ende der Saison als Trainer von der Säbener Straße verabschiedet, ist dem deutschen Fußball-Rekordmeister ein sensationeller Transfer gelungen. "Er ist unser absoluter Wunschkandidat", beteuerte Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge bei der offiziellen Vorstellung von Klinsmann am vor rund 20 Kamerateams und knapp 200 Medienvertretern.

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Trainerteam kommt mit

Der ehemalige Bundestrainer wird seinen Posten am 1. Juli 2008 antreten, sein Vertrag läuft bis 30. Juni 2010. Wie während seiner zweijährigen Dienstzeit beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) wird er auch in München "mit einem Team, von Co-Trainern und Spezialisten arbeiten", erklärte Rummenigge. Klinsmann tritt zum ersten Mal den Posten eines Klub-Trainers an. Der 43 Jahre alte ehemalige Nationalspieler, der schon von 1995 bis 1997 bereits als Spieler das Vereinsemblem des FC Bayern auf der Brust getragen hat, fällte seine Entscheidung nach dem ersten Anruf über die Weihnachtstage über Nacht: "Es war sehr emotional. Es hat mich geehrt, als der Anruf kam. Der FC Bayern ist das Nonplusultra des deutschen Fußball. Ich traue mir die Aufgabe ohne Weiteres zu", sagte Klinsmann wenige Stunden nach seiner Ankunft in München.

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"Reibereien gehören dazu"

Überzeugt von ihrer Entscheidung sind auch die Bayern - obwohl in der Verpflichtung auch reichlich Konfliktstoff zu liegen scheint, nun, da ein starker, eigenwilliger Bayern-Vorstand und der Sturkopf Klinsmann aufeinandertreffen. Klinsmann aber versicherte: "Wenn man weiterkommen will, dann gehören Reibereien dazu." Auch Manager Uli Hoeneß betonte: "Ich freue mich sehr, dass wir in Jürgen Klinsmann einen Querdenker haben. Wir haben bewusst einen gesucht, der eine eigene Meinung hat." Ein Argument für Klinsmann sei auch gewesen, erklärte Hoeneß, "dass er progressiv ist und auch so spielen lässt". Und: Klinsmann hat bereits klare Vorstellungen vom FC Bayern der Zukunft. Er wolle die Arbeit weiterführen, sagte er, die er bei der Nationalmannschaft begonnen habe. Im Klartext: "Ich werden versuchen, das Maximum aus den Spielern herauszuholen. Ziel wird es sein, die Spieler und damit die Mannschaft besser zu machen."

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Der Kaiser ist zuversichtlich

Von Titeln sprach er nicht, aber vom großen Druck: "Aber ich weiß, auf was ich mich hier einlasse." Auch Klub-Präsident Franz Beckenbauer hieß den neuen Mann und zugleich alten Bekannten willkommen und lobte trotz der Tatsache, dass der neue Trainer fast noch ein "Greenhorn" seiner Zunft ist, die Wahl des Vorstandes. "Das ist eine kluge, wohlüberlegte und mutige Entscheidung", sagte der "Kaiser" und betonte: "Er hat bei der Nationalmannschaft den Mut besessen, alte Zöpfe abzuschneiden und die Praktiken im Fußball zu überdenken." Er sei sich sicher, dass Klinsmann auch beim FC Bayern Erfolg habe.

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Schnelle Einigung nach Hitzfelds Ankündigung

Klinsmann, als Spieler Weltmeister (1990) und Europameister (1996), hat einen Erfolg als Trainer vorzuweisen: Bei der WM 2006 führte er die deutsche Nationalmannschaft als Gastgeber auf Rang drei. Aber: Nur diese zwei Jahre beim DFB hat er auf dem Buckel, als Klub-Trainer ist er unerfahren: "Insgesamt ist es ein spannendes Projekt, dass ein ehemaliger Bundestrainer, der viel bewegt hat, einen deutschen Spitzenklub trainiert", sagte Joachim Löw, Assistent des Bundestrainers Klinsmann und seit der WM 2006 dessen Nachfolger. Die Bayern ihrerseits haben bei der Suche nach einem Nachfolger für Hitzfeld nicht lange gefackelt. Hitzfeld hatte den Münchnern am 17. Dezember mitgeteilt, dass er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird, danach einigten sich die Vorstände des FC Bayern schnell auf Klinsmann und am Mittwoch und Donnerstag schließlich auch schriftlich mit ihm.

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Familie zieht mit um

Am Freitag um 10 Minuten vor 10 Uhr machten die Münchner ihren Coup öffentlich, um 12.35 Uhr landete Klinsmann schon am Münchner Flughafen. "Die Schuhe von Ottmar sind groß, und wenn man jemanden in diese Schuhe steckt, muss man sich das reiflich überlegen", hatte Hoeneß noch am Montag gesagt. Da war die reifliche Überlegung schon abgeschlossen, auch bei Klinsmann. "Er war gleich Feuer und Flamme", berichtete Rummenigge über die erste Kontaktaufnahme noch vor Ende des alten Jahres. Die Berufung von Klinsmann ist allerdings ähnlich spektakulär und unerwartet wie im Juli 2004, als er Bundestrainer und damit Nachfolger von DFB-Teamchef Rudi Völler wurde. Eines wird die Tätigkeit von Klinsmann für den FC Bayern von seiner Dienstzeit beim DFB aber unterscheiden. Seinen Wohnsitz in Kalifornien gibt er auf, mit Sack und Pack, seiner Frau Debbie und den Kindern Jonathan und Leila wird er Huntington Beach in der Nähe von Los Angeles verlassen und nach München übersiedeln. Während der Zeit beim DFB hatte der 108-malige deutsche Nationalspieler zumeist von seiner Wahlheimat aus von 29. Juli 2004 bis 12. Juli 2006 als Cheftrainer agiert.

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