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Fußball - EM 2008: Zwanziger wehrt sich gegen Kritik an Ticket-Vergabe

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EM 2008  

Ticket-Vergabe: Zwanziger wehrt sich gegen Kritik

14.01.2008, 12:09 Uhr | t-online.de, dpa

Dr. Theo Zwanziger (Foto: imago) Dr. Theo Zwanziger (Foto: imago) Der Kartenverkauf für die Fußball- Europameisterschaft vom 7. bis 29. Juni in Österreich und der Schweiz sorgt bereits vor dem offiziellen Beginn der Ticket-Kampagne für reichlich Ärger und schlechte Laune bei den Fans. Wenn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Dienstag das Ticket-Portal für die EM-Eintrittskarten auf seiner Homepage öffnet, gehen von den insgesamt dem Verband zugeteilten 21.765 Karten für die drei Vorrundenspiele der Nationalmannschaft in Klagenfurt und Wien nur 14.400 in den freien Verkauf. Den Rest verteilt der DFB intern.

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Zwanziger befürchtet "Enttäuschungen"

"Es ist bedauerlich. Aber wir haben keinen Einfluss auf die Zuteilung der Ticket-Kontingente. Das macht die UEFA", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. Durch die relativ kleinen Stadien seien nicht mehr Karten verfügbar. "Ich weiß auch, dass es große Enttäuschungen geben wird. Die, die kein Glück bei der Verlosung der Tickets haben, tun mir auch sehr leid. Aber man kann einem nackten Mann nicht in die Tasche packen", meinte Zwanziger und ergänzte: "Es gibt ja Tauschbörsen."

70 Prozent der Tickets für die Fans

"Wir werden mehr Frust als Lust ernten", erwartet auch DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der den Vergabeschlüssel für den nationalen Verband ausgetüftelt hat und meinte: "Jeder wird verstehen, dass wir aus diesen doch sehr kleinen Kontingenten unsere Gremien, die Bundesliga-Vereine, die Landesverbände, die Sponsoren und nicht zuletzt die Nationalspieler bedienen. Da sind schon erhebliche Kürzungen nötig. Aber es freut uns doch, dass wir immerhin einen Anteil von 70 Prozent für den Fan einsetzen können."

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DFB-Präsident kann Kritik nicht verstehen

"Wir haben rund eine Million Ehrenamtliche im Fußball, die auch Fans sind", machte Zwanziger deutlich, warum rund ein Drittel der Karten intern vergeben werden und nicht in den freien Verkauf kommen. Die aufkommende Kritik könne er nicht verstehen. "Die Karten gehen ja nicht nur an Präsidiumsmitglieder, die bei den Fans vielleicht unbeliebt sind. Wir müssen auch dafür sorgen, dass die vielen ehrenamtlich im Fußball-Bereich Tätigen ausreichend bedacht werden. Das ist meine Pflicht; und der Generalsekretär hat die Kontingente so aufgeteilt."

Maximal vier Tickets pro Person

Jeder Interessierte kann im Online-Verfahren wie im Vorfeld der WM 2006 maximal vier Karten bestellen, muss dabei seine eigenen persönlichen Daten und die seiner Begleitpersonen angeben. Die Karten werden unter notarieller Aufsicht bis Ende Februar zugeteilt - und zwar nur für ein Spiel, um möglichst vielen Besuchern die Chance zu geben, bei einem EM-Spiel dabei zu sein.

Voucher ab dem Viertelfinale

Dasselbe gilt für mögliche deutsche Spiele im Viertelfinale, Halbfinale und Finale, wobei hier statt der Tickets Voucher zugelost werden, die im Falle der Qualifikation am jeweiligen Spielort gegen Eintrittskarten eingetauscht werden können. Sollte sich die DFB-Elf für diese Spiele nicht qualifizieren, kann der Käufer sein Geld zurückbekommen. Die Preise für die EM-Karten liegen zwischen 45 Euro für die billigste Vorrundenkarte und 550 Euro für das teuerste Ticket im Finale am 29. Juni.

Über 10.000 Tickets für das Spiel gegen Österreich

Für die Spiele im Wörthersee-Stadion von Klagenfurt, das über eine Kapazität von 30.000 Plätzen verfügt, gegen Polen (8. Juni) und Kroatien (12. Juni) erhält der DFB von der Europäischen Fußball-Union jeweils 5722 Karten. Für das dritte Vorrundenspiel am 16. Juni im Wiener Ernst-Happel-Stadion (Fassungsvermögen 50.000) gegen Österreich stehen 10.321 Tickets zur Verfügung. Das Ticket-Portal auf www.dfb.de wird am Dienstag um 10 Uhr geöffnet und schließt am 12. Februar um 24 Uhr.

Hohe Schwarzmarktpreise

Wer keine Karten auf dem offiziellen Weg bekommt, der muss tief in die Tasche greifen. Im Internet-Auktionsportal eBay werden zwei Tickets für das Spiel gegen Kroatien fünf Tage vor Ablauf der Auktion bereits für über 1.000 Euro gehandelt.

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