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Fußball - Borussia Dortmund: Hans-Joachim Watzke wehrt sich gegen Verlierer-Image

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Borussia Dortmund  

Watzke wehrt sich gegen Verlierer-Image

17.01.2008, 14:19 Uhr | dpa

Hans-Joachim Watzke (Foto: imago)Hans-Joachim Watzke (Foto: imago) Viel Aufregung, wenig Ertrag. Für kurze Zeit war der im Mittelmaß versunkene Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund zurück in den Schlagzeilen. Von einer positiven Publicity konnte aber nicht die Rede sein. Die gescheiterten Verhandlungen mit Jens Lehmann und Andreas Hinkel drückten in der Winterpause auf die Stimmung und taugten nicht gerade als Mutmacher für die Rückrunde. Aus Verärgerung über die öffentliche Kritik übte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kurz vor der Rückreise aus dem Trainingslager in Marbella am Donnerstag Medienschelte: "Jeder hat geschrieben, was er wollte - egal ob es stimmt oder nicht. Den erzeugten Eindruck, dass wir die Verlierer sind, kann ich nicht nachvollziehen. Verlierer wären wir gewesen, wenn wir uns nicht um die deutsche Nummer 1 bemüht hätten."

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Unterschriften blieben aus

Ganz unschuldig am zurzeit mäßigen Image ist die BVB-Führung jedoch nicht. Vorschnelle Ankündigungen von Transfers gab es zwar reichlich, Unterschriften blieben jedoch zumeist aus. Schon Trainer wie Ottmar Hitzfeld, Felix Magath und Thomas von Heesen sowie Profis wie Nigel de Jong, David Rozehnal und Marcelinho mochten dem Lockruf aus Dortmund nicht folgen. Um die nötige Kader-Verstärkung nicht weiter zu gefährden, will man sich beim Revierclub in Zukunft mit öffentlichen Erklärungen zurückhalten. Noch ist das mehr Wunschdenken als Realität: Zum Leidwesen von Watzke weiß mittlerweile jeder Szenekenner vom Interesse der Borussia an den Karlsruhern Tamas Hajnal und Mario Eggimann.

Einigung mit Doll lässt auf sich warten

Passend zur gereizten Stimmung zogen sich auch die Verhandlungen mit Trainer Thomas Doll länger als erwartet hin. Noch immer gibt es offenbar unterschiedliche Auffassungen über die Laufzeit des Vertrages, den Watzke am liebsten nur für ein Jahr verlängern würde. Entschieden trat der Geschäftsführer Spekulationen über wachsende Spannungen entgegen: "Es gibt keine Verhärtungen, sondern großes Vertrauen. Es geht nur noch um Detailfragen."

Lob für Rukavina

Rein sportlich gesehen steht Doll vor einer schweren Aufgabe. Sein Hauptaugenmerk galt der Verbesserung der Abwehr, die mit Hilfe von Rechtsverteidiger Antonio Rukavina an Stabilität gewinnen soll. Der 2,3 Millionen Euro teure Neuzugang aus Belgrad bekam in Marbella viel Lob. Zudem will Christian Wörns seine schwache Hinrunde vergessen machen. Um befreiter aufspielen zu können, ließ sich der Manndecker vor seiner voraussichtlichen Abschiedstournee eine Klausel aus dem Vertrag streichen, die im Falle von 25 Pflichtspielen die Verlängerung seiner Zusammenarbeit mit dem BVB über das Saisonende hinaus vorsah.

Kehl liebäugelt mit Wechsel

Noch schwieriger als die Gespräche mit Doll verliefen die mit Sebastian Kehl. Liebend gern würde der BVB den nach langer Zwangspause wieder genesenen Nationalspieler halten. Mit tristem Mittelmaß mag der sich aber nicht begnügen. Die Beteuerungen des Geschäftsführers, wonach der BVB von 2009 an - nach dem Abbau einiger Altlasten - wieder mehr Geld in die sportliche Substanz investieren kann, sollen Kehl zur Verlängerung animieren. Der Erfolg hält sich bislang in Grenzen. "Alles ist offen", sagte der Mittelfeldakteur nach den ersten Verhandlungsrunden.

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