Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Handball-EM: Auftaktsieg für DHB-Team mit großem Wermutstropfen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Gruppe C  

Auftaktsieg mit großem Wermutstropfen

17.01.2008, 19:05 Uhr | t-online.de

Aus Bergen berichtet Arne Henkes

Pascal Hens beim Torwurf gegen Weißrussland (Foto: imago)Pascal Hens beim Torwurf gegen Weißrussland (Foto: imago) Weltmeister Deutschland hat bei der Handball-Europameisterschaft in Norwegen einen gelungenen Auftakt gefeiert. Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand überzeugte beim 34:26 (16:13) über Außenseiter Weißrussland, muss den ersten Sieg in der Vorrundengruppe C aber teuer bezahlen. Denn Rückraumspieler Oleg Velyky verletzte sich in der Anfangsphase der Partie schwer und fällt für den Rest des Turniers aus. Vor 2.110 Zuschauern in der nur zur Hälfte gefüllten "Haukelandshallen" war Markus Baur mit sieben Treffern (fünf Siebenmeter) bester Werfer der DHB-Auswahl. Für Weißrussland, das sich erstmals seit 1994 für eine Europameisterschaft qualifizieren konnte, war Barys Pukhouski zehn Mal erfolgreich. In der Partie gegen sein früheres Heimatland wurde der deutsche Kreisläufer Andrej Klimowets als bester Spieler ausgezeichnet.

Zum Durchklicken Die besten Bilder vom Spiel gegen Weißrussland
Andrej Klimowets "Viel hat das spionieren nicht gebracht"
Erster Turniertag Ungarn schafft die Sensation

Brand: "Haben es versäumt, uns abzusetzen"

"Wir müssen uns sicher noch steigern, aber ich bin froh, dass wir das erste Spiel erfolgreich hinter uns gebracht haben", sagte Brand nach dem Spiel. "In der ersten Halbzeit haben wir es versäumt, uns weiter abzusetzen. Die Fehlerquote in Angriff und Abwehr war einfach noch zu hoch", sah der Gummersbacher noch deutlich Luft nach oben. "Wir haben in der ersten Halbzeit acht große Chancen vergeben. Aber die muss man sich auch erstmal erarbeiten", demonstrierte Kapitän Baur Gelassenheit.

Kempas Erben Das Weblog zur Handball-EM
EM im Überblick Tore, Tabellen, Teams und Termine

Kaufmann soll nachnominiert werden

Das DHB-Team erwischte einen Start nach Maß, führte nach einem Treffer von Kapitän Markus Baur und einem Doppelpack von Velyky schnell mit 3:1. Doch dann knickte Velyky, der schon die WM in Deutschland wegen einer Fußverletzung verpasste, bei einer Stoppbewegung um und verdrehte sich dabei das rechte Knie. Die erste Diagnose von Mannschaftsarzt Berthold Hallmeier bestätigte sich später im Krankenhaus von Bergen: Einriss im rechten Außenmeniskus. "Das tut uns sehr weh. Er hat nicht nur in den Anfangsminuten, sondern auch in den beiden Partien gegen Dänemark gezeigt, wie wichtig er für uns ist", sagte Bundestrainer Heiner Brand. Für den Torschützenkönig der EM 2000 soll nun der Lemgoer Lars Kaufmann nachnominiert werden.

Zum Durchklicken Das deutsche Aufgebot
Linksaußen Klein im Interview "Die Poker-Chips brauchen wir zurück"

Defensive mit ungewohnten Problemen

Zunächst schien es, als könnte die Mannschaft den schwerwiegenden Ausfall gut wegstecken. Durch Tore von Holger Glandorf, Pascal Hens und Andrej Klimowets erarbeitete sich der Weltmeister nach 13 Minuten erstmals eine Sechs-Tore-Führung (11:5). Doch dann geriet das Angriffsspiel der DHB-Auswahl ins Stocken. HSV-Linksaußen Torsten Jansen ließ drei gute Chancen ungenutzt. In der Folge offenbarte auch die deutsche Defensive, vor Jahresfrist noch Garant für den WM-Triumph, große Abstimmungsprobleme. Die international zweitklassigen Weißrussen nutzten die Unzulänglichkeiten konsequent und markierten kurz vor der Pause durch Bundesliga-Legionär Sergej Harbok (Rhein-Neckar Löwen) den Anschlusstreffer.

Bitter und Klein bringen Feuer ins deutsche Spiel

In der zweiten Halbzeit bewies Heiner Brand dann sein sicheres Händchen. Für den blass gebliebenen Henning Fritz wechselte der Bundestrainer Johannes Bitter ein. Dominik Klein ersetzte den glücklosen Jansen auf Linksaußen. Die Umstellungen zeigten sogleich Wirkung. HSV-Keeper Bitter parierte zehn von 18 Würfen des Gegners und bestätigte damit seine seit Monaten überragende Form. Der Kieler Klein brachte das DHB-Team mit einem Doppelpack und viel Spielwitz auch im Angriff wieder auf Kurs.

Am Ende eine einseitige Begegnung

Gegen den nun stark nachlassenden Gegner nutzte Brand die Gelegenheit, auch der zweiten Garde zu Spielpraxis zu verhelfen. Vor allem Christian Zeitz war nach seiner Schulterverletzung die fehlende Bindung zum Spiel deutlich anzumerken. Die spielfreudigen Zimmerpartner Klein und Florian Kehrmann sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die Partie trotzdem zu einer einseitigen Begegnung wurde. Nach dem Spiel schaute sich die Mannschaft noch das Spiel zwischen Ungarn und Spanien an, die am Samstag und Sonntag die nächsten Gegner auf dem Weg in die EM-Hauptrunde sind.

Deutschlands Gruppengegner im Porträt:
Ungarn Die Titelhungrigen
Spanien Der ständige Rivale
Weißrussland Der große Außenseiter

Ihre Meinung Diskutieren Sie mit im Handball-Forum

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Passant entlarvt angeblichen Beinamputierten

Misstrauisch werden die vermeintlichen Beinstümpfe befühlt. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal