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Handball-EM: Frankreich gewinnt die Abwehrschlacht gegen Deutschland

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Nationalmannschaft  

Frankreich gewinnt die Abwehrschlacht

23.01.2008, 20:26 Uhr | t-online.de

Aus Trondheim, Norwegen, berichtet Arne Henkes

Florian Kehrmann will sich durchsetzen (Foto: dpa)Florian Kehrmann will sich durchsetzen (Foto: dpa) Wechselbad der Gefühle für die deutschen Handballer bei der Europameisterschaft in Norwegen: Zwar verlor der Weltmeister das dramatische Duell mit Europameister Frankreich, darf aber aufgrund der Ausrutscher der Konkurrenten Spanien und Ungarn weiter auf das Erreichen des Halbfinales hoffen. Bei der 23:26 (10:11)-Niederlage gegen den Titelverteidiger zeigte die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand die beste Turnierleistung, konnte aber die frühe Rote Karte gegen Abwehrorganisator Oliver Roggisch nicht kompensieren. Für das DHB-Team, dass nun mit einem Sieg über Schweden (24.1., ab 19.05 Uhr im T-Online Live-Ticker) das Halbfinalticket lösen kann, war Michael Kraus mit sechs Toren bester Werfer. Nikola Karabatic sorgte mit sieben Treffern dafür, dass Titelverteidiger Frankreich sich einen Spieltag vor Schluss der Hauptrunde über die Qualifikation für das Semifinale freuen konnte.

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Torarmut in Halbzeit eins

In den ersten zwölf Minuten demonstrierten beide Defensiv-Reihen eindrucksvoll ihre Klasse. Nach elf Minuten verbuchten beide Teams jeweils nur einen Treffer, ein Ergebnis aus Feldhandballzeiten drohte. "Das Spiel wird sicher nicht als das bestes Spiel in die Geschichte eingehen", sagte Frankreichs Trainer Claude Onesta nach dem Spiel. Der deutsche Mittelblock hatte sich gut auf die französischen Rückraum-Asse Nikola Karabatic und Daniel Narcisse eingestellt, doch der Angriff kam nicht recht Schwung. Erspielte sich das DHB-Team endlich eine Chance, wurde sie vom Kieler Torhüter Thierry Omeyer im Tor der Franzosen zunichte gemacht. Die Equipe Tricolore nutzte diese Phase um sich 7:3 abzusetzen. Früh sah sich Brand veranlasst zu reagieren, brachte Routinier Markus Baur für den überforderten Michael Kraus.

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Karabatic stets gefährlich

Die Hauptverantwortung im französischen Spiel lastete auf den Schultern von Karabatic. Der Kieler Superstar erzielte in der ersten Hälfte vier Tore, wurde allerdings auch dreimal vom starken Oliver Roggisch geblockt. Torsten Jansen und Florian Kehrmann sprangen für den schwachen deutschen Rückraum in die Bresche und führten ihre Mannschaft wieder auf 9:10 heran. Kurz vor der Pause dann der Schock für das DHB-Team: Nach einem Schlag ins Gesicht von Karabatic kassierte Abwehrchef Roggisch in der 29. Minute die zweite von drei möglichen Zeitstrafen.

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Roggisch sieht rot

Die zweite Hälfte begann mit einem Lebenszeichen des deutschen Rückraums. Hens fand endlich den Weg zum Tor, doch bereits im darauffolgenden Angriff folgte der nächste Fehlwurf des Hamburgers. Nach einem Treffer von Jerome Fernandez folgte die Schlüsselszene des Spiels. Drei Minuten nach Wiederanpfiff wurde Roggisch von den russischen Schiedsrichtern mit der dritten Zeitstrafe bedacht. Die logische Konsequenz: Die deutsche Mannschaft musste die letzten 27 Minuten ohne ihren überragenden Abwehrorganisator auskommen. "Er will jedes Tor verhindern, da prescht er auch mal über das Ziel hinaus", wollte Brand Roggisch für die Rote Karte verurteilen. Die Franzosen nutzten die Schwächung der deutschen Auswahl prompt um eine Drei-Tore-Differenz zwischen sich und den Weltmeister zu legen.

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Kraus drehte richtig auf

Die Sorgenfalten im Gesicht von Brand wurden immer größer, als Hens mit einer Knöchelverletzung das Parkett verlassen musste. Der Bundestrainer gab Kraus auf der ungewohnten halblinken Position die nächste Bewährungschance. Der Lemgoer legte seine Unsicherheit ab und führte die Mannschaft mit vier Treffern und einem sehenswerten Zuspiel auf Kreisläufer Andrej Klimowets wieder auf 19:20 heran. Von der Siebenmeter-Linie erzielte Jansen gar den Ausgleich.

Am Ende fehlte der letzte Biss

In den letzten Minuten trumpften aber Narcisse und Karabatic auf. Die beiden Rückraumspieler erzwangen mit brachialen Würfen die Entscheidung zugunsten ihrer Mannschaft. Das deutsche Team muss nun das folgende Spiel gegen Schweden gewinnen, ansonsten ist der Traum von einer EM-Medaille ausgeträumt.

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