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Handball-EM: Deutschlands Traum vom EM-Titel geplatzt

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Nationalmannschaft  

Deutschlands Traum vom EM-Titel geplatzt

26.01.2008, 16:11 Uhr | T-Online, Arne Henkes, t-online.de

Aus Lillehammer, Norwegen, berichtet Arne Henkes

Florian Kehrmann liegt enttäuscht auf dem Boden (Foto: dpa)Florian Kehrmann liegt enttäuscht auf dem Boden (Foto: dpa) Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat den Einzug in das Finale der Europameisterschaft in Norwegen knapp verpasst. In einer kampfbetonten und spannenden Partie war der Weltmeister dem WM-Dritten 25:26 (13:10) unterlegen. Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand verspielte eine Fünf-Tore-Führung und scheiterte am überragenden Kasper Hvidt im dänischen Tor. Bester Werfer des DHB-Teams, das im Spiel um Platz drei auf den entthronten Titelverteidiger Frankreich trifft, war Florian Kehrmann mit sechs Toren. Auf Seiten der Dänen, die mit Kroatien um die EM-Krone kämpfen, war Lars Christiansen bester Schütze (sechs Treffer).

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Baur: "Haben uns nichts vorzuwerfen"

"Die Einstellung der Mannschaft war okay", resümierte Trainer Heiner Brand. "Aber beim 12:7 in der ersten Halbzeit haben wir den Faden verloren und zu ungeduldig gespielt. Am Ende haben dann die Kräfte gefehlt. Das nutzt so eine Klassemannschaft wie Dänemark natürlich aus." Trotz der Niederlage zog Markus Baur ein positives Fazit: "Die Dänen sind immer dran geblieben. Am Ende haben sie verdient gewonnen, aber wir haben uns nichts vorzuwerfen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, am Ende hat's leider nicht gereicht. Jetzt wollen wir die Bronzemedaille holen." Und auch Torhüter Johannes Bitter zeigte sich als fairer Verlierer: "Die Niederlage geht in Ordnung, aber es tut trotzdem ganz schön weh."

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Bitter erhält den Vorzug im Tor

Brand verzichtete zum ersten Mal auf die bislang im Turnier praktizierte Rotation im Tor, und schenkte erneut Bitter sein Vertrauen. Nach einem deutschen Fehlpass erzielte der ehemalige Flensburger Joachim Boldsen die erste Führung für sein Team, die nach einem schnellen Anstoß von Holger Glandorf postwendend egalisiert wurde. Der Nordhorner trumpfte in den Anfangsminuten groß auf, erzielte drei der ersten vier Treffer des DHB-Teams (4:4).

Roggisch fehlt an allen Ecken und Enden

Pascal Hens erzielte mit seinem ersten Treffer die 5:4-Führung, doch in der Folge wurde der deutschen Mannschaft das Fehlen von Roggisch in schmerzlich vor Augen geführt. Die Dänen kamen über Kreisläufer Knudsen zu einfachen Toren, die Absprachen zwischen Andrej Klimowets und dem Tags zuvor nachnominierten Frank von Behren funktionierten nur selten. Mit dem für Klimowets eingewechselten Sebastian Preiß gewann die deutsche Abwehr die gewohnte Souveränität zurück.

Zeitz muss verletzungsbedingt vom Feld

Die Ballgewinne zahlten sich sofort aus, mit zwei Tempogegenstoßtoren sorgte Florian Kehrmann für das 9:7 (21. Minute). Das DHB-Team zog weiter davon, da Bitter den Dänen mit seinen Paraden den Nerv zog. Der WM-Dritte reagierte mit übertriebener Härte. Nach einem brutalen Foul von Michael Knudsen humpelte Christian Zeitz mit einer Hüftverletzung vom Feld. Nach einer Behandlung in der Halbzeitpause konnte der gerade erst von einer Schulterverletzung genesene Kieler aber weiter spielen.

Dänemark dreht in der zweiten Hälfte auf

Bitter, der sich in der Halbzeitpause als Einpeitscher für die 200 mitgereisten deutschen Fans verdingte, eröffnete die zweite Hälfte mit der nächsten Parade. Doch seine Vorderleute verloren zusehends den Faden, nach einem Fehlwurf von Michael Kraus erzielte der Flensburger Lars Christiansen den Ausgleich (15:15) für die Dänen. Die Nordeuropäer nutzten den Rückenwind, setzten sich in der 45. Spielminute erstmals mit zwei Toren ab (18:20).

Siebenmeter bringt die Entscheidung

Zwar verkürzte Kehrmann nach einem Tempogegenstoß, doch das Verletzungspech blieb dem Weltmeister auch im Halbfinale treu. Der Lemgoer verletzte sich bei seinem Treffer am Oberschenkel und konnte seiner Mannschaft nicht mehr weiterhelfen. Fast scheint es, als bräuchte der Weltmeister diese Nackenschläge. Hens und Baur brachten die zum Rumpfteam dezimierte Mannschaft wieder in Führung (21:20). Zwei Zeitstrafen gegen das DHB-Team brachten jedoch die dänische Auswahl zurück auf die Siegerstraße (22:23). Spätestens zu diesem Zeitpunkt war dieses Semifinale zu einem Nerven aufreibenden Krimi geworden, in dem Dänemark das glückliche Ende dank Hvidt und einem drei Sekunden von Lars Christiansen verwandelten Siebenmeter für sich verbuchen konnte.

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