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Perfekte Saison oder die Blamage wird perfekt

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Super Bowl  

Perfekte Saison oder die Blamage wird perfekt

12.02.2010, 22:50 Uhr | t-online.de

Aus Phoenix, USA, berichtet Jens Bistritschan

Tom Brady (Foto: Reuters)Tom Brady (Foto: Reuters) Die Rollen für die 42. Auflage des Super Bowls sind klar verteilt. Die hoch favorisierten New England Patriots schicken sich in Phoenix nicht nur an, mit einem Sieg gegen die New York Giants ihren vierten Titel in sieben Jahren zu holen. Das Team aus Boston kann in der Nacht auf Montag im Endspiel der National Football League (NFL) zudem Geschichte schreiben. Als erst zweite Mannschaft können die Patriots eine Perfect Season hinlegen, alle 16 Spiele der regulären Saison und drei Playoff-Partien gewinnen. Die Miami Dolphins hatten dies vor 35 Jahren vorgemacht. Doch damals standen zwei Partien weniger auf dem Spielplan. New England wäre also das erste 19:0-Team.

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Belichick fordert volle Konzentration

Doch an diese Dimension will Bill Belichick überhaupt nicht denken. Frei nach Sepp Herbergers Motto "Das nächste Spiel ist immer das schwerste" wird der Cheftrainer der Patriots nicht müde zu betonen: "Im Moment denken wir nur daran, am Sonntag zu gewinnen." Irgendeinen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, ist nicht die Art des 55-Jährigen, schon gar nicht den Final-Gegner. "Die Giants sind in den Playoffs ungeschlagen, wir sind dort ungeschlagen. Ein Team wird am Ende übrig bleiben und ich hoffe, dass wir das sind."

 

Brady: "Wichtigste Spiel im Leben von uns allen"

Sein Quarterback scheint ihm da nur teilweise zugehört zu haben. "Wir spielen gegen ein großartiges Team", erklärte Tom Brady in der Woche vor dem Super Bowl. Aber der Spielmacher der Patriots gibt offen zu: "Ich glaube, das ist das wichtigste Spiel im Leben von uns allen." Brady sollte wissen, wovon er redet. Schließlich hat er New England zu den bisherigen drei Triumphen geführt. 

Saison der Rekorde

Besonders beeindruckend war in der abgelaufenen Spielzeit der Patriots-Angriff. 589 Punkte hat New England in den 16 Spielen der regulären Saison erzielt und damit einen neuen NFL-Rekord aufgestellt. 50 Mal warf Brady einen Touchdown-Pass, 23 davon fing sein Wide Receiver Randy Moss - ebenfalls Liga-Bestmarken. Die Frage bei den meisten Patriots-Spielen während der regulären Saison war nicht, ob sie das Spiel gewinnen würden, sondern wie hoch. 

Auswärtsstarke Giants

Für die Giants bleibt da eigentlich nur die Statistenrolle. Doch der Außenseiter wittert seine Chance. "Wir lieben diese Rolle", sagte Wide Receiver Plaxico Burress bei der Ankunft seines Teams in Phoenix. Viele Experten hatten New York während der Saison schon abgeschrieben. Doch die Giants bissen sich durch. Auswärts gewannen sie nach der Niederlage in Dallas alle weiteren sieben regulären Saisonspiele. In den Playoffs setzten sie sich dann in Tampa, Dallas und Green Bay durch und zogen somit als erst zweites Team in den Super Bowl ein, das drei Partien auf fremden Platz für sich entscheiden konnte. Und im Super Bowl ist die Mannschaft aus dem Big Apple das offizielle Auswärtsteam. 

Holt erneut ein Manning den Titel?

Damit die Giants eine Chance haben, wird es ganz entscheidend sein, dass ihr Quarterback Eli Manning so spielt, wie in den bisherigen drei Playoff-Partien: fehlerfrei. Nur dann, so sind die Experten sicher, kann er es seinem älteren Bruder Peyton nachmachen, der letzte Saison mit den Indianapolis Colts den Titel holte. Eli warf in den vergangenen drei Spielen zwar nur vier Touchdown-Pässe. Aber was noch wichtiger war: Keiner seiner Bälle wurde von einem gegnerischen Verteidiger abgefangen. Während der regulären Saison hatte der Giants-Quarterback noch 20 Interceptions geworfen. Auf der Positiv-Seite standen 23 Touchdown-Pässe. 

Knapper erster Vergleich

Am letzten Spieltag der regulären Saison standen sich die beiden Teams bereits gegenüber. Während es für New England darum ging, die perfekte Saison am laufen zu halten, war die Begegnung für die Giants bedeutungslos. Beide Teams hatten ihre Position für die eine Woche später beginnende Meisterrunde sicher. Die New Yorker legten sich dennoch voll ins Zeug und brachten New England an den Rand einer Niederlage. Die Patriots siegten schließlich 38:35, nachdem sie Mitte des dritten Viertels noch mit zwölf Punkten zurück gelegen hatten. 

Die Tücken der Favoriten-Rolle

23:17 werde es diesmal für seine Giants Team ausgehen, erklärte Burress. Die Buchmacher in Las Vegas sehen allerdings New England mit zwölf Punkten vorne. Das ist der größte Vorsprung seit sechs Jahren. Damals verlor allerdings der Favorit. Die St.Louis Rams hätten nach Meinung der Wett-Experten mit 14 Zählern Vorsprung gewinnen müssen. Doch am Ende hatte der Außenseiter drei Punkte mehr erzielt. Es waren die New England Patriots mit Belichick als Trainer und Brady als Quarterback.

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