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Formel 1: Melbourne wird kein Nachtrennen veranstalten

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Rund um den Rennzirkus  

Melbourne wird kein Nachtrennen veranstalten

04.02.2008, 13:20 Uhr | sid

Bernie Ecclestone (Foto: imago)Bernie Ecclestone (Foto: imago) Beim Großen Preis von Australien soll es kein Flutlicht-Rennen geben. Die Organisatoren haben Bernie Ecclestone eine Absage erteilt. Der Formel-1-Chef hatte sich für den Saisonstart in "Down Under" ein Nachtrennen gewünscht und zudem mit einer Absage des Rennens gedroht. Jetzt machten ihm die australischen Organisatoren erneut klar, dass ein solches Rennen nicht zur Debatte steht. "Das wurde schon ein paar Mal mit Bernie Ecclestone diskutiert, er weiß, dass wir kein Nachtrennen veranstalten werden", sagte Streckenchef Ron Walker. Dieser sagte außerdem, Ecclestone sei ein "gewiefter Geschäftsmann", der in den Verhandlungen um eine Vertragsverlängerung "seinen ersten Schuss abgefeuert" habe.

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Hohe finanzielle Verluste

Der Vertrag mit Melbourne, wo in diesem Jahr am 16. März wieder traditionell die Formel-1-Saison beginnt, läuft noch bis zum Jahr 2010. Die Veranstalter werden auch von der Regierung des Bundesstaates Victoria unter Druck gesetzt, weil das Rennen hohe finanzielle Verluste produziert. Im vorigen Jahr fehlten 21 Millionen Euro in der Kasse, in diesem Jahr wird ein Verlust von 24,5 Millionen Euro erwartet.

Kosten für Beleuchtung einfach zu hoch

Beim ersten Großen Preis von Singapur am 28. September steigt in diesem Jahr das erste Nachtrennen der Formel-1-Geschichte. Auch Malaysia denkt über ein Event am Abend nach. Die Rennen wären dann in Europa am Sonntagnachmittag zur gewohnten Sendezeit live zu verfolgen. Laut Walker sei man Ecclestone schon entgegengekommen, indem man die Startzeit des Rennens in diesem Jahr um 90 Minuten nach hinten von 14.00 Uhr auf 15.30 Uhr Ortszeit verschoben habe. Der Start ist damit in Deutschland anstatt um 4.00 Uhr um 5.30 Uhr live zu sehen. Eine Investition von mehr als 36 Millionen Euro für eine Beleuchtung der Rennstrecke im Albert Park sei aber nicht möglich. "Wenn es nur ums Geld geht, wird Melbourne das Rennen sicher verlieren", sagte Walker: "Es wird eine Zeit kommen, in der man solche Summen für solche Veranstaltungen nicht mehr bezahlen kann."

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