Startseite
Sie sind hier: Home > Sport >

Bierhoff schlägt Alarm und verspricht Konsequenzen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Nationalmannschaft  

Bierhoff schlägt Alarm und verspricht Konsequenzen

04.02.2008, 15:45 Uhr | dpa, t-online.de

Oliver Bierhoff (Foto: imago)Oliver Bierhoff (Foto: imago) Gute Laune versprüht Oliver Bierhoff in diesen Tagen nicht. Da unterscheidet sich der Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nicht von seinen Amtskollegen in großen Unternehmen. Stehen dort die Aktien schlecht, laufen die Bosse auch gern mit ernsten Gesichtern durch die Gegend. Eigentlich könnte es Bierhoff ja egal sein, ist doch der aktuelle Kurs der deutschen Auswahl knapp fünf Monate vor dem Start der EM in der Schweiz und in Österreich ohne allzu große Bedeutung. Doch der Manager weiß, die Zeit bis zum wichtigen Großereignis ist kurz. "Im Moment plätschert hier vieles so dahin. Die WM im eigenen Land war für alle ein Fixpunkt, die EM fällt dagegen ein bisschen runter. Dabei ist sie das schwierigere Turnier. Das kann uns nicht gefallen und muss sich ändern", sagt er und verspricht Konsequenzen. "Von jedem einzelnen erwarte ich ab heute volle Konzentration und hundertprozentige Leistungsbereitschaft. Ansonsten ist der Traum von der EM-Teilnahme schnell ausgeträumt."

Im Überblick Der Spielplan der EURO 2008
Die EM selbst durchspielen Interaktiver Spielplan

Eigeninitiative ist gefordert

Der Konkurrenzkampf ist groß. 40 Spieler streiten um 23 Plätze. Nur wenige Akteure haben ihre Tickets sicher. So etwas ist eigentlich leistungsfördernd. Und trotzdem sorgt sich Bierhoff: Etliche Leistungsträger wie Torsten Frings oder Christoph Metzelder sind auf noch unabsehbare Zeit verletzt, andere wie Jens Lehmann, Bastian Schweinsteiger oder Lukas Podolski haben im Verein keinen Stammplatz. Zudem vermisst Bierhoff eine schon jetzt einsetzende Fixierung auf den Saison-Höhepunkt: "Man muss konkret das Ziel EM haben", forderte der Europameister von 1996, der in punkto Fitness Sonderschichten der EM-Kandidaten verlangte: "Das Wichtigste ist die Eigeninitiative der Spieler." Ab sofort würden die Nationalspieler vom Trainerstab um Löw wöchentlich kontaktiert, "um da mehr herauszukitzeln".

EM-Prämien Viertelmillion für den Titel
Absage Neuville muss passen


Nur zehn Mann beim Training

Bierhoffs Reizpunkt soll schon am Mittwoch in Wien beim ersten von insgesamt nur noch vier EM-Testspielen Wirkung zeigen. "Wir müssen anziehen und Gas geben. Ich hoffe, dass wir es schon beim Österreich-Spiel machen", sagte Bierhoff. Die Vorbereitung auf das Prestigeduell begann jedoch alles andere als verheißungsvoll: Nur zehn der 19 Akteure konnte Löw am Montagmorgen bei der ersten Übungseinheit auf der "Kleinen Kampfbahn" neben der Frankfurter Arena um sich scharen - erst beim Werbespot für DFB-Hauptsponsor Mercedes-Benz am Nachmittag war der komplette Kader im Einsatz.

Aufgebot Löw holt zwei Neulinge

Freude über Ballacks Rückkehr

Beim Testspiel gegen Österreich soll dagegen Michael Ballack ein Garant dafür sein, dass Bierhoffs Alarmschlag nicht weiter geschürt wird. "Gerade im ersten Länderspiel des Jahres ist es wichtig, dass Michael Ballack als Kapitän zurückkommt. Er hat bei Chelsea sehr gut gespielt und ist nach seiner Verletzung wieder sehr fit, das ist wichtig für unsere Mannschaft", sagte Torhüter Lehmann: "Ausfälle wie der von Torsten Frings und einigen anderen sind nicht so leicht zu verkraften. Aber das Positive ist, dass Michael wieder zurück ist."

Improvisation in der Defensive

Über zehn Monate liegt das 77. und bislang letzte Länderspiel von Ballack zurück: Am 24. März 2007 führte der Kapitän die deutsche Elf zum 2:1-Sieg in Prag gegen Tschechien, dem besten Länderspiel seit der WM 2006 und in der Ära Löw. Der Bundestrainer setzt in Wien auf ein prominentes Mittelfeld mit dem Kapitän und dem ebenfalls zurückkehrenden Bernd Schneider, denn er hat schon in der Abwehr genug Probleme. In Per Mertesacker und Philipp Lahm stehen nur zwei Akteure aus der EM-Wunschformation zur Verfügung. "Im Defensivbereich müssen wir improvisieren", bekannte Löw, dem dafür auch die Schalker Neulinge Heiko Westermann sowie der im defensiven Mittelfeld einsetzbare Jermaine Jones zur Verfügung stehen. "Es gibt vielleicht das eine oder andere Experiment", deutete Löw an.


Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Amateur am Werk 
Ungeschickter Bauarbeiter löst Kettenreaktion aus

Es kommt wie es kommen muss. Zum Glück kam der Mann noch einmal glimpflich davon. Video

Anzeige

Shopping
tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Sport von A bis Z

Anzeige
shopping-portal