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EM 2008: Österreich träumt vom Sieg gegen Deutschland

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EM 2008  

Österreich träumt vom Fußball-Wunder

05.02.2008, 22:49 Uhr | t-online.de

Aus Wien berichtet Jörg Runde

Kevin Kuranyi (li.) im Kopfballduell mit Martin Hiden (Foto: imago)Kevin Kuranyi (li.) im Kopfballduell mit Martin Hiden (Foto: imago) In Österreich träumen sie vor dem Duell gegen Deutschland (ab 20.15 Uhr im T-Online Live-Ticker) tatsächlich wieder einmal von einem Wunder. So wie damals, 1978 bei der WM in Cordoba, als der große Nachbar mit 3:2 geschlagen wurde. „Warum soll uns so etwas jetzt nicht auch gelingen“, sagt Kapitän Andreas Ivanschitz und ergänzt: „Es wird Zeit, dass wir in die richtige Spur finden und eine gute Leistung zeigen.“

Live-Ticker Ab 20.15 Uhr geschaltet

Michael Ballack Vorfreude auf das Comeback
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Miese Stimmung beim Gastgeber

Da hat er Recht, der Angreifer von Panathinaikos Athen. Bis zur Europameisterschaft im eigenen Land sind es nur noch gut vier Monate und die Auswahlmannschaft, die Ivanschitz derzeit anführt, gilt als bislang schlechteste in der Fußball-Geschichte der Alpenrepublik. Die Stimmung in der Bevölkerung könnte schlechter nicht sein. Eine letztlich erfolglose Bürgerinitiative forderte zuletzt sogar den EM-Rückzug des eigenen Teams, um das Image Österreichs angesichts der zu erwartenden Blamage nicht zu zerstören.  

Im Überblick Der Spielplan der EURO 2008

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Zweckoptimismus im österreichischen Team

Woher der Optimismus der österreichischen Nationalelf kommt, sich gegen Weltklassespieler wie Ballack oder Miroslav Klose behaupten zu können, weiß allerdings niemand so recht. Die Mannschaft von Trainer Josef Hickersberger besitzt bis auf Emanuel Pogatetz keinen Mann von internationalem Format. Und der Verteidiger des FC Middlesbrough gehört in der Premier League auch nicht unbedingt zu den besten Akteuren seines Fachs. Trotzig sagt er: „Ich habe in England gelernt, wie man sich als Außenseiter behauptet und dass man keinen Respekt vor großen Namen haben braucht.“ So schlecht sei das eigene Team ja nun auch nicht besetzt, fügt Pogatetz beim Blick auf Namen wie Manninger (FC Siena) und Roland Linz (Braga) noch an.

Aufgebot Löw holt zwei Neulinge

Krankl vergessen machen

Und so soll ausgerechnet am Aschermittwoch im Wiener Ernst-Happel-Stadion der Geist von Cordoba vertrieben werden. Das ewige "Krankl, I wird narrisch“ können Ivanschitz, Pogatetz und Kollegen einfach nicht mehr hören. Sie wollen ihre eigene Erfolgsmarke setzen und in der Bevölkerung eine Welle der Begeisterung erzeugen, die sie möglichst bis ins Viertelfinale der EM tragen soll. "Jetzt ein Sieg gegen Deutschland würde das Land richtig in Stimmung bringen. Dann ist auch bei der EM einiges möglich“, träumt Ivanschitz.

Ein Vergleich, der hinkt

Unterstützung kommt er ausgerechnet von seinem deutschen Amtskollegen. "Auch bei uns ist die WM-Euphorie erst spät gekommen. Und auch wir hatten im Frühjahr davor unsere Probleme. Ihr braucht nur ein, zwei Erfolgserlebnisse. Dann bekommt das ganze eine Eigendynamik“, sagt Michael Ballack. Solche Worte gefallen den Österreichern, auch wenn es nicht mehr als höfliche Floskeln sind.

Gastgeschenke sind nicht eingeplant

Und daraus auf eine zu erwartende Nachbarschaftshilfe zu schließen, wäre äußerst gefährlich. Denn Kapitän Ballack und seine Crew haben nach zuletzt eher mäßigen Länderspiel-Darbietungen einiges gut zu machen. "Wir erwarten jetzt wieder volle Konzentration, egal ob im Training oder im Spiel“, kündigte Manager Oliver Bierhoff mit deutlichen Worten dem Schlendrian den Kampf an. Und Bundestrainer Jogi Löw setzte noch einen drauf: "Es soll sich keiner wundern, wenn er schlechte Leistungen bringt und dann bei der EM nicht dabei ist.“

Bloß keine Blöße geben

Ausreden gibt es, trotz der Verletzungssorgen, ab jetzt keine mehr. "Wenn man sich eine Blöße gibt, egal ob der Gegner Italien oder wie jetzt Österreich heißt, dann gibt's Kritik“, betonte Ballack zur Bedeutung des Starts ins EM-Jahr. Die Mannschaft könne an der Donau "Selbstbewusstsein sammeln und einen guten Eindruck hinterlassen auch bei der Konkurrenz“, unterstrich der Kapitän. "Wir wollen unbedingt gut spielen und gewinnen.“ Und vielleicht erlebt Österreich dann tatsächlich sein Wunder – sein blaues Wunder.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Österreich: Manninger - Pogatetz, Stranzl, Prödl, Garics - Standfest, Prager oder Säumel, Aufhauser, Leitgeb - Ivanschitz - Linz

Deutschland: Lehmann - Castro, Mertesacker, Manuel Friedrich oder Westermann, Lahm - Schneider, Ballack, Hitzlsperger oder Rolfes, Schweinsteiger - Klose, Kuranyi oder Gomez

Schiedsrichter: Paolo Dondarini (Italien)

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