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Fußball-Bundesliga: Die Lage der Liga am 21. Spieltag

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Lage der Liga  

Verständnis für Diego

23.02.2008, 18:51 Uhr | Ein Kommentar von Jörg Runde, t-online.de

Bremens Diego (Foto: dpa)Bremens Diego (Foto: dpa) Klar: Mit Verständnis kommt man im harten Bundesliga-Geschäft eigentlich nicht weit. Und dennoch: Wenn ein Spieler am 21. Spieltag genau das verdient, dann ist das der Bremer Diego. Natürlich steht der Brasilianer nach seinem Platzverweis alleine in der Sünderecke und muss sich schlaue Sätze anhören. "Das darf einem Profi nicht passieren" oder "das muss man wegstecken können", klingt es dem Mittelfeldspieler wahrscheinlich noch in den Ohren. Aber irgendwann ist es mit dem Wegstecken eben vorbei, auch als Profi. Wer schon einmal Fußball gespielt hat, der weiß, wie nervig es ist, wenn man immer wieder einen auf die Knochen bekommt. Wenn man beim Dribbling durch fiese Fouls gestört wird oder beim Ansatz eines Passes einfach der Fuß draufgehalten wird.

Diegos Rempler gegen Kyrgiakos im Video:

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Häufig gefoult und schlecht geschützt

Das zehrt nicht nur an den Nerven und lässt die Wut stetig steigen, das tut auch noch weh. Und wenn dann noch die Schmerzen des entzündeten Schambeins hinzukommen und man von einem unangenehmen Zeitgenossen namens Kyrgiakos obendrein beschimpft wird, kann auch ein Berufsfußballer mal ausrasten. Da muss man Verständnis haben. Diego ist auf Grund seiner überlegenen Technik, seiner Torgefahr und seiner Schnelligkeit im Antritt eine absolute Ausnahmeerscheinung in der Bundesliga. Es wundert kaum, dass er auch der mit Abstand am häufigsten gefoulte Akteur (120 Mal) ist. Daran muss sich etwas ändern. Spieler seiner Qualität gehören von den Schiedsrichtern einfach besser geschützt, denn sie machen den Unterschied aus.

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Ein neidvoller Blick nach England

Solche Zauberfußballer machen auch den Unterschied zu Spielern wie Kyrgiakos, einem Meister der Provokation und des ungepflegten Fußballspiels. Und natürlich der Schauspielerei. Theatralische Stürze wie nach Diegos Rempler im Spiel zwischen Frankfurt und Werder bekommt man in England nicht zusehen. Dort würde sich ein robuster, großer, breiter Verteidiger vom Format eines Kyrgiakos in voller Pracht aufstellen und einen Mann von der Statur eines Diego einfach abprallen lassen. Platzverweise gibt es dort für die richtig harten Sachen.

Hoffen auf das Sportgericht

Bleibt zu hoffen, dass das DFB-Sportgericht diese Aspekte bei der Urteilsfindung berücksichtigt und Diego nach einem oder zwei Spielen Pause wieder durch die Bundesliga-Stadien tanzen kann. Für eine höhere Strafe würde jegliches Verständnis fehlen.

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