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Hertha BSC Berlin verstärkt Engagement in der Jugendarbeit

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Hertha BSC Berlin  

Hertha BSC verstärkt Engagement in der Jugendarbeit

29.02.2008, 12:52 Uhr | dpa

Dieter Hoeneß ehrt die Hertha B-Jugend (Foto: imago)Dieter Hoeneß ehrt die Hertha B-Jugend (Foto: imago) Trotz der jüngsten Einkäufe von Jung-Profis aus dem Ausland will Hertha BSC weiter auf die eigene Talent-Schmiede setzen. "Das ist nicht der Abschied aus dem Nachwuchsbereich - im Gegenteil", betonte Berlins Manager Dieter Hoeneß. Der Hauptstadt-Klub habe sein Engagement für die Hertha-Jugendakademie verstärkt und wolle es weiter ausbauen. Ein Pilotprojekt mit dem Berliner Bildungswerk, das sich mit Persönlichkeits-Training beschäftigt, läuft bereits. Ein Sozialpädagoge arbeitet mit als Trainer, ein neues Coaching-Konzept wird vorbereitet, um junge Spieler auf den Profifußball vorzubereiten.


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4,5 Millionen jährlich für die Jugendabteilung

Die Jugendausbildung lässt sich Hertha rund 4,5 Millionen Euro pro Saison kosten. Ende des Vorjahres gab es aber Probleme. Zwar hatte es der Verein geschafft, mit Kevin und Jerome Boateng sowie Ashkan Dejagah und Christopher Schorch vier außergewöhnliche Talente an den Profibereich heranzuführen. Doch im persönlichen Bereich kam es zu Konflikten, die schließlich zur Trennung führten. "Wir müssen noch mehr der Tatsache Rechnung tragen, dass Berliner Jungs anders aufwachsen als Jungs in Stuttgart oder anderen Regionen", verwies Hoeneß vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den MSV Duisburg auf die mitunter komplizierten Sozial-Strukturen im Umfeld der Talente.

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Hoeneß: "Wir haben noch mehr investiert"

"Wir haben im Sommer aus unterschiedlichen Gründen drei, vier junge Spieler abgegeben. Aus dieser Geschichte ist ein kleines Stocken entstanden", sagte Hoeneß, der sich aber gegen "eine Fehldarstellung der wirklichen Nachwuchsarbeit", wehrt: "Wir haben noch mehr investiert, nicht nur finanziell." Mit vielen Maßnahmen gerade im Bereich der Persönlichkeits-Schulung will Hertha reagieren. Dass die Verkäufe von Kevin Boateng (Tottenham/7,4 Millionen Euro), Jerome Boateng (HSV/1,1 Millionen) und Schorch (Real Madrid/0,8 Millionen) Hertha für die Ausbildung auch erstmals großes Geld in die Kassen spülte, sieht Hoeneß nur als willkommenen Nebeneffekt.

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Die nächste Generation steht in den Startlöchern

"Es ist nicht so, dass wir uns zurücklehnen und sagen, wir haben im vergangenen Sommer 10 Millionen aus dem Jugend-Bereich gezogen. Der nächste Schwung kommt schon", bemerkte der Manager. Bei der Auswahl des Cheftrainers habe der Verein mit Lucien Favre bewusst einen Coach ausgewählt, "der viel Wert legt auf Nachwuchsarbeit".

6+5-Regel laut Hoeneß realitätsfremd

Eine Neuordnung der Ausländerregel, wie sie von Präsident Josef Blatter mit einer 6+5-Vorgabe dem Kongress des Weltverbandes FIFA Ende Mai in Sydney vorgeschlagen werden soll, hält Hoeneß trotz der guten eigenen Nachwuchsarbeit für undurchsetzbar. "Das ist völlige Theorie und mit der Praxis überhaupt nicht vereinbar. Wir reden von der EU, wir reden von Freizügigkeit - und gleichzeitig willst du Beschränkungen. Das geht nicht", erklärte der Hertha-Manager.

Deutsche Lösung ist vernünftig

Blatter will weltweit alle Profi-Klubs verpflichten, mit mindestens sechs Spielern zu beginnen, die für das eigene Nationalteam spielberechtigt sind. "Aber was machst du, wenn von 22 Leute acht verletzt sind? Sollen dann drei deutsche Vorstopper auflaufen?", entgegnete Hoeneß, der mit einem Sturmlauf der nationalen Verbände gegen Blatters Vorschlag rechnet. "Man kann Empfehlungen aussprechen. Das, was in Deutschland passiert, dass man ein Mindestaufgebot an Deutschen haben muss, finde ich sehr vernünftig."

Positive Signale gefordert

Den Aufschwung der deutschen Nationalmannschaft sieht Hoeneß in unmittelbarem Zusammenhang mit der Nachwuchsarbeit. "Die Engländer haben doch mit der Nationalmannschaft genau das Problem, weil sie im Nachwuchs zu wenig machen. Durch Reglementierung kriegst du das nicht hin, sondern durch positive Signale."

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