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Hoeneß will auch als Präsident weiter Macht ausüben

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FC Bayern München  

Hoeneß will auch als Präsident weiter Macht ausüben

05.03.2008, 15:32 Uhr | sid

Uli Hoeneß (Foto: imago)Uli Hoeneß (Foto: imago) Auch nach dem Ende seiner Tätigkeit als Manager und dem angestrebten Wechsel auf den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden will Uli Hoeneß die Fäden bei Bayern München weiter in der Hand halten. Er sei "keiner, den man übergehen kann", sagte Hoeneß in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" und fügte mit Blick auf den möglichen Einstieg eines Großinvestors beim deutschen Fußball-Rekordmeister hinzu: Sollten die Gremien ein solches Engagement gegen seine Überzeugung und Stimme beschließen, "werde ich natürlich einen solchen Beschluss umsetzen. Und am nächsten Tag zurücktreten".

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Beispiel Hopp als Vorbild

Der Manager, der seit 1979 die Geschicke der Bayern erfolgreich leitet und für Ende 2009 seinen Rücktritt von seinem Amt angekündigt hat, könnte sich den Einstieg eines Finanziers aber durchaus vorstellen. "Wenn klar wäre, dass es sich um ein dauerhaftes, für uns risikoloses Engagement handelt - dann, aber nur dann, könnte man drüber reden", sagte Hoeneß und führte als positives Beispiel Dietmar Hopp vom Zweitligisten 1899 Hoffenheim an.

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Nicht der SC Freiburg der Champions League

Man habe bei Bayern "den Weg der Solidität" auch durch die Rekord-Transferausgaben von mehr als 80 Millionen Euro in der laufenden Saison nicht verlassen. "Jedoch müssen sich alle im Verein ein wenig umstellen, wollen wir nicht ewig der SC Freiburg der Champions League bleiben: gemütlich, sympathisch - aber international eher zufällig erfolgreich", sagte der 56-Jährige.

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Kein Erfolg um jeden Preis

"Erfolg um jeden Preis" werde es mit ihm aber auch weiterhin nicht geben. Als größte Herausforderung seines beruflichen Lebens, "nicht nur als Manager und Vorstand, sondern vor allem als Mensch", bezeichnete Hoeneß die Frage, ob es möglich sei, "die Champions League zu gewinnen, nicht nur einmal und zufällig, sondern als permanenter Anwärter - ohne in der Führung des Vereins die eigenen Werte zu verleugnen?"

Eingeschlagener Weg wird fortgesetzt

Zwischen Freiburg und dem FC Chelsea, wo Roman Abramowitsch mit seinen Milliarden die Spielregeln bestimmt, müsse es einen dritten Weg geben: Erfolg auch ohne Schulden und weiterhin Spieler, die sich verdient gemacht haben, "auch in Zeiten durchzubringen, in denen sie nicht mehr so viel leisten können". Man habe durch Stareinkäufe wie Luca Toni und Franck Ribery einen ganz und gar neuen Weg eingschlagen und mache den Verein zu einer Multi-Kulti-Gesellschaft. Ob der Versuch auf Dauer noch durchsetzbar ist, "nicht nur den Sportler, sondern auch die Menschen an den Verein und seine Traditionen zu binden, kann ich wirklich nicht sicher sagen. Es wäre ein Traum". Zudem wünsche er sich, dass Jürgen Klinsmann, der im Sommer die Nachfolge von Trainer Ottmar Hitzfeld antritt, der letzte Trainer unter dem Manager Hoeneß sein wird.


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