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"Ich würde gerne permanent ganz vorne sein"

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Interview mit Nick Heidfeld  

"Ich würde gerne permanent ganz vorne sein"

07.03.2008, 16:36 Uhr | sid

Die Saison 2007 war die beste in Ihrer Formel-1-Karriere. War deshalb Ihre Vorfreude auf 2008 größer als je zuvor?

Heidfeld: "Die Freude war größer, weil ich glaube, dass wir es als Team schaffen können, uns weiter zu verbessern. Weil ich hoffe, dass wir unserem Ziel, in diesem Jahr ein Rennen zu gewinnen, ein deutliches Stück näher kommen. Und weil ich gesehen und gehört habe, wie optimistisch man im Team ist und wie gut die Zahlen aussehen. Darauf gründet sich eher die Vorfreude als auf die Tatsache, dass es letztes Jahr gut geklappt hat."

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War die Vorfreude auf das neue Auto auch größer?

Heidfeld: "Ja, die war auch größer. Aus den gleichen Gründen und zudem, weil ich ja schon bei der Präsentation gesagt habe, dass es das schönste Auto ist, das ich je gesehen habe."

Haben die ersten Eindrücke auf der Strecke der ersten Ansicht standgehalten?

Heidfeld: "Ganz zu Anfang haben sich zumindest vom optischen her die Erwartungen nicht erfüllt, aber man kann natürlich nicht von der Optik her auf die Rundenzeiten schließen. Was von Anfang an sehr gut war, war die Zuverlässigkeit des Autos. Sehr wichtig ist zudem, dass wir seit dem Roll-out bei jedem Test große Entwicklungssprünge gemacht haben, und das in allen Bereichen: aerodynamisch, mechanisch und auf der elektronischen Seite. Dadurch ist das Auto deutlich besser fahrbar geworden und hat auch von den Rundenzeiten her einen guten Schritt nach vorn gemacht."

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Wo würden Sie gerne in der Saison landen?

Heidfeld: "Ich würde gerne permanent ganz vorne sein. Realistisch haben wir uns im Team zum Ziel gesetzt, ein Rennen zu gewinnen, näher an die zwei Top-Teams heranzurücken und möglichst die Lücke zu schließen."

Gibt es einen internen Wettkampf mit Robert Kubica, wer als erster diesen ersten Sieg des Teams holt?

Heidfeld: "Jeder möchte immer vor seinem Teamkollegen sein, und klar möchte lieber ich das erste Rennen gewinnen als Robert. Das ist ganz normal."

Was muss besser werden, um den Abstand zu Ferrari und McLaren-Mercedes zu verringern?

Heidfeld: "Das sind zwei Teams, die in den vergangenen Jahren die Chance hatten, Weltmeister zu werden. Das schafft man nur, wenn man in allen Bereichen sehr gut ist. Dementsprechend muss es unser Ziel sein, in allen Bereichen so perfekt wie möglich zu sein."

Renault war 2007 als Weltmeister-Team überraschend schwach. Jetzt ist Fernando Alonso zurückgekehrt. Erwarten Sie Renault wieder auf Augenhöhe?

Heidfeld: "Ich erwarte sie zumindest nicht auf Augenhöhe mit den Top-Teams, die um die WM kämpfen. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie sich steigern."

In dieser Saison sind elektronische Fahrhilfen verboten. Macht das Fahren ohne die Traktionskontrolle mehr Spaß?

Heidfeld: "Mir macht es deutlich mehr Spaß, ohne die Kontrollen zu fahren. Ich denke, dass diese Einschätzung die meisten Fahrer teilen."

Hat das Verbot einen Einfluss auf die Rundenzeiten?

Heidfeld: "Momentan sind wir ohne diese Systeme auf jeden Fall langsamer. Das wird wahrscheinlich auch so bleiben, aber wir werden die Lücke wieder schließen. Ich erinnere mich ja noch an die Zeit, als diese Systeme eingeführt wurden. Am ersten Tag war es mit der Traktionskontrolle langsamer, und ich wollte sie wieder ausbauen. Danach wurde das aber über Jahre entwickelt, dazu noch zusätzliche andere Systeme, deshalb war man letztendlich deutlich schneller."

Sorgt der Wegfall der Traktionskontrolle wieder für größere Abstände zwischen den Fahrern?

Heidfeld: "Ich glaube schon. Zwar werden die schnelleren Fahrer die schnelleren und die langsameren Fahrer die langsameren bleiben. Aber die Unterschiede werden schon wieder größer werden. Das haben wir schon vor Jahren gesehen, als die Traktionskontrolle eingeführt wurde."

Sie sind in der vorigen Saison im Jahr eins nach Michael Schumacher als neue deutsche Nummer eins in dessen Fußstapfen getreten. Hat das Ihr Leben leichter oder schwieriger gemacht?

Heidfeld: "Das hatte eigentlich nur einen kleinen Einfluss auf mein Leben und meine Arbeit. Der einzige Unterschied war, dass das Interesse der Medien und der Öffentlichkeit ein bisschen größer war. Was sich für mich verändert hat, ist die Tatsache, dass das Team und das Auto viel besser waren und ich viel mehr Spaß daran hatte, mal ein bisschen weiter vorne rumzufahren, mal um ein Podium zu kämpfen und permanent in Punkte zu fahren. Das hatte den größeren Einfluss als die Tatsache, dass Michael nicht mehr gefahren ist."

Wenn BMW-Sauber den richtigen Schritt macht, kann man dann vielleicht auch mehr als den erhofften einen Sieg holen und möglicherweise schon um den Titel mitfahren?

Heidfeld: "Als Ziel ist das eigentlich für 2009 definiert. Aber in der Formel 1 lassen sich solche Dinge einfach schwierig planen. Es hätte niemand etwas dagegen, und wir tun alles dafür. Aber wenn man sich in der Formel 1 auskennt, ist es recht unrealistisch, zu sagen, wir würden schon in diesem Jahr um den Titel mitfahren."

Also müssen wir hinter die Schlagzeile: "Nick Heidfeld Formel-1-Weltmeister" eher das Jahr 2009 setzen...

Heidfeld: "Das ist mir egal, wenn nur irgendwann ein Jahr dahinter steht."

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