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Formel 1 - Williams  

Rosberg hat die Spitze im Visier

09.03.2008, 17:49 Uhr | sid

Nico Rosberg (Foto: imago)Nico Rosberg (Foto: imago) Er sieht gut aus, er ist sympathisch, und er ist schnell: Nico Rosberg ist zwar nur die deutsche Nummer zwei hinter Nick Heidfeld, doch der 22-Jährige ist der heißeste Kandidat auf dem Fahrermarkt und gilt bereits jetzt als Formel-1-Weltmeister der Zukunft. Trotz einer Millionenablöse ließ ihn sein Teamchef Sir Frank Williams nicht ziehen und will mit Rosberg an bessere Zeiten anknüpfen. Vielleicht dachte Nico bei seinem Treueschwur auch an Vater Keke, der war 1982 Weltmeister - und saß damals in einem Williams. Ihm sei natürlich nicht entgangen, dass er in der Winterpause ein "interessanter Kandidat" auf dem Fahrer-Karussell gewesen sei, sagt Nico Rosberg.

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McLaren-Mercedes war interessiert

Sein Wechsel zu McLaren-Mercedes als Nachfolger des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso (Spanien) schien nur Formsache. Doch Williams widerstand dem Lockruf des Geldes, statt des in Wiesbaden geborenen Rosberg sitzt in diesem Jahr der Finne Heikki Kovalainen im Silberpfeil. Es sei toll, dass Williams überhaupt nie überlegt habe, ihn zu verkaufen, meint Rosberg vor dem Start in die Formel-1-Saison 2008 am Sonntag (ab 5.15 Uhr im T-Online Live-Ticker) in Melbourne nicht ohne Stolz. "Das gibt mir Vertrauen ins Team, dass wir das Zeug haben, nach vorne zu kommen", sagt der Blondschopf.

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Jeder bekommt, was er verdient

Wäre er zu McLaren-Mercedes gegangen, hätte er schon in seinem dritten Formel-1-Jahr für ein absolutes Top-Team fahren können, mit der Chance auf den WM-Titel. War die Absage eine verpasste Chance? Rosberg ganz cool: "Man muss in der Formel 1 Geduld haben. Früher oder später kommt das sowieso, wenn man es verdient." Er sei sehr glücklich, wo er im Moment fahre: "Ich habe ein tolles Team, ich verstehe mich gut mit allen. Zusammen können wir etwas aufbauen."

Bereits viel gelernt

Bei McLaren-Mercedes wäre er wohl nur die Nummer zwei hinter Vize-Weltmeister Lewis Hamilton (Großbritannien) gewesen, bei Williams ist er jedoch die unangefochtene Nummer eins. Das sei natürlich ein tolles Gefühl, gesteht Rosberg: "Das ist eine tolle Position, in der ich jetzt bin, und ich freue mich auf die Aufgabe. "Auf der anderen Seite weiß er auch, dass Williams jetzt viel mehr von ihm erwartet, zumal sein neuer Teamkollege Kazui Nakajima (Japan) noch unerfahren ist. Er habe allerdings in den vergangenen Jahren sehr, sehr viel gelernt, sagt Rosberg: "Ich bin mittlerweile technisch auf einem sehr guten Niveau, weil ich mich auch sehr dafür interessiere. Das ist auf jeden Fall eine meiner Stärken."

Heidfeld angreifen

Trotz aller Zuversicht geht Rosberg davon aus, dass die Bäume in dieser Saison nicht in den Himmel wachsen. "Wenn wir uns in der Konstrukteurs-WM um einen Platz steigern, von fünf auf vier, wäre das super", sagt der Williams-Pilot. Und dazu müsste man immerhin Renault oder BMW-Sauber schlagen, zwei Teams, die 2008 ihrerseits sehr ambitioniert sind. Bei Renault ist der verlorene Sohn Alonso zurück, bei BMW hofft Heidfeld auf den ersten Sieg. Und Heidfeld will er schließlich den Rang als deutsche Nummer eins streitig machen. "Es wäre natürlich super, wenn ich da zu Nick aufschließen könnte", sagt Rosberg. Doch zunächst sei für ihn das Wichtigste, wenn er sich vom neunten Platz in der Fahrer-WM etwas steigern könnte: "Und das erste Podium wäre etwas Tolles, wenn es klappen würde."

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