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Giovanni Trapattoni: Legendäre Wutrede beim FC Bayern feiert Jubiläum

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Giovanni Trapattoni  

Jubiläum der Wutrede: 10 Jahre "Was erlauben Strunz?"

10.03.2008, 08:50 Uhr | sid

Giovanni Trapattoni (Foto: imago)Giovanni Trapattoni (Foto: imago) Als am 10. März 1998 die Tür zum Pressestüberl bei Bayern München aufging, ahnte noch niemand, dass die bis heute berühmteste Ansprache der Bundesliga-Geschichte folgen sollte. Mit sieben Zetteln bewaffnet betrat der damalige Trainer Giovanni Trapattoni zwei Tage nach einer 0:1-Niederlage des deutschen Rekordmeisters bei Schalke 04 den kleinen und überfüllten Raum an der Säbener Straße - und startete seine zur Legende gewordene "Flasche-leer"-Brandrede.

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"Ich wollte wachrütteln"

Eine Minute und 56 Sekunden dauerte der emotionale Ausbruch des italienischen "Maestro". Was blieb, waren Sprüche, die längst Geschichte sind. "Was erlauben Strunz", "schwach wie eine Flasche leer" oder "ich habe fertig" gehören bis heute, genau zehn Jahre danach, zum deutschen Allgemeingut. "Egal, wo ich heute noch hinkomme: Ich werde immer auf diese Geschichte angesprochen. Heute muss ich selbst darüber schmunzeln", sagt Trapattoni im Rückblick. Er sei einfach sauer auf die Mannschaft gewesen, "ich wollte mit dieser Rede wachrütteln" - was dem "Mister" eindrucksvoll gelungen ist.

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"Wir müssen heute noch lachen"

Vor allem Thomas Strunz dürfte der Weckruf seines damaligen Trainers noch heute in den Ohren klingeln. "Strunz! Strunz ist zwei Jahre hier, hat gespielt zehn Spiele, ist immer verletzt. Was erlauben Strunz?", brüllte Trapattoni sichtlich erregt in die Mikrofone. Er wollte aber keineswegs einen einzelnen Spieler an den Pranger stellen, auch nicht "diese Mehmet (Scholl, d. Red.) oder Basler", sagt der Italiener heute: Er habe oft mit Strunz über diese Rede gesprochen, "wir müssen heute noch darüber lachen".

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Hörwick ließ die Sache laufen

Gemischte Gefühle hatte damals Bayerns Mediendirektor Markus Hörwick. "Was tun? Den Ausbruch des Vesuvs bremsen? Unmöglich! In diesem Moment musste man die Sache laufen lassen. Und ganz ehrlich: Ich wusste selbst auch nicht so genau, ob ich dieses Feuerwerk mit einem Lächeln oder ernst verfolgen sollte", erzählte Hörwick dem "Bundesliga-Magazin".

Notlüge stoppte Trapattoni

Vor allem aber verhinderte Hörwick eine Fortsetzung der Rede. Denn nach "ich habe fertig" wollte Trapattoni auf dem Weg in die Kabine eigentlich noch einmal umdrehen: "Habe noch etwas vergessen", sagte er, doch Hörwick drängte den Italiener in sein Büro und konnte ihn schließlich mit der kleinen Notlüge besänftigen, dass keiner mehr im Presseraum sei - doch dort herrschte helle Aufregung.

Hoeneß und Co. konnten es nicht glauben

Als Hörwick gleich danach Präsident Franz Beckenbauer sowie den Vorstand mit Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Karl Hopfner, die nebenan getagt hatten, über die Wut-Rede des Trainers informierte, meinten die nur lapidar: "Du übertreibst." Doch Hörwick hatte keineswegs übertrieben. Am Abend jenes 10. März war der Ausbruch des Bayern-Trainers Aufmacher diverser TV-Nachrichten-Sendungen - und heute ist die Wutrede von Trapattoni längst Legende und hat auf dem Video-Portal "YouTube" mehrere Hunderttausend Klicks.

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