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Segeln - America's Cup: Jochen Schümann gibt nicht auf

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Segeln  

Schümann gibt nicht auf

12.02.2010, 23:02 Uhr | dpa

Jochen Schümann (Foto: imago)Jochen Schümann (Foto: imago) Das deutsche America's-Cup-Segelteam wird zum 31. März aufgelöst. Die Verträge sämtlicher Mitarbeiter laufen zu diesem Zeitpunkt aus und werden nicht verlängert. Die Deutsche Challenge AG bleibt jedoch als Projektdach zunächst bestehen. Diese Entscheidung trafen die drei Hauptsponsoren United Internet, die Audi AG und Porsche Consulting angesichts der unsicheren Zukunft des America's-Cups bei ihrem Krisengipfel in Ingolstadt.

Hoffnung für die Zukunft

"Wenn man nicht segeln kann, macht es keinen Sinn, Segler zu haben", sagte Teamsprecher Michael Mronz, "es gibt angesichts der Rechtsstreitigkeiten und der ungewissen Zukunft einfach zu viele Fragezeichen. Wir haben keine Grundlage, auf der wir weitermachen könnten." Einzige positive Nachricht laut Mronz: Für die Zukunft haben sich alle drei Partner klar dazu bekannt, weitermachen zu wollen.

Schümann kritisiert Entscheidung

Sportchef Jochen Schümann hatte bis zuletzt für den Weiterbetrieb des Teams gekämpft. Der zweimalige America's Cup-Sieger sagte: "Ich bin nicht ohne Verständnis für die Entscheidung, aber es ist natürlich hart, ohne Training und Entwicklung weiter nach vorne zu kommen. Die Entscheidung unserer Partner ist verständlich, aber nicht richtig und natürlich für uns als Team schwer zu akzeptieren."

Grand-Prix-Serie als Alternative geplant

Eine Kerntruppe in Schümanns Team bemüht sich derzeit intensiv um Alternativ-Projekte für die Saison 2008. Im Gespräch ist eine Grand-Prix-Serie auf den bisherigen America's Cup-Yachten in mehreren europäischen Hafenstädten nach dem Vorbild des 2006 vor Kiel ausgetragenen German Sailing Grand Prix. Kommt die Serie zustande, dann gibt es seitens der Partner Interesse, dort mitzumachen, sagte Mronz. Das Basis-Camp der deutschen Mannschaft in Valencia wird aber vorerst geschlossen.

Rechtsstreit zieht sich hin

Im Ringen um die Macht im America's Cup zwischen Cup-Verteidiger Alinghi und dem US-Segelrennstall BMW Oracle Racing wird seit Wochen auf die Entscheidung des Obersten New Yorker Landesgerichts gewartet. Für zusätzliche Komplikationen sorgte eine von Team New Zealand in der vergangenen Woche gegen Alinghi eingereichte Schadenersatzklage in zweistelliger Millionenhöhe.

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