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VfB Stuttgart siegt bei Energie Cottbus | 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga

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22. Spieltag - Nachholspiel  

Wichtiger Auswärtssieg für den VfB Stuttgart

11.03.2008, 21:08 Uhr | dpa, t-online.de

Stuttgarts Torschütze Meira (l.) lässt sich feiern (Foto: ddp)Im Nachholspiel des 22. Spieltags hat der VfB Stuttgart seine Siegesserie weiter ausgebaut. Mit dem knappen 1:0 (1:0)-Auswärtssieg bei Energie Cottbus gewann der amtierende Deutsche Meister bereits sein viertes Spiel in Folge und stellte so den Anschluss an die UEFA-Cup-Ränge her. Während die Schwaben mit Platz sechs der Tabelle die bislang beste Saisonplatzierung erreichten, rückt für Tabellenschlusslicht Cottbus der Abstieg immer näher. Das Tor des Tages im Stadion der Freundschaft erzielte vor nur 13.150 Zuschauern VfB-Kapitän Fernando Meira nach einer halben Stunde.

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Cottbus-Kapitän Rost gesperrt

Nachdem die Partie am ersten Märzwochenende wegen des Orkantiefs «Emma» ausgefallen war, gehen in der Lausitz langsam die Erstligalichter aus. Bei einer ähnlich trostlosen Vorstellung droht am Samstag gegen Rekordmeister Bayern ein Debakel. Zu allem Unglück muss Energie-Kapitän Timo Rost wegen der fünften gelben Karte auch noch zuschauen.

Veh: "Sieg geht in Ordnung"

"Wir haben das Spiel klar kontrolliert. Wichtig war, dass wir aus einer Standardsituation ein Tor machen und hinten gut stehen. Der Sieg geht in Ordnung", analysierte VfB-Trainer Armin Veh, "Cottbus hat uns nicht greifen können, weil wir relativ schnell gespielt haben." Matchwinner Meira begründete den Erfolg ebenfalls mit der starken Defensive und resümierte: "Wir sind wieder da oben, wo wir hin wollen." Bei den Verlierern herrschte dagegen Katerstimmung. "Wir werden es weiter versuchen. Wir haben vom kämpferischen her heute ein ganz anderes Bild gezeigt, aber der letzte Pass hat gefehlt", sagte Energie-Coach Bojan Prasnikar, "unser Spiel war nicht schwach, aber zu wenig für einen Sieg."

Systemänderung bringt nichts

Drei Tage nach dem furiosen 6:3 gegen Werder Bremen mussten die Schwaben auf den leicht verletzten Torgaranten Gomez verzichten, für den der Ex-Cottbuser Sergiu Radu erstmals in die Anfangsformation rückte. Für die Energie-Fans war nach fünf sieglosen Auftritten ihrer Lieblinge die Botschaft ohnehin klar: "Jetzt muss endlich Kampfgeist her, sonst bleiben unsere Plätze leer!", stand auf zahlreichen Plakaten. Energie-Coach Bojan Prasnikar versuchte es mit einer Systemänderung von 4-4-2 auf ein sehr defensives 3-4-2-1, doch die erste Möglichkeit hatte der VfB. In der 11. Minute köpfte Roberto Hilbert eine lange Flanke von Thomas Hitzlsperger an den Pfosten.

Zweites Saisontor für Meira

Spielerische Phantasie schien bei der anfänglichen Sicherheitsvariante der verunsicherten Gastgeber anfangs nicht gefragt. Einsatz und Wille stimmten, Effektivität und Passgenauigkeit fehlten. Die Anhänger wurden schon nach einer halben Stunde ungeduldig und pfiffen. Den Stuttgartern genügten konzentrierter Prozentfußball - und gefährliche Standardsituationen. Nach genau einer halben Stunde veredelte der angeschlagene VfB-Abwehrchef Fernando Meira (Adduktoren) mit seinem zweiten Saisontor eine Ecke des Mexikaners Pavel Pardo ungestört per Kopf zum 0:1.

Mangelndes Selbstvertrauen in der Lausitz

"Wir geben alles, aber man spürt, den Spielern mangelt es an Selbstvertrauen", gab Cottbus-Manager Steffen Heidrich zur Pause zu und erstickte eine vermeintliche Trainer-Demontagediskussion gleich im Keim, "wir sind mit Bojan Prasnikar sehr zufrieden." Immerhin intensivierten seine Angestellten auf dem neu verlegten Rasen in den zweiten 45 Minuten ihre Offensivbemühungen, aber das gestalterische Vakuum erleichterte den gut gestaffelten Stuttgartern die Abwehrarbeit.

Gefahr erst in der Schlussphase

Große Torgefahr ging von beiden Mannschaften nicht aus. Das Team von Armin Veh verwaltete die Führung, Cottbus rumpelte vor sich hin. Seit dem 14. Dezember 2007 ohne Dreier, seit dem 5:1 gegen Hannover durch den seelischen Ballast von Abstiegssorgen gelähmt, war das Auffälligste beim FC Energie die Unauffälligkeit. Erst in der 81. Minute hatte Energie seine erste richtig gefährliche Torchance durch den eingewechselten Chinesen Jiayi Shao - zu wenig für eine positiven Emotionenschub. Mit Durchschnittsware brachte der VfB den 13. Saisonsieg nach Hause.

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