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Greift irgendwann wirklich der DFB ein?

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Karlsruher SC - Maik Franz  

Greift irgendwann wirklich der DFB ein?

16.03.2008, 15:07 Uhr | t-online.de, dpa

Karlsruhes Maik Franz (Foto: imago)Karlsruhes Maik Franz (Foto: imago) Maik Franz schert die ligaweit immer hitziger geführte Diskussion um seine Person wenig. "Vielleicht treffen sich all die Leute mal und schreiben einen Beschwerdebrief an den DFB", bemerkte der seit der "A...loch"-Entgleisung seines Stuttgarter Gegenspielers Mario Gomez verstärkt ins Visier von Kollegen und Medien geratene Manndecker des Karlsruher SC nach der 0:1-Heim-Niederlage des Aufsteigers gegen die Frankfurter Eintracht sarkastisch. Die 90 Minuten der Badener gegen die Adler vom Main belegten Franz' Potenzial, Gift in eine ansonsten faire Auseinandersetzung zu bringen. Die Duelle mit Gäste-Kapitän Ioannis Amanatidis heizten die Atmosphäre auf dem Rasen auf. "Gegen solche Leute muss man sich wehren. Das kann man sich nicht gefallen lassen", erklärte der griechische Nationalstürmer im ZDF-Interview.

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Nicht viel im Kopf

Der Routinier, der nach einem Revanchetritt gegen Franz Glück gehabt hatte, nicht schon kurz vor dem Seitenwechsel unter die Dusche zu müssen und mit Gelb davonkam, wurde noch deutlicher: "Ich weiß nicht, was in seinem Kopf vorgeht. Viel wird das nicht sein." Amanatidis forderte den DFB unverblümt auf, "solche Leute" mindestens abzumahnen, wenn nicht gleich zu sperren. "Wenn der Schiedsrichter das nicht sieht, müssen es andere Leute tun."

"Franz foult nicht"

Doch darin liegt die Crux: Franz, der seine provokante Spielweise als fair beschreibt, wenn er auch die Grenze des Erlaubten immer ausreize, sah in 22 Partien dieser Saison noch keine Rote Karte. Und auch seine Verwarnungsstatistik fällt mit sechs Gelben Karten vergleichsweise harmlos aus - angesichts der Aufregung, die inzwischen um den neuen "Bad Guy" der Liga entstanden ist. Für Franz und seine Fans im Wildpark ohnehin nicht nachvollziehbar. In der vergangenen Saison hatten die Anhänger den früheren Wolfsburger zum beliebtesten Spieler gewählt. "Maik Franz foult nicht, seine Gegner knien vor ihm nieder", prangte gegen die Eintracht von einem Plakat, für das die C-Juniorinnen des KSC das Copyright übernahmen.

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Auf dem Platz ein anderer Mensch

Franz gilt abseits des Platzes als ehrliche Haut und klasse Kumpel: "Ich bin ein friedlicher und sympathischer Mensch", sagte er selbst, doch dies ändere sich auf dem Platz, weil es dort um so viel gehe. Deshalb: "Ich werde meine Spielweise nicht ändern."

So viele Menschen können sich nicht täuschen

Die mündete gegen Frankfurt in ein Privatduell mit Amanatidis, der später kein gutes Haar an seinem Kontrahenten ließ. "Es haben sich ja schon quer durch die Republik einige beschwert. Da muss ja was dran sein", erklärte der wie Franz 26-Jährige und verwies auf VfB-Torjäger Gomez und Wolfsburgs Trainer Felix Magath, der Franz ebenfalls provokantes Spiel vorgeworfen hatte. "Ein Fußballspiel sollte ein Fußballspiel bleiben", sagte Amanatidis. Die Stadionzeitung hatten beide offensichtlich nicht gelesen. Da hieß es in einer Anzeige für Fair Play: "Den Ball und nicht die Gefühle anderer mit Füßen treten."

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Hitzige Minuten kurz vor dem Pausentee

Schiedsrichter Günter Perl musste die Streithähne Franz und Amanatidis mehrfach trennen - bis der Grieche zur Halbzeit angeschlagen ausgewechselt wurde. Franz hatte Minuten zuvor im Fallen gegen Amanatidis nachgetreten, dessen Foul aber vorausgegangen war und richtigerweise geahndet wurde. Der Frankfurter blieb jedoch verletzt am Boden liegen, musste hinausgeführt und behandelt werden. Nachdem Franz kurz drauf Amanatidis' tschechischen Nebenmann Martin Fenin per Ellbogencheck im Luftkampf ebenfalls zu einer unfreiwilligen Auszeit zwang, kochte die Volksseele im Gästeblock - und auf der Bank der Mainstädter. Cheftrainer Friedhelm Funkel stand später kurz vor dem Verweis auf die Tribüne.

Aktionen und Reaktionen

Im zweiten Abschnitt setzten sich die Tumulte um Zweikämpfe von und mit Franz fort: Der erfahrene Österreicher Markus Weissenberger ließ Franz voll beabsichtigt auflaufen, dafür legte sich der Manndecker später mehrfach mit Amanatidis-Ersatz Evangelos Matzios an. Der Grieche packte - zu seinem Glück unbemerkt von Perl - zwischendrin auch mal den Ellbogen aus, um sich Franz vom Leib zu halten. Der forderte sowohl für Weissenberger und Mantzios erfolglos Ausschlüsse.

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Ansichtssache

Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel beließ es bei der Pressekonferenz bei freundlichen Worten, dafür wetterte Amanatidis weiter gegen Franz: "Solche Personen machen das Fußballspiel kaputt. Mittlerweile kann man die Leute gar nicht mehr zählen, die sich über Franz beschweren." Dem fehlte für die Aufregung jegliches Verständnis: "Ich weiß gar nicht, was die alle rumkrakeelen. Der Amanatidis hat die Gelbe Karte bekommen - nicht ich. Der hat mindestens genauso viel Foul gespielt wie ich. Aber ich stelle mich deshalb nicht hin und fange an zu weinen."

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