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Man spricht wieder deutsch auf dem Podium

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Formel-1-Kolumne  

Man spricht wieder deutsch auf dem Podium

17.03.2008, 09:22 Uhr | t-online.de

Aus Melbourne berichtet Elmar Brümmer

Die rasende Nationalmannschaft: Vettel, Rosberg, Heidfeld, Glock, Sutil (v.li, Foto: dpa)Die rasende Nationalmannschaft: Vettel, Rosberg, Heidfeld, Glock, Sutil (v.li, Foto: dpa) Es mag ja sein, dass der Große Preis von Australien nur bedingt dazu taugt, um die wahren Kräfteverhältnisse der neuen Formel-1-Saison zu erkennen. Aber dass der Straßenkarneval im Albert Park nahtlos an den hohen Unterhaltungswert des letzten WM-Jahres ansetzt, ist ein Versprechen an alle Motorsportfreunde. Mehr Spektakel als in den 94 Minuten von Melbourne hat selbst die Bundesliga-Überraschung von Cottbus nicht geliefert. Und am Ende waren die Roten hie wie da die Dummen...

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Fotos, Fotos, Fotos Impressionen aus Melbourne
Rennbericht Heidfeld und Rosberg strahlen bei Hamilton-Sieg

Schumacher... wer war noch gleich Schumacher?

Außer Ferrari, auch das lehrt die Momentaufnahme des Formel-1-Aufgalopps, vermisst offenbar niemand mehr einen Schumi. Richtig, wir befinden uns ja aus deutscher Sicht in einer besonderen Situation: Erstmals seit 17 Jahren kein Schumacher mehr am Start. Die Chance auf eine Neufassung der deutschen Renngeschichte wirkt offenbar befreiend auf die Beteiligten. Nick Heidfeld und Nico Rosberg haben sich sogar dort ein Überholduell geliefert, wo eigentlich kein Platz dafür ist - in der Boxengasse.

Zum Durchklicken
Überblick Fahrerwertung 2008
Überblick Teamwertung 2008

Motto des Wochenendes: Schwarz-Rot-Go!

Das zeigt sprichwörtlich, wie eng es geworden ist im Kampf um den Erfolg. Und wie deutsch. Zu den Plätzen zwei und drei der beiden Streithähne von Melbourne darf in der Teutonen-Wertung auch das hinzuaddiert werden, was Mercedes und BMW in Australien geleistet haben. Sowohl in der Qualifikation wie auch im Endergebnis haben die beiden deutschen Motorenhersteller die ersten beiden Plätze unter sich ausgemacht. Schwarz-Rot-Go!

Heidfeld: "Noch lange nicht am Limit"

Was für Mercedes-Sportchef Norbert Haug der "Beginn eines guten Rückspiels" nach der Skandalsaison 2007 war, ist für BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen erst die Hinrunde: "Auch wenn Ferrari deutlich unter Form war, sind wir sicher näher an der Spitze dran als gedacht. Diesen Kontakt nach oben gilt es jetzt zu festigen." Sein Pilot Nick Heidfeld nahm die Huldigungen für den zweiten Platz erstaunlich abgeklärt hin: "Wir sind noch lange nicht am Limit mit unserem Auto." Derjenige unter den fünf deutschen Piloten, der am längsten dabei ist und seit mehr als acht Jahren auf den Sieg wartet, hat nach dem verkorksten Beginn der Testsaison einen "Jetzt-oder-Nie"-Instinkt entwickelt.

Das Podest zur Hüpfburg umfunktioniert

Nico Rosberg kann sich für gewöhnlich gewählter ausdrücken als die meisten anderen Rennfahrer. Aber die erste Podiumsplatzierung in der Formel 1 ist eben etwas ziemlich Außergewöhnliches, und so machte er das Podest zur Hüpfburg. Wie praktisch, dass er mit seinem alten Kumpel Lewis Hamilton feiern konnte, nachdem das Verhältnis zu Heidfeld an diesem Nachmittag doch eher unterkühlt war. Die Worte sprudelten anschließend nur so heraus aus dem Williams-Piloten, was immer wieder hängen blieb war aber die Feststellung: "Ein Wahnsinn!"

Rosberg nach Singapur, Heidfeld nach Malaysia

Die große Party musste einstweilen vertagt werden, da der Tages-Dritte am gleichen Abend noch nach Singapur weiterflog, um dort die neue Strecke für den ersten Nacht-Grand-Prix zu inspizieren. Heidfeld spielt parallel dazu in Malaysia den Formel-1-Botschafter. Die Auftritte sind eigentlich Routine für ihn, diesmal wird er besonders beflügelt über seinen Rennfahrerberuf sprechen. Erfolg kann Menschen auch noch positiver machen.

Zwei Welten, aber eine rasende Nationalmannschaft

Die Quote auf dem Podium ist von der deutschen Fraktion der Formel 1 fürs Erste mehr als erfüllt worden, weshalb die drei Ausfälle von Melbourne schnell verkraftet werden können. Sebastian Vettels abgewürgter Motor machte im Nu den hervorragenden neunten Startplatz zunichte; Timo Glock hatte Glück im Unglück, als sein Toyota spektakulär auf einer Bodenwelle in der Auslaufzone abhob, und Adrian Sutil konnte mit einem eilig zusammengestückelten Force India nichts für sein frühes Aus. Zwei Welten bei diesem Rennen - aber eine rasende Nationalmannschaft.

Ergebnisse Das erste freie Training im Überblick
Ergebnisse Das zweite freie Training im Überblick
Ergebnisse Das dritte freie Training im Überblick
Ergebnisse Das Qualifying im Überblick
Ergebnisse Das Rennen in Melbourne im Überblick

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