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Schwimm-EM in Eindhoven: Coach Madsen beklagt Mutlosigkeit

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Schwimm-EM in Eindhoven  

Spanien sahnt ab - Coach Madsen beklagt Mutlosigkeit

10.02.2010, 07:17 Uhr | dpa

Gemma Mengual (Foto: dpa)Gemma Mengual (Foto: dpa) Chefcoach Örjan Madsen hat zum Beginn der Schwimm-Wettbewerbe bei den Europameisterschaften in Eindhoven über Mutlosigkeit bei einem Teil deutscher Athleten und Trainer geklagt. "Es gibt zu viele, die zu viel Angst haben und die sich nicht stellen wollen", sagte der Norweger. "Das ist ein grundsätzliches Problem", ergänzte er kritisch. Obwohl 18 deutsche Schwimmer die Kriterien für einen Start erfüllt hatten, nehmen nur neun die Chance wahr. Weil Helge Meeuw (Frankfurt/Main), Titelverteidiger über 50 Meter Rücken, erkrankt ist, könnte die Zahl sogar auf acht sinken. Von sechs möglichen Staffeln meldete der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) nur eine und verzichtet zwangsweise auf seinen Status als Nummer eins in Europa. Derweil erwischte Spanien zum EM-Auftakt einen Start nach Maß und sicherte sich gleich die ersten vier Goldmedaillen.

Gemma Mengual ist der Star des ersten Tages

Angeführt von der überragenden vierfachen Europameisterin Gemma Mengual haben sie alle vier Titel gewonnen. Zunächst holten Mengual und Andrea Fuentes überlegen Gold im Duett. Anschließend belegte Spanien auch in der Kombination den ersten Platz. Das spanische Duett (97,800 Punkte) siegte vor Italien mit Beatrice Adelizzi/Giulia Lapi (94,400) und der Ukraine mit Darja Juschko/Xenia Sidorenko (93,900). Auch in der Kombination, in der die Elemente Solo, Duett und Gruppe in einer fünfminütigen Präsentation vereint werden, war Spanien (97,900) vor Italien (95,100) und der Ukraine (94,100) überlegen. Die weltweit dominierenden Russinnen hatten auf Duett, Gruppe und Kombination verzichtet.

Deutsche Teilnehmer ohne Medaillenchance

Lisa Lacker/Iris Zeppenfeld hatten im Duett-Vorkampf auf Platz 14 unter 18 Startern das Finale der besten Zwölf verpasst. In der Kombination belegte die Mannschaft des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) Rang zehn. Schwächer waren nur Ungarn und die Türkei.

Örjan Madsen (Foto: dpa)Örjan Madsen (Foto: dpa)

Madsen findet deutliche Worte

Trotz einer sehr differenzierten Einschätzung und "bei allem Verständnis" für die absolute Priorität Olympia deutete Madsen an, dass er Courage vermisst: "Man muss den Mut haben, sich zu stellen." Der DSV-Sportdirektor warnte vor möglichen Negativ-Folgen bei seinen Nicht-Schwimmern: "Genau diese Einstellung wird bei den deutschen Meisterschaften und bei Olympia viele einholen."

Umdenken gefordert

Das Gros der nationalen Elite will die Vorbereitung auf die DM in Berlin (18. bis 23. April) als einzige Qualifikation für Peking nicht zugunsten einer EM unterbrechen. Dass die Titelkämpfe in der Periodisierung zeitlich ungünstig lägen, "muss man so hinnehmen", forderte der Cheftrainer zu einem grundsätzlichen Umdenken derjenigen auf, die auf den EM-Start und damit auch auf die Möglichkeit verzichteten, sich zusätzliche Wettkampfhärte zu holen.

Stillstand statt Fortschritt

Madsen ließ viel Skepsis erkennen. Vor zwei Jahren hatte er sein Amt mit dem globalen Anspruch auf Weltklasse angetreten. Bei der EM 2006 in Budapest wurde dies durch die Power-Frauen um die in Eindhoven verletzt fehlende Weltrekordlerin Britta Steffen weitgehend erfüllt, bei den Weltmeisterschaften 2007 in Melbourne gab es heftige Rückschläge. "In einigen Gebieten sind wir kaum einen Millimeter weitergekommen", sagte Madsen.

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