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Ferrari  

Todts Waterloo nach Ferrari-Fehlstart

19.03.2008, 13:51 Uhr | sid, Motorsport-Total.com

Rücktritt bei Ferrari: Jean Todt (Foto: dpa)Rücktritt bei Ferrari: Jean Todt (Foto: dpa) Ferrari kommt nicht zur Ruhe: Nach dem Fehlstart in die Formel-1-Saison 2008 erlebte "Napoleon" Jean Todt sein Waterloo. Der Franzose trat angeblich aus privaten Gründen von seinem Posten als Generaldirektor zurück. Doch hinter den Kulissen heißt es, dass der Ziehvater von Michael Schumacher auf Anweisung von Präsident Luca di Montezemolo gehen musste. Denn Todt hat die Rennabteilung schließlich aufgebaut, die das Debakel in Melbourne erlebte, und ist letztlich dafür verantwortlich.

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Motoren werden untersucht

In Maranello wird fieberhaft gearbeitet, um den Grund für die beiden Motorschäden herauszufinden, die Weltmeister Kimi Räikkönen und Teamkollege Felipe Massa stoppten. "Das macht uns die meisten Sorgen und lässt uns nicht in Ruhe. Wir müssen reagieren", meinte Teamchef Stefano Domenicali. Und deshalb wird das Weltmeisterteam mit neuen Motoren beim zweiten WM-Lauf am Sonntag in Kuala Lumpur antreten. "Die betroffenen Motoren wurden zurück nach Italien gebracht, wo unsere Ingenieure sie bis ins Detail untersuchen werden", sagte ein Ferrari-Sprecher. Erst danach könne man sicher sagen, was das Problem sei. Angeblich soll ein Ventilschaden die Motorschäden ausgelöst haben.

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Privatfehde zwischen Todt und Montezemolo

Mit Todts Abschied endet eine goldene Ära bei den Roten. Denn nach Technikguru Ross Brawn, Aerodynamikchef Rory Byrne und Rekordweltmeister Schumacher war Todt der Einzige aus dieser Epoche, der noch eine offizielle Ferrari-Funktion ausübte. Montezemolo hätte sich laut italienischer Medien am liebsten schon 2007 von dem Franzosen getrennt, weil Todt auf Massa gesetzt haben soll und nicht auf Räikkönen, den der Präsident stolz im Alleingang verpflichtet hatte.

Überblick Fahrerwertung 2008
Überblick Teamwertung 2008

Todt wollte Massa zur Nummer eins aufbauen

Todts Interesse an Massa war verständlich, sein Sohn Nicolas ist schließlich der Manager des Brasilianers. Montezemolo aber war stocksauer: "Ich habe Räikkönen nicht eingestellt, um hinter Massa herzufahren", sagte der Italiener erbost - das war der Anfang vom Ende für den damaligen Rennleiter Todt. Der Franzose wollte Massa Gerüchten zufolge als neue Nummer eins hinter Schumacher aufbauen. Als das aber schief ging, erklärte der siebenmalige Weltmeister seinen Rücktritt - möglicherweise ein Jahr früher als geplant.

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Scharfe Kritik an Räikkönen

Schumachers Nachfolger Räikkönen will den Ausfall in Melbourne, wo er letztlich noch als Achter gewertet wurde und einen WM-Punkt erhielt, schnell abhaken. "Das einzig Positive ist, dass wir es hinter uns haben", sagte der Weltmeister. Räikkönen musste sich allerdings auch deutliche Kritik gefallen lassen. "Es hat mich überrascht, dass Kimi so kopflos gefahren ist", sagte der frühere Formel-1-Pilot Marc Surer.

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Ferrari setzt auf Malaysia

Natürlich sei er enttäuscht, meinte der Finne: "Es macht jetzt aber keinen Sinn, darüber nachzudenken, was drin gewesen wäre, wir wären so oder so nicht ins Ziel gekommen." Doch Räikkönen ist nach Melbourne nachdenklich geworden. Der Mangel an Zuverlässigkeit sei ein wirkliches Problem für ihn, räumte der Weltmeister ein. Er baut allerdings darauf, dass die Saison für ihn in Malaysia nun erst richtig losgehe, sagte Räikkönen: "Ich habe dort 2003 meinen ersten Sieg geholt. Ich bin fest davon überzeugt, dass Ferrari wiederkommen wird." Auch im Fahrerlager erwartet man einen Großangriff der Roten: "Dieser chaotische Start wird Ferrari wieder aufwecken. In Malaysia werden wir die Wahrheit herausfinden, wer die Nummer eins ist, McLaren-Mercedes oder Ferrari", sagte Surer.

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