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Ein Wochenende zwischen Licht und Schatten

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Formel-1-Kolumne  

Ein Wochenende zwischen Licht und Schatten

24.03.2008, 10:12 Uhr | t-online.de

Aus Malaysia berichtet Elmar Brümmer

Licht und Schatten bei Ferrari: Kimi Räikkönen (li.) und Felipe Massa (Foto: dpa)Licht und Schatten bei Ferrari: Kimi Räikkönen (li.) und Felipe Massa (Foto: dpa) Einmal Krise und wieder raus innerhalb von sieben Tagen: In diesem Tempo kann sich nur die Formel 1 neu erfinden. Und die Kehrtwende als weltmeisterliche Tugend hat Ferrari offenbar nicht eingebüßt. Schade nur, dass man Kimi Räikkönen kaum ansieht und schon gar nicht anhört, ob er zehn Punkte oder nur einen mit nach Hause nimmt. Der einzige Wermutstropfen nach dem großen Comeback in Malaysia, als er blinzelnd vom Siegerpodium herunterstieg: "Der Champagner gehört in den Mund, nicht ins Auge." Nach dem Debakel mit dem Ehrenpünktchen in Melbourne folgte vor den Toren Kuala Lumpurs die Wiederaufführung des Erfolgsstreifens "Kimi allein der Herr im Haus".

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Domenicali: "BMW macht die WM spannender"

Der Große Preis von Malaysia konnte zwar das Chaos von Melbourne nicht würdig fortführen, dafür ist es an der Spitze wirklich bunt gemischter geworden. Mal Silber, Mal Rot, dazwischen zuverlässig Weiß-Blau - aus dem Zweikampf ist ein Dreikampf geworden. Und Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali bilanziert nach dem ersten Sieg seiner Amtsperiode: "BMW macht die Weltmeisterschaft spannender. Und schwerer. Sie sind da."

Überblick Fahrerwertung 2008
Überblick Teamwertung 2008

Todt als Aufpasser in der zweiten Reihe

Da ist Ferrari. Dazu hätte man allerdings gar nicht Jean Todt, den Über-Rennleiter einfliegen müssen. Am Dienstag noch in allen Würden aus dem Job als CEO zurückgetreten und hinauf in den Ferrari-Aufsichtsrat gelobt, stand er am Freitag schon wieder in der Box. Zwar nur in ungewohnter zweiter Reihe, aber immerhin. Die Botschaft war deutlich: Ich habe noch ein Auge drauf. Vielleicht muss er mehr auf seinen Sohn Nicolas (genannt "Todtolino") und dessen Schützling Felipe Massa aufpassen.

Keine Ausrede für Massas Ausrutscher

Der Brasilianer wächst, was die unglücklichen Ausfälle angeht, als Nachfolger von Rubens Barrichello heran. Seiner Pole-Position wurde er durch einen perfekten Boxenstopp von Kollege Räikkönen, der etatmäßigen numero uno, beraubt - nicht weiter schlimm, der Sieg blieb ja in der Familie. Aber aus dem Rennen hat er sich in Runde 31 ganz allein gekegelt. Ein Bild des Elends, als er sich rückwärts in den Kies drehte und mit durchdrehenden Reifen hängen blieb. Weit und breit niemand zu sehen, am Auto nichts festzustellen, entsprechend dürftig die Ausreden: Es gibt eigentlich keine.

Medien suchen bereits nach einem Nachfolger

Oder doch, eine kleine. Bei der Fahrt über den Bordstein sei die Nummer zwei aus dem Gleichgewicht gekommen. Wenn Massa ("Das ist nicht der Saisonstart, wie ich ihn mir vorgestellt habe") es weiterhin derart vermasselt, dann kegelt er sich irgendwann aus dem Team. Die italienischen Journalisten basteln bereits an Nachfolgeregelungen, von Sebastian Vettel über Nico Rosberg bis Fernando Alonso.

Spalier stehen für den neuen Teamchef

Aber zunächst hatten die Vertreter der Gazetten eine sehr ehrenvolle Aufgabe im Ferrari-Teamzelt zu Sepang: Sie standen Spalier, um Domenicali die Hände zu drücken. Den Beistand hätte der 42-Jährige mal unter der Woche brauchen können. Er genießt den neuen Ruhm vorsichtig, schließlich bieten die letzten zehn Tage ein Bild der Widersprüchlichkeiten, wie man es bei Ferrari aus der Vor-Todt-Ära kannte.

Zuverlässigkeit bleibt das große Manko

Aber der neue Junior-Chef ist ein Mann der Balance, gerade dann, wenn die Rennwagen oder die Rennfahrer selbige mal vermissen lassen: "Was mich am meisten glücklich macht ist die Tatsache, dass wir ruhig und gelassen geblieben sind. Wir wissen, dass wir noch einiges verbessern müssen, vor allem die Zuverlässigkeit. Aber unser Team hat mit großem Stil gezeigt, dass wir fähig sind, zu reagieren."

Das Wohlfühlklima für die Scuderia

Nach wie vor hat die Scuderia im Qualifying noch ein paar Probleme, und die Zuverlässigkeit der Motoren wird sich auch erst nach dem nächsten Rennen in Bahrain bewerten lassen. Noch ist diese Formel-1-Saison voll von Widersprüchlichkeiten. Scheinbar genau das richtige Klima für Ferrari, um sich wieder wohl zu fühlen.

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