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Fans laufen Sturm gegen Klinsmann

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FC Bayern München  

Fans laufen Sturm gegen Klinsmann

27.03.2008, 14:05 Uhr | t-online.de, dpa

Jürgen Klinsmann (Foto: imago)Jürgen Klinsmann (Foto: imago) Die mögliche Abschottung des FC Bayern München unter seinem künftigen Trainer Jürgen Klinsmann hat einen Sturm der Entrüstung bei Anhängern des deutschen Rekordmeisters ausgelöst. Als "totalen Schrott" und "echten Schmarrn" kritisierten aufgebrachte Anhänger in Leserbriefen an Münchner Zeitungen Überlegungen, die Profis künftig bei ihrem Training weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit auflaufen zu lassen. Und offenbar scheinen die Proteste Wirkung zu zeigen. Der Verein rudert zumindest teilweise zurück.

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Weiterhin öffentliche Trainingseinheiten an der Säbener Straße

"Mit Überraschung und Unverständnis verfolgt der Vorstand des FC Bayern München derzeit eine öffentliche Diskussion um Trainingseinheiten in der kommenden Saison 2008/09, die weder von uns verursacht noch in irgendeiner Weise bestätigt wurde. Der FC Bayern stellt deshalb klar, dass es auch in der neuen Saison weiterhin öffentliche Trainingseinheiten am Trainingsgelände an der Säbener Straße geben wird. Die Nähe zu den Fans und die Nähe der Fans zum FC Bayern ist eine Philosophie unseres Klubs, wie sie kaum anderswo in Deutschland und Europa so gelebt wird wie beim FC Bayern in München. Daran soll und wird sich nichts ändern: es wird auch in der Saison 2008/09 und darüber hinaus öffentliche Trainingseinheiten des Rekordmeisters an der Säbener Straße geben", heißt es in einer Presseerklärung der Münchner. In welchem Umfang dies geschehen wird, wurde zunächst nicht bekannt.

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"Wenn das so weitergeht, bleibe ich zu Hause"

Zuvor war es zu massiven Protesten der Fans gekommen. "Wenn er (Klinsmann, d. Red.) uns Fans aussperrt, dann kann er gleich auch vor leerer Arena spielen", wird Anhängerin Augustine Götz in der Münchner "Abendzeitung" zitiert. FCB-Fan Manfred Kolb wird mit den Worten zitiert: "Frechheit! Die Arena ist fast immer ausverkauft, da ist das Training doch die einzige Chance, die Stars mal live zu sehen." Thomas Stuffer vom Fanklub "A8-101 Rohrdorf" geht sogar noch einen Schritt weiter. "Das ist totaler Schrott. Die Fan-Betreuung ist beim FC Bayern insgesamt schlecht. Wenn das so weitergeht, bleibe ich in Zukunft zu Hause."

Rundumbetreuung für die Spieler

"Die Spieler sollen hier auf dem Gelände einfach Ruhe finden", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der "Sport Bild" die Maßnahmen Klinsmanns verteidigt. Demnach soll den Profis auf dem Vereinsgelände eine Rundumbetreuung ermöglicht werden - etwa mit Schlafgemächern für die Mittagspause. Endgültig entschieden ist beim Bundesliga-Spitzenreiter bisher aber nur, dass das Klubrestaurant im Mai schließen und dem geplanten Freizeit-Bereich für die Profis weichen muss.

"Trainingsplatz ist für die Mannschaft da"

Nach den Rummenigge-Aussagen hatte der Verein in einer vier Sätze langen Erklärung mitgeteilt, mögliche Änderungen des öffentlichen Trainings an der Säbener Straße sollten erst noch erörtert werden. Allerdings hatte der Vorstandschef ein Abschotten auf dem Vereinsgelände angedeutet: "Der Trainingsplatz ist für die Mannschaft und den Trainer da, das Stadion für die Fans", zitierte Rummenigge Arsenal-Trainer Arsène Wenger. Denkbar seien öffentliche Trainingseinheiten in der Allianz Arena.

Hoeneß: "Wir sind eine Oase"

"Alles was wir tun, machen wir nicht, um unsere Fans zu ärgern, sondern um die Mannschaft perfekt vorzubereiten. Wir prüfen im Moment verschiedene Optionen", sagte Manager Uli Hoeneß der "Bild". In der "Süddeutschen Zeitung" verwies Hoeneß auf die Praxis bei europäischen Spitzenklubs: "Es gibt nirgendwo ein Zuschauen beim Training, bei Milan nicht, bei Real nicht, bei Chelsea nicht. Wir beim FC Bayern sind hier bis jetzt eine Oase."

Hitzfeld erteilt keine Ratschläge

Trainer Ottmar Hitzfeld lehnte es am Donnerstag ab, in der Fan-Frage seinem Nachfolger Klinsmann Ratschläge zu erteilen. Der scheidende Coach zeigte aber Verständnis für die Gedankenspiele der Vereinsführung. "Im Sommer zum Beispiel war der Geräuschpegel hoch", erinnerte Hitzfeld an Trainingseinheiten vor mehreren 1000 Fans. "Da muss man schon mal einen Riegel vorschieben." Abwehrspieler Christian Lell sagte: "Wenn etwas alltäglich wird, wird es langweilig. Wenn der Zugang der Fans eingeschränkt wird, freuen sie sich vielleicht wieder mehr drauf."

"Geregelter" Acht-Stunden-Tag

Klinsmann will - ähnlich wie bei seinem Engagement beim DFB als Bundestrainer - die Strukturen des FC Bayern aufbrechen. So soll es zukünftig einen "geregelten" Acht-Stunden-Tag für Ribéry und Co. geben. Die Spieler kommen morgens zur Säbener Straße, trainieren, essen und ruhen sich aus, wenn sie weiter weg wohnen. Erst am Nachmittag fahren sie dann nach dem Training nach Hause.

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