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Das Chaos beim FCK nimmt neue Ausmaße an

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1. FC Kaiserslautern  

Das Chaos beim FCK nimmt neue Ausmaße an

01.04.2008, 14:03 Uhr | sid, t-online.de

Erik Jendrisek will nicht zahlen (Foto: imago)Erik Jendrisek will nicht zahlen (Foto: imago) Beim 1. FC Kaiserslautern kehrt einfach keine Ruhe ein - erst recht nicht nach der ernüchternden 0:2 (0:0)-Pleite beim VfL Osnabrück, einem direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Nach den Querelen um den zurückgetretenen Teammanager Fritz Fuchs und die Verpflichtung von Stefan Kuntz scheint das Chaos nun auch Mannschaft und Trainer erfasst zu haben. Der slowakische U21-Nationalspieler Erik Jendrisek, der an der Bremer Brücke noch aus disziplinarischen Gründen nicht zum Kader gehörte, stellt sich freiwillig ins Abseits und trainiert nun mit den Amateuren.

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Jendrisek wählt die Degradierung

Bei einem vermeintlich klärenden Gespräch zwischen Jendrisek und Trainer Milan Sasic stellte der Coach seinen Stürmer vor die Wahl, entweder eine Geldstrafe zu zahlen, oder künftig nur noch mit den Amateuren zu trainieren. Nicht nur zur Überraschung seines Übungsleiters wählte Jendrisek den Gang zur zweiten Mannschaft in die Oberliga Südwest. Sasic reagierte fassungslos auf die Entscheidung des Spielers: "Ich bin geschockt über diese Berufsauffassung und die Einstellung des Spielers zum FCK. Mit dem Begleichen der Geldstrafe wäre die Sache für mich erledigt gewesen."

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Trainer und Fans zweifeln am Klassenerhalt

Doch nicht nur das Verhalten von Jendrisek bereitet Sasic derzeit Sorgen. Der Glaube an den Klassenerhalt des Traditionsklubs hat nach der Niederlage einen herben Dämpfer erhalten, nicht wenige sprechen schon von einer Vorentscheidung. Zwar stehen noch acht Ligaspiele aus und der Rückstand beträgt fünf Punkte, doch Sasic scheint nicht mehr uneingeschränkt an eine Rettung zu glauben. "Wenn wir weiter so spielen, haben wir keine Chance. Ich habe einige Spieler mit Alibi-Fußball gesehen, und das in einer so wichtigen Partie", sagte der 49 Jahre alte Kroate. Auch die Fans hatten die Nase voll. Nicht einmal mehr die schrägen Hassgesänge kamen über ihre Lippen - so geschockt waren die Anhänger ob der Gruselvorstellung ihrer Mannschaft.

Bellinghausen: "Immer die gleiche Scheiße"

Die Leistung des ehemaligen Bundesligisten bei der Niederlage beim Neuling VfL Osnabrück war nur die erschütternde Fortsetzung der Chaostage am Betzenberg nach dem Rücktritt von Teammanager Fritz Fuchs und der dilettantisch geplanten und noch nicht vollzogenen Verpflichtung von Stefan Kuntz als Sportdirektor. Mit einem Sieg hätte man die Niedersachsen in der Tabelle überholen und die Abstiegsränge verlassen können. Dafür aber war die Vorstellung der Gäste zu erbärmlich. "Immer die gleiche Leier, immer die gleiche Scheiße", sagte Mittelfeldspieler Axel Bellinghausen, der von der harschen Fankritik als einziger ausdrücklich ausgenommen wurde.

Die Dosierung stimmt nicht

Tobias Sippel kann die bittere Niederlage nicht abwenden (Foto: imago)Tobias Sippel kann die bittere Niederlage nicht abwenden (Foto: imago) Beide Osnabrücker Tore durch Nico Frommer in der 46. und Pierre de Wit in der 76. Minute waren Einzelaktionen, bei denen die FCK-Hintermannschaft viel zu zögerlich agierte. Torwart Tobias Sippel hatte in beiden Situationen keine Chance, den Ball noch abzuwehren. Und wenn die Gästeakteure dann doch einmal im Zweikampf zur Sache gingen, fehlt es an der notwendigen Dosierung. Sascha Kotysch sah daraufhin in der 59. Minute die Gelb-Rote Karte, damit war die Partie vor 16.600 Zuschauern praktisch gelaufen.

Bauckhage verkennt die Lage

Nur Vorstandssprecher Hans-Artur Bauckhage konnte oder wollte den Ernst der Lage in Kaiserslautern, knapp zehn Jahre nach dem letzten Gewinn der deutschen Meisterschaft nicht erkennen: "Wir haben keine Chaos-Situation, alles ist nach wie vor geordnet." Eine Ignoranz, die dazu beitragen könnte, einen der beliebtesten deutschen Vereine zum prominentesten Gründungsmitglied der neuen dritten Liga zu adeln.

Beim VfL ist man optimistisch

Wie man hingegen mit einem Mini-Etat von 3,6 Millionen Euro (zum Vergleich: FCK neun Millionen Euro) ein echtes Team formt, dass spielerische Defizite durch engagierten Einsatz mehr als wettmacht, dafür boten die Platzherren einen beeindruckenden Anschauungsunterricht. Und Trainer Claus-Dieter Wollitz sieht seine Akteure auf einem guten Weg: "Wenn die Mannschaft so weitergeht, wird sie sich selbst mit dem Klassenerhalt belohnen."

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