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Ralf Schumacher träumt vom Formel-1-Silberpfeil

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Motorsport  

Ralf Schumacher träumt vom Formel-1-Silberpfeil

02.04.2008, 16:07 Uhr | sid

Ralf Schumacher träumt vom Silberpfeil (Foto: imago)Ralf Schumacher träumt vom Silberpfeil (Foto: imago) Für Ralf Schumacher wird es ernst. Nach zahlreichen Probefahrten hat der frühere Formel-1-Star am Sonntag seinen ersten großen Auftritt auf der DTM-Bühne. Bei der Saison-Präsentation der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Düsseldorf, zu der 200.000 Zuschauer entlang der Prachtmeile "Kö" erwartet werden, dürften zunächst alle Augen und Kameras auf "Schumi II" gerichtet sein. Doch der 30-Jährige, der bei Mercedes-Benz die Nachfolge von Publikumsliebling Mika Häkkinen (Finnland) antreten soll, zeigt sich bescheiden. Er wolle lernen und die Plattform DTM auch dazu nutzen, um an seinem Image zu arbeiten, gibt Ralf Schumacher unumwunden zu. In der DTM will er sein anderes Gesicht zeigen, er will beweisen, dass er nicht der arrogante Formel-1-Millionär ist, dem die Fans völlig egal sind.

Lehrling in einer neuen Serie

"Es gibt viel zu lernen für mich, aber ich habe Spaß dabei und stehe vor einer riesengroßen Herausforderung", sagt Ralf Schumacher. Er sehe sich zunächst als Lehrling in einer Serie auf höchstem Niveau, meint der Wahl-Salzburger, der in einem "Gebrauchtwagen" mit der Startnummer 11 ohnehin keine echte Siegchance hat. Mercedes-Sportchef Norbert Haug erwartet das neue Zugpferd "im hinteren Drittel des Feldes". Natürlich hätte er gern in der Formel 1 weitergemacht, aber nur in einem konkurrenzfähigen Auto, sagt Ralf Schumacher: "Das war Ende der letzten Saison leider nicht gegeben."

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Rückzug ins Privatleben

Und deshalb habe er sich nach dem Abschied von Toyota erstmal ins Privatleben zurückgezogen. Was der Bruder von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher allerdings verschweigt, ist die Tatsache, dass er zuvor sportlich kläglich gescheitert war. Mit einem Vermögen von geschätzten 60 Millionen Euro hätte er eigentlich nie mehr in ein Rennauto steigen müssen, dazu noch in der DTM. Warum also der Abstieg? Schumacher: "Wenn man Rennfahrer ist, fühlt man sich nach einer gewissen Zeit ohne Rennsport zu Hause nicht ganz so wohl, es wird einem auf Dauer zu langweilig."

Ehefrau Cora hat Verständnis

Als er dann die etwas unverhoffte Möglichkeit erhielt, einen DTM-Mercedes zu testen, habe er sofort gesagt: "Super, das würde ich gerne ausprobieren." Nach den ersten Runden habe er schnell gemerkt, dass ihm die DTM sehr viel Spaß mache. Nach einem weiteren Test sei alles klar gewesen. "Die DTM vereint zwei Dinge: Motorsport auf höchstem Niveau mit extrem sicheren Rennautos. Beides war und ist mir wichtig", begründet Ralf Schumacher seinen Entschluss. Er habe zwar auch andere Möglichkeiten gehabt, diese seien für ihn aber nicht in Betracht gekommen. Auch seine Gattin Cora habe seinen Wechsel in die DTM begrüßt, berichtet Ralf Schumacher: "Zum einen, weil sie ganz genau weiß, wie unleidlich ich werden kann, wenn ich zu lange ohne Motorsport zu Hause bin. Zudem ist sie ein Motorsport-Fan und mag die DTM."

Keine Sonderrechte wegen des Namens

Nur weil er Schumacher heißt, will er in der neuen sportlichen Umgebung keine Sonderrechte genießen. In der DTM habe er die Chance, sich auf und neben der Rennstrecke zu profilieren, sagt der Gewinner von insgesamt sechs Formel-1-Rennen. Das wolle er jetzt Schritt für Schritt erreichen. Schumacher: "Nach fünf Testterminen freue ich mich auf den DTM-Saisonauftakt am 13. April in Hockenheim." Zunächst plant er allerdings nur für eine DTM-Saison. Was dann nach 2008 komme, wolle er zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam mit Mercedes-Sportchef Haug entscheiden. In der Formel 1 gehörte Ralf Schumacher mit einem Jahresgehalt von angeblich 14 Millionen Euro bei Toyota zu den absoluten Top-Verdienern. In der DTM muss er mit vergleichsweise bescheidenen 3,5 Millionen Euro über die Runden kommen, damit kassiert er aber mehr als alle Mercedes-Kollegen zusammen.

Die Formel 1 bleibt ein Thema

Die Hoffnung auf einen Formel-1-Stammplatz hat Ralf Schumacher längst noch nicht aufgegeben. Für viele liegt es auf der Hand, dass der 30-Jährige gemeinsam mit Mercedes-Benz einen Weg zurück in die 1. Liga findet. Der Traum von einem Schumacher im Silberpfeil ist somit noch nicht ausgeträumt. "Das Ergebnis beim Formel-1-Auftakt in Australien zeigte das Leistungspotenzial der Silberpfeile, reizen würde es mich schon, so ein Auto zu fahren", meint Schumi II vielsagend



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