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1. FC Nürnberg: Angst vor Punktabzug nach Fanausschreitungen

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Eintracht Frankfurt - 1. FC Nürnberg  

Angst vor dem Punktabzug

06.04.2008, 18:45 Uhr | dpa

Nürnbergs Fans hätten fast einen Spielabbruch provoziert (Fotos: dpa)Nürnbergs Fans hätten fast einen Spielabbruch provoziert (Fotos: dpa) Zehn Spiele lang musste der 1. FC Nürnberg auf einen Sieg in der Bundesligasieg warten. Und als der Bann unter dem neuen Trainer Thomas von Heesen endlich gebrochen war, zerstörte ein den Verein beschämender Teil der Anhängerschaft die Jubelstimmung beim Pokalsieger. Mit Knall- und Feuerwerkskörpern provozierten schwachköpfige Randalierer in Frankfurt eine rund 20-minütige Spielunterbrechung, der eine saftige Geldstrafe, im schlimmsten Fall sogar eine Platzsperre oder ein Punktabzug folgen könnten. "Natürlich schießen einem solche Gedanken durch den Kopf", meinte der geschockte Nürnberger Manager Martin Bader, der sich die Vorfälle in der Commerzbank-Arena nicht erklären konnte. "Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die Täter zu ermitteln", erklärte der 40-Jährige.

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Ermittlungen gegen beide Klubs

"Vieles ist möglich", beantwortete der beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) für Rechtsfragen zuständige Vizepräsident Rainer Koch die Frage nach den Konsequenzen. Es werde gegen beide Vereine ermittelt. Vorgreifen wollte er dem Verfahren der DFB-Sportgerichtsbarkeit damit aber nicht. Erst am 23. Februar waren beim Spiel VfB Stuttgart gegen Karlsruher SC Leuchtraketen aus dem KSC-Fanblock aufs Spielfeld abgefeuert worden. Beide Vereine erhielten damals hohe Geldstrafen.

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Machtlose Funktionäre

"Wir bemühen uns eigentlich sehr intensiv um unsere Fans, doch irgendwann ist man machtlos", gestand Bader. Zusammen mit Präsident Michael A. Roth hatte er versucht, die aufgebrachte Meute zu beruhigen. "Aber das ist fast unmöglich", erklärte Bader im "Sportstudio" des ZDF. "Das hat eine Eigendynamik angenommen." Präsident Roth hatte - vor dem Block stehend - ins Mikrofon gebrüllt: "Lasst das sein!" Der 72-Jährige rechnet mit einer Geldstrafe. Die seltsame Explosion der Emotionen auf den Rängen fasste der Vereinsboss so zusammen: "Unsere Fans hatten untereinander ein Problem. Und das musste sich heute wohl entladen. Jetzt haben wir nicht nur die Baustelle Abstiegskampf, sondern auch noch die Aufgabe Wiedergutmachung."

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Grenze überschritten

Schiedsrichter Peter Gagelmann hatte die Partie in der 30. Minute beim Stand von 1:1 unterbrochen, nachdem wiederholt Knall- und Feuerwerkskörper aus dem FCN-Fanblock in den Innenraum und auf das Spielfeld geflogen waren. "Irgendwann ist Schluss", erklärte der Referee im ZDF die Notwendigkeit, zu handeln. "Wenn auch nur eine weitere Rakete oder Böller geflogen wären, hätte ich das Spiel sofort abgebrochen", fügte Gagelmann hinzu.

22 Festnahmen

"Unglaublich, wenn wir hier endlich gewinnen, und dann werden uns die Punkte am Grünen Tisch wieder aberkannt", sagte Bader. Der Sportdirektor fordert eine bedingungslose Aufklärung der Vorfälle und setzt dabei auch auf die Mithilfe der vernünftigen Nürnberger Fans. "Wir erwarten jetzt auch einen Selbstreinigungsprozess aus der Kurve", sagte der Manager, der bereits am Tag danach Videoaufzeichnungen aus der Commerzbank-Arena studierte. Insgesamt wurden rund um die Partie 22 Menschen vorübergehend in Gewahrsam genommen, mehrere Beamte der Bundespolizei seien verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Frankfurter Aufsichtspflicht auch ein Thema

Konsequenzen zu befürchten hat auch die Frankfurter Eintracht, die als Veranstalter dafür verantwortlich ist, dass die Gegenstände überhaupt ins Stadion geschmuggelt werden konnten. "Von dieser Verantwortung können wir uns nicht freisprechen", meinte Eintracht- Vorstandsboss Heribert Bruchhagen. Es dürfe in Deutschland "keine italienischen Verhältnisse" geben. Bruchhagen gab sich jedoch kämpferisch: "Wir werden vor diesen Vollidioten sicher nicht resignieren, aber unaufgeregt bleiben, die Täter ermitteln und aus den Stadien heraushalten."

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Doch noch in die Fankurve marschiert

Die Spieler des Clubs wollten sich nach den Vorkommnissen - trotz des lange ersehnten Erfolgs - nach dem Schlusspfiff nicht mehr in ihrer Fankurve zeigen. Präsident Roth dirigierte die Elf allerdings letzten Endes erfolgreich Richtung Anhang. "Die Spieler haben darüber diskutiert. Wir haben uns überlegt, ob wir uns bedanken sollen", erklärte Bader. Wenn wir nicht gegangen wären, hätten wir viele Unschuldige bestraft, jene, die alles für den Verein geben und für ihn leben", erklärte Bader. Der Manager atmete trotz der unschönen Szenen angesichts des wichtigen Sieges auf. "Allen, die uns abgeschrieben haben, haben wir gezeigt, dass wir noch leben."

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