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DFB: Theo Zwanziger fordert Stadionverbot für Randalierer

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Nach Randale in Frankfurt  

Zwanziger plädiert für angemessene Strafen

07.04.2008, 10:58 Uhr | sid

Nürnberger Fans beim Spiel gegen Frankfurt (Foto: dpa)Nürnberger Fans beim Spiel gegen Frankfurt (Foto: dpa) DFB-Präsident Theo Zwanziger hat sich nach den Ausschreitungen beim Spiel der Fußball-Bundesliga zwischen Eintracht Frankfurt und dem 1. FC Nürnberg für ein hartes Vorgehen gegenüber den Randalierern ausgesprochen. "Dahinter stecken keine sportbegeisterten Menschen. Sie benutzen den Fußball, um mutwillig zu stören und auf sich aufmerksam zu machen. Und das ohne jede Rücksicht auf Verluste", sagt Zwanziger der Tageszeitung "Die Welt". Der 62-Jährige hält daher Stadionverbote "mit angebrachter Strenge" für legitim. Gleichzeitig spricht er sich auch für er lebenslange Hausverbote in Einzelfällen aus. Unterdessen teilte der Deutsche Fußball Bund mit, dass erst am Dienstag weitere Erkenntnisse und Vorgehensweisen des DFB-Kontrollausschusses zu den Vorfällen in Frankfurt mitgeteilt werden.

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Zwanziger: "Will keinen Polizeistaat im Stadion"

Bei aller Härte warnte er aber auch vor zu viel Kontrolle: "Man kann die Kontrollen nicht in einer Weise ausdehnen, dass die Freude an dem Sport völlig verloren geht. Menschen, die ins Stadion kommen, wollen beispielsweise nicht stundenlang anstehen, auch wenn das von den Randalierern bezweckt wird. Ich will auch keinen Polizeistaat im Stadion, der jede Wärme, der jede menschliche Regung, der jede Emotion letztendlich kaputt macht."

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Panik das Schlimmste

"Ob eine lebenslange Sperre bei einem 18-Jährigen, der vielleicht auch noch unter Alkoholeinfluss steht, eine angemessene Strafe ist, muss man sich genau überlegen. Jeder sollte eine Chance haben, über seine Verfehlungen nachzudenken. Wenn es aber Leute sind, die schon mehrmals negativ aufgefallen sind, dann ist diese Konsequenz naheliegend", sagte Zwanziger. Denn das Schlimme sei, dass bei Ausschreitungen wie in Frankfurt Panik ausbrechen könne. Deshalb sei es wichtig, konsequent dagegen vorzugehen, so Zwanziger.

Engagement der Vernünftigen

Zwanziger setzt setzt daher vor allem auf Zivilcourage: "Wir müssen weiter daran arbeiten, dass die Vernünftigen in der Gruppe die Gruppe der Unvernünftigen diszipliniert. Wir können nicht durch rein staatliche, verbands- und vereinsgesteuerte Sicherheitsmaßnahmen solche Dinge, wie sie jetzt in Frankfurt passiert sind, vollständig ausschließen", sagte Zwanziger. Die Sicherheit sei "nur zu gewinnen durch das Engagement der Vernünftigen, die sich nicht wegdrehen dürfen, wenn jemand einen Feuerwerkskörper in der Hand hält. Das effektivste Mittel gegen jede Form von Gewalt ist Zivilcourage. Um die im Stadion weiter zu stärken, optimieren wir ständig unsere Fanarbeit auf allen Ebenen."

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Koch will klares Signal von "echten Fans"

Auch der für Rechtsfragen zuständige Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Rainer Koch, fordert die Fans im Kampf gegen Ausschreitungen zur Mitarbeit auf. "Der DFB, die Liga und die Klubs sind in letzter Zeit sehr auf die Anhänger zugegangen. Wir haben einen großen Fan-Kongress im Sommer 2007 angeboten und danach die Stadionverbotsrichtlinien einvernehmlich gelockert. Jetzt muss auch etwas zurückkommen", sagte Koch und fügte an: "Da wünsche ich mir ein klares Signal von den echten Fans, die gegenüber den Krawallmachern die überwältigende Mehrheit bilden und nicht zulassen dürfen, dass sich Chaoten unter ihnen verstecken dürfen."

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