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TSG Hoffenheim: Dietmar Hopp strebt Kooperation mit FC Bayern an

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1899 HOFFENHEIM  

Dietmar Hopp: Platz sechs in der ersten Liga ist drin

07.04.2008, 15:17 Uhr | dpa

Dietmar Hopp will mit Hoffenheim in die Fußball-Bundesliga (Foto: imago)Dietmar Hopp will mit Hoffenheim in die Fußball-Bundesliga (Foto: imago) 1989 spendete Dietmar Hopp seinem Heimatverein TSG Hoffenheim 10.000 Mark für Bälle und Trainingsanzüge. Knapp zwei Jahrzehnte später klopft der Dorfverein so vehement an der Tür zur Fußball-Bundesliga, dass es so manchem eingesessenen Profiklub angst und bange wird. Doch der Macher, Mäzen und Milliardär hat damit seine Visionen noch nicht ausgelebt. Jetzt strebt Hopp eine Kooperation mit Jürgen Klinsmann und dem FC Bayern München an und einen weiteren sportlichen Aufstieg. "Die Spieler haben langfristige Verträge. Wenn die Mannschaft die dritte Saison zusammenspielt, dann ist der sechste Platz in der ersten Liga drin. Wir wollen da dauerhaft eine gute Rolle spielen", sagte er.

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Geschätztes Privatvermögen von 6,3 Milliarden Euro

Golfclub St. Leon-Rot. Hier hat Hopp sein Büro: Ein Konferenztisch mit 19 Stühlen, ein kleiner, aufgeräumter Schreibtisch mit PC. "Meinen Sie wirklich, wir steigen auf?", fragt er zur Begrüßung, als müsse er davon noch überzeugt werden. Aber seine Augen funkeln. Der 67-Jährige hat nicht viel Zeit. "Wer viel spendet, muss oft zu Einweihungen", sagt er und beißt sich auf die Zunge. Hopp war Mitbegründer des Software-Giganten SAP, heute ist er "der Milliardär". Dabei kann er mit dem Begriff nicht viel anfangen: "Ich habe noch nie die Zahl meiner Aktien genommen und mit dem aktuellen Kurs multipliziert." Hopp ist nach Angaben des "Manager-Magazins" mit einem geschätzten Privatvermögen von 6,3 Milliarden Euro neuntreichster Deutscher. Geld, sagt er, mache ihn "eher unruhig".

Investitionen für den Sport im Rhein-Neckar-Raum

Deshalb gibt er es vornehmlich mit Hilfe der Dietmar-Hopp-Stiftung aus - für einen guten Zweck. Er hat allein der Universität Heidelberg 40 Millionen Euro zukommen lassen, er hat Pflegeheime und neuerdings ein Hospiz bauen lassen. Und "Vadda Hopp", wie ihn viele nennen, investiert mit Leidenschaft in den Sport: "Anpfiff ins Leben" heißt sein Jugendförderkonzept, über 2000 Kinder in der Rhein-Neckar-Region profitieren davon - im Fußball, Handball, Eishockey und Golf. Hopp ließ für 100 Millionen Euro die SAP-Arena in Mannheim errichten, die Spielstätte der Eishockey-Cracks der Adler und des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen.

Schwarze Zahlen - spätestens im zweiten Jahr Bundesliga

Seine größte Spielwiese ist und bleibt aber 1899 Hoffenheim, wie sich der Zweitligist mittlerweile nennt. Unter Trainer Ralf Rangnick eilen die Nordbadener aus dem 3300-Einwohner-Dorf von Sieg zu Sieg. Hopp hat den Klub aus den Niederungen der Kreisliga geholt, er soll jedoch nicht ewig an seinem Tropf hängen. "Ich will dieses Unternehmen in schwarze Zahlen bringen - spätestens im zweiten Jahr Bundesliga. Ich möchte nichts hinterlassen, was jedes Jahr Geld kostet." Das hat nichts damit zu tun, dass der Investor eines Tages aussteigen möchte - im Gegenteil: Hopp hat schon seine Nachfolge geregelt. "Mein Sohn Daniel wird dann meine Rolle übernehmen. Da bricht nichts zusammen." Der Filius ist bereits Geschäftsführer der SAP-Arena und der Adler.

20 Millionen Euro für neue Spieler

Das neue Stadion für 30.000 Zuschauer in Sinsheim wird 60 Millionen Euro kosten, 20 Millionen hat Hoffenheim zum Saisonbeginn in Zugänge investiert." Bei einem Durchmarsch ins Oberhaus will Hopp den Kader "nur mit zwei, drei Spielern ergänzen. Ich hoffe, dass wir uns dann im Mittelfeld der ersten Liga etablieren können".

Guter Kontakt zu Jürgen Klinsmann

Erstklassig sind auch seine Kontakte zu wesentlichen Figuren im Fußballgeschäft - zum Beispiel zu Jürgen Klinsmann: "Wir tauschen immer wieder E-Mails aus. Er ist sehr daran interessiert, wie es hier voran geht." Im Moment sei es kein Thema, dass der frühere Bundestrainer einmal Coach in Hoffenheim werde, wenn seine (noch nicht begonnene) Zeit beim FC Bayern mal abgelaufen ist. "Aber ich könnte mir vorstellen, mit Klinsmann und dem FC Bayern zu kooperieren. Zum Beispiel bei Ausleihgeschäften", sagte Hopp.

Auch im Frauenfußball hohe Ziele

Mit Franz Beckenbauer geht er schon mal Golf spielen, und zur Spitze des Deutschen Fußball-Bundes hat Hopp auch gute Verbindungen: Ralf Zwanziger, der Sohn von Präsident Theo Zwanziger, baut in Hoffenheim den Frauenfußball auf. Auch da strebt Hopp die Erstklassigkeit an.

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