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Veh geht mit Ulreich hart ins Gericht

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VfB Stuttgart  

Veh geht mit Ulreich hart ins Gericht

14.04.2008, 15:00 Uhr | dpa

Schäfer (li.) und Ulreich beim Training (Foto: imago)Schäfer (li.) und Ulreich beim Training (Foto: imago) Dickes Lob für den einen, harsche Kritik für den anderen. Das Urteil über die Leistungen der Jung-Keeper René Adler und Sven Ulreich hätte nach der Bundesliga-Spitzenpartie zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem VfB Stuttgart unterschiedlicher nicht sein können. "Adler hat hervorragend gehalten, unser Torwart patzte zweimal. So verliert man ein Spiel", kritisierte VfB-Chefcoach Armin Veh nach der 0:3-Niederlage seinen Keeper unverblümt und begründete seine schonungslose Offenheit: "Es bringt nichts, ihn zu schützen. Auch wenn er jung ist, muss er den Druck aushalten."


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Schäfer glänzt mit sensationellen Trainingsleistungen

Parat steht bereits der vor zehn Spielen aus dem VfB-Gehäuse verbannte Raphael Schäfer. "Nachdem ich Raphael rausgenommen habe, trainiert er sensationell", berichtete Veh, "von daher kann es auch zu einem Wechsel kommen." Zustimmung für seine öffentliche Torwart-Schelte erhielt der Fußball-Lehrer von Bayer-Sportdirektor Rudi Völler: "Es ist gut, dass man nicht immer um den heißen Brei herumredet, sondern mal Tacheles spricht."

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Unvermögen und Pech bei Ulreich

Nämlich dass der 19-jährige Ulreich die ersten beiden Tore von Simon Rolfes (41. Minute) und Stefan Kießling (45.) durch schwache Abwehren begünstigt hatte. Glück hatten die Leverkusener auch beim ihrem dritten Treffer: Matthieu Delpierre wollte an der Strafraumgrenze klären, schoss Rolfes (71.) an und der Ball flog über Pechvogel Ulreich ins Tor. "Wir haben zwei Tore zu hoch gewonnen", meinte Völler.

Im Porträt Sven Ulreich

Adler rettet in höchster Not

Schließlich waren die Stuttgarter in diesem Duell mindestens um einen UEFA-Pokal-Platz dem Führungstor zunächst viel näher gewesen. Doch Leverkusens Keeper Adler zeigte sich von seiner Glanzseite. Besonders in der 30. Minute, als Roberto Hilbert ihn schon ausgespielt hatte, der Bayer-Torwart aber blitzschnell wieder hochsprang und mit dem Fuß den Schuss abwehrte. "Wir sind froh, dass da Mario Gomez den Ball nicht hatte", scherzte Völler. Der Nationalstürmer musste verletzt pausieren. Adler selbst blieb nach seiner wohl spielentscheidenden Tat gegen Hilbert bescheiden: "Das gehört zum Einmaleins der Torwarte."

Im Porträt René Adler

Völler hält den Ball flach

Die bravouröse Darbietung des 23-Jährigen entfachte erneut die Diskussion über das Für und Wider seiner möglichen Nominierung für die Europameisterschaft im Juni. "Adler und Oliver Kahn sind die besten Torleute in Deutschland", sagte Veh mit einem Seitenhieb auf die Nummer eins Jens Lehmann. Der ehemalige DFB-Teamchef Völler meinte zu den Spekulationen, ob Adler wenigstens als dritter Nationaltorwart mit zur EURO 2008 sollte: "Für René ist es wichtiger, nach der EM ein Kandidat für die Nummer eins zu sein."

Rolfes: "Es war ein Sieg des Willens"

Mehr als diese Frage zählte für Bayer, dass die kleine Krise durch den UEFA-Cup-Achtungserfolg drei Tage zuvor bei Zenit St. Petersburg (1:0) und nach drei Schlappen in Liga eins beendet ist. "Ich bin sehr froh, dass wir diesen Negativtrend stoppen konnten. Und da oben, wo wir jetzt sind, wollen wir bleiben", sagte Bayer-Trainer Michael Skibbe. Doppel-Torschütze Rolfes meinte: "Es war ein Sieg des Willens. Wir sind wieder am Ball."

Stuttgarts Serie ist gerissen

Dagegen fand die Aufholjagd des deutschen Meisters nach acht Pflichtpartien ohne Niederlage ein Ende. "Von Platz zwei bis acht ist noch alles drin", meinte Veh und hofft, am Mittwoch gegen den 1. FC Nürnberg auch ohne den ebenfalls verletzten Thomas Hitzlsperger (Fleischwunde) schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden: "Wenn wir das Spiel gewinnen, sind wir wieder voll dabei."

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