15.04.2008, 12:39 Uhr | t-online.de
Bald nur noch Einheits-TV? (Foto: imago)Wie die TV-Vermarktung der Fußball-Bundesliga zukünftig geregelt wird, steht mehr denn je in den Sternen. Die kürzlich erst unterzeichnete Vereinbarung zwischen der DFL und dem Medienunternehmer Leo Kirch scheint wieder zu platzen. Das Bundeskartellamt könnte ein Veto gegen den neuen TV-Vertrag einlegen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Beteiligte.
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Die Behörde würde es angeblich sehr kritisch sehen, dass die DFL und Kirch sämtlichen Sendern ein fertiges Programm anbieten wollen. Nach Meinung des Kartellamts würde dies den Wettbewerb auf dem TV-Markt einschränken. Allerdings sei eine Entscheidung noch nicht gefallen, sagte ein Sprecher des Kartellamts. Zurzeit befragt man Fernseh-, Kabel- und Telekomunternehmen nach ihrer Meinung.
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Ein Veto des Kartellamts würde dem Pay-TV-Anbieter Premiere in die Karten spielen. Der Sender wehrt sich vehement dagegen von dem Kirch-Unternehmen Sirius vorproduzierte Bilder zu kaufen. "Das hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun. Wir müssen die Möglichkeit haben, uns von den Wettbewerbern abzusetzen“, pocht Premiere-Sportvorstand Carsten Schmidt im „Handelsblatt“ auf redaktionelle Eigenständigkeit.
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Durch das ganze Hickhack um den TV-Vertrag verzögert sich die für Ende Februar vorgesehene Ausschreibung der künftigen TV-Rechte ab der Spielzeit 2009/2010 auf ungewisse Zeit. Ohne eine Entscheidung des Kartellamts sind alle Maßnahmen lahmgelegt. "Wir sind durch die Behörde völlig paralysiert“, zitiert das Handelsblatt einen Beteiligten aus den Reihen der Liga.
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Kein Wunder. Schließlich drängen DFL, Kirch sowie Premiere mit einer schnellen Lösung des Problems. Im Kampf um neue Kunden braucht man schließlich Planungssicherheit. Sollte es zu keiner schnellen Lösung kommen, würden die Rechte wieder an die DFL zurückfallen. Je länger es allerdings dauert, desto weniger werden die Rechte wert sein, da den Sendern immer weniger Zeit bliebt ihr Bundesliga-Produkt zu bewerben.
Quelle: t-online.de
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