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Deutsche Florett-Fechter holen Silber

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Fechten - WM  

Deutsche Florett-Fechter holen Silber

18.04.2008, 18:27 Uhr | dpa

Die deutschen Florettherren gewannen als Zweite die sechste WM-Medaille hintereinander, Degen-Weltmeisterin Britta Heidemann parierte übereifrige China-Kritiker. Während die Leverkusenerin am Rande der Team-WM in Peking davor warnte, die chinesischen Olympia-Gastgeber mit zu harscher Kritik zu verprellen, verpasste das Florett-Quartett durch ein 35:45 gegen Olympiasieger Italien das erste Team-Gold seit sechs Jahren. Einzel-Weltmeister Peter Joppich, der auf seinen insgesamt fünften WM-Titel somit noch warten muss, konnte im Schlussgefecht gegen Vize-Weltmeister Andrea Baldini den Rückstand von zehn Treffern nicht mehr aufholen.

Kleibrink: "Könnte meine Maske in die Ecke knallen"

"Keiner ist in den Kampf reingekommen, dann kannst du gegen Italien nicht gewinnen", sagte Claus Janka, Sportdirektor des Deutschen Fechter-Bundes (DFeB). "Ich könnte meine Maske in die Ecke knallen. Ich bin sauer", sagte der WM-Dritte Benjamin Kleibrink. Er hatte zusammen mit Joppich, Richard Breutner und Dominik Behr zuvor im Halbfinale gegen Russland mit 45:43 die Oberhand behalten. Bronze sicherte sich Polen durch ein 44:43 über Russland.

Überraschendes Aus für Frankreich

Wegen der Rotation der Mannschafts-Wettbewerbe starten die Florettherren bei den Olympischen Spielen in Peking im August nur im Einzel. Daher testete die stärkste deutsche Waffe ebenso wie die Degendamen die olympische Fecht-Halle mit einer Team-WM. Seit 2002 gewannen die deutschen Florettfechter bei Weltmeisterschaften stets mindestens eine Medaille. Frankreich, das in den vergangenen drei Jahren Team-Weltmeister geworden war, scheiterte in Peking im Viertelfinale überraschend an Polen.

Heidemann in China sehr populär

China-Expertin Britta Heidemann wandte sich gegen einseitige Kritik am Olympia-Gastgeber. "Wenn man die ganze Lage verbessern möchte, ist es nicht der richtige Weg, nur auf China draufzukloppen. Das Land macht dann alle Schotten dicht, das ist für sie die normale Reaktion", sagte die 25-Jährige zur Diskussion um die Menschenrechtspolitik der Olympia-Gastgeber. Die Studentin der chinesischen Regionalwissenschaften war mit 15 das erste Mal in Peking und ist bei den Chinesen nach einigen Fernsehauftritten und Zeitungsberichten sehr populär.

Einseitige Kritik bewirkt nur das Gegenteil

"Wenn man etwas verbessern will, hat man keine Chance, wenn man hundertprozentige Kritik fährt. Das bedeutet nicht, dass alles gut läuft", sagte Britta Heidemann, die mit ihren Teamkolleginnen Imke Duplitzer, Marijana Markovic und Monika Sozanska um eine Team-Medaille kämpft. "Man bewirkt mit einseitiger Kritik nur das Gegenteil."

Roch: "Wer demonstrieren will soll das vor den Vereinten Nationen tun"

Athleten und Trainer waren voll des Lobes über die Fecht-Generalprobe, bei der auch übereifrige Freiwillige und der aus den Fugen geratene Zeitplan das Bild nicht trüben konnten. "Das ist hier schon ein olympischer und professioneller Rahmen. Wir werden sehr oft, aber immer freundlich kontrolliert", sagte Heidemann. Der Präsident des Fechtweltverbandes FIE, Rene Roch, äußerte sich über die andauernden Proteste gegen den olympischen Fackellauf. "Wenn jemand demonstrieren will, dann soll er das vor den Vereinten Nationen tun und nicht den Sport als Plattform benutzen", sagte der Franzose auf eine entsprechende Frage des chinesischen Staatsfernsehens.

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