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Diskussion um Schwimmanzüge bringt Verunsicherung

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Schwimmen  

Diskussion um Schwimmanzüge bringt Verunsicherung

10.02.2010, 07:19 Uhr | dpa

Daniela Samulski bei der Arbeit. (Foto: ddp) Deutschlands Schwimmer sind hoffnungsvoll in die Olympia-Qualifikation gestartet. Daniela Samulski mit deutschem Rekord über 100 Meter Schmetterling, Nicole Hetzer über 400 Meter Lagen sowie Paul Biedermann und Christian Kubusch über 400 Meter Freistil lösten zum Auftakt der deutschen Meisterschaften in Berlin das Olympia-Ticket - vier von zehn Chancen genutzt. Doch Diskussionen um den Weltrekord-Anzug eines australischen Ausrüsters (Speedo) verunsichern die Schwimmer und bringen den bei einem deutschen Konkurrenten (adidas) unter Vertrag stehenden Deutschen Schwimm-Verband (DSV) unter Druck.

Kurz-Bahn-WM Weltrekord-Festival in Manchester

Kein Vertragsbruch beim DSV

35 der 39 Weltrekorde des Olympia-Jahres auf Kurz- und Langbahn sind im "LZR Racer" von Speedo geschwommen worden. Forderungen von Weltrekordler Thomas Rupprath auf freie Anzugwahl für Peking erteilte DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff mit Hinweis auf den mit insgesamt rund vier Millionen Euro dotierten Vertrag mit dem DSV-Ausrüster (adidas) eine Absage. "Wir werden nicht vertragsbrüchig", sagte Fornoff und ergänzte: "Das ist auch eine Frage der Moral." Der Vierjahresvertrag läuft bis Ende 2009 und ist mit einer einseitigen zweijährigen Option für den Ausrüster ausgestattet.

Materialschlacht Diskussion um neuem Anzug
Rupprath Forderung nach freier Anzug-Wahl

Buschschulte verpasst Olympia-Norm

Samulski verbesserte ihren deutschen Rekord über 100 m Schmetterling um 12/100 auf 58,63 Sekunden. "Die letzten Meter waren sehr hart", stellte sie im Ziel erleichtert fest. Bundestrainer Manfred Thiesmann war zufrieden: "Sie stärkt mit dieser Leistung alle anderen, die sich Hoffnung machen." Antje Buschschulte schwamm als Zweite in 59,03 Sekunden an der Peking-Norm (58,82) vorbei.

Biedermann verteidigt seinen Titel knapp

Über 400 Meter Freistil musste sich Titelverteidiger Biedermann in 3:47,69 Minuten strecken, um Konkurrent Kubusch (3:47,96) in Schach zu halten. Nicole Hetzer holte sich in 4:43,49 Minuten ihren achten DM-Titel über 400 m Lagen. Yannick Lebherz verpasste bei den fünf Finals vom Freitag über 400 m Lagen als deutscher Meister ebenso die Olympia-Norm wie Johannes Neumann über 100 m Brust. Platz eins oder zwei, oder das Erfüllen der Norm sind Pflicht für das Olympia-Ticket.

Anzug-Problem sitzt in den Köpfen

Unabhängig davon, welchen Anteil der neue Anzug wirklich an der vorolympischen Weltrekord-Inflation hat, der DSV hat ein Problem. Die Angst, im falschen Anzug zu stecken, setzt sich langsam in den Köpfen fest. "Ich glaube nicht, dass man das mit den besten Psychologen der Welt hinkriegen kann", stellte DSV-Sportdirektor und Cheftrainer Örjan Madsen fast resignierend fest.

Steffen lässt der Ärger kalt

Olympia-Hoffnung Britta Steffen lässt sich nicht beirren: "Ich schwimme in adidas und bin damit vor zwei Jahren meinen Weltrekord über 100 Meter Freistil geschwommen", sagte die 24- Jährige, "bei allen Diskussionen sollte man nicht vergessen, dass ein Anzug nicht von allein schwimmt, sondern in jedem Anzug Menschen stecken, die einen guten oder einen schlechten Tag haben, gut oder schlecht trainieren konnten."

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