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Schwimmen: Britta Steffen bricht eigenen Rekord

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Schwimmen  

Steffen unterbietet den eigenen Rekord

10.02.2010, 07:19 Uhr | dpa

Schwimmerin Britta Steffen verteidigt ihren Titel. (Foto: dpa)Schwimmerin Britta Steffen verteidigt ihren Titel. (Foto: dpa) Mit dem Befreiungsschlag und Europarekord fiel alle Last von Britta Steffen. Der erhobene Zeigefinger zeigte allen: Ich kann's. In 53,20 Sekunden löste die wegen ihrer Staffel-Absage in die Kritik geratene Berlinerin am Dienstag bei der Olympia-Qualifikation der Schwimmer über 100 Meter Freistil souverän das Peking-Ticket und untermauerte ihre Gold-Ambitionen. "Mir sind ganz schön viele Wackersteine vom Herzen gefallen. Jetzt bin ich einfach glücklich und zufrieden", sagte sie.

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Deibler holt sich den Rekord zurück

Über 50 Meter Freistil holte sich Steffen Deibler im Finale den im Vorlauf an den Berliner Rafed El-Masri verlorenen deutschen Rekord in 22,11 Sekunden zurück. Ebenfalls für Olympia qualifizierten sich am Dienstag Helge Meeuw über 200 Meter Rücken sowie Sarah Poewe und Anne Poleska über 200 Meter Brust. Vor dem Schlusstag waren 21 Einzel-Tickets für Peking perfekt.

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Thiesmann: "Steffen in einer anderen Liga"

Britta Steffen war wieder obenauf. Über ihre Lieblingsstrecke 100 Meter Freistil ließ sie der Konkurrenz nicht die Spur einer Chance. Petra Dallmann war als Zweite in 54,90 Sekunden "Meilen" entfernt. "Ich war ganz schön neben mir wegen der schlimmen Artikel", bekannte Steffen, nachdem sie sich heftiger Kritik ausgesetzt sah. "Und ich denke, das war die richtige Antwort auf die Diskussion über meinen 200-Meter-Rückzug." Bundestrainer Manfred Thiesmann sagte: "Sie schwimmt über 100 Meter Freistil in einer anderen Liga."

Buschschulte empfiehlt sich für die Staffel

Im Sog von Steffen schaffte Antje Buschschulte als Dritte im letzten Versuch als Staffel-Starterin noch die Peking-Qualifikation. "Ich bin wahnsinnig erleichtert, dass es doch geklappt hat", sagte Buschschulte. Die Weltmeisterin über 100 Meter Rücken von 2003 darf nun bei ihren vierten Olympischen Spielen auch ohne Norm-Erfüllung wieder auf einen Einzel-Start hoffen. Ihr Freund Helge Meeuw löste nach seinem Europarekord über 100 Meter Rücken in 1:57,92 Minuten locker auch das Peking-Ticket über 200 Meter. Meeuw übte dennoch Selbstkritik: "Die Zeit ist international gesehen nicht gut genug."

Kasprowicz kegelt sich raus

Sarah Poewe verpasste den deutschen Rekord über 200 Meter Brust in 2:25,53 Minuten nur um 2/10 Sekunden. Über 200 Meter Lagen brachte sich der deutsche Rekordhalter und Titelverteidiger Kamil Kasprowicz mit einem Wendefehler und folgender Disqualifikation schon im Vorlauf um alle Chancen. Sieger Markus Deibler schwamm in 2:02,23 Minuten ebenso an der Olympia-Norm vorbei wie Jenny Mensing in 2:12,29 Minuten über 200 Meter Rücken.

Ein Syrer für Deutschland?

Sprint-Sieger El-Masri sorgte für Verwirrung. "Ich will bei Olympia für Deutschland starten", sagte der gebürtige Syrer. Die Frage: Darf er? Selbst Cheftrainer Madsen musste bekennen: "Ich weiß es nicht." DSV-Generalsekretär Jürgen Fornoff machte deutlich: "El- Masri hat eine doppelte Staatsbürgerschaft. Im Moment hat er kein Startrecht für Deutschland." Ein entsprechender Antrag des Berliners liegt vor, die Freigabe des syrischen Verbandes auch. Es fehlt aber noch das FINA-Okay.

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