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Bundesliga-TV-Rechte  

DFL stimmt DFB-Fernsehvertrag zu

23.04.2008, 17:56 Uhr | dpa

Ligaverbands-Vorsitzender Peter Peters (Foto: imago)Ligaverbands-Vorsitzender Peter Peters (Foto: imago) Schulterschluss statt Zerreißprobe: Die 36 Profivereine haben auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) grünes Licht für den neuen Fernsehvertrag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit ARD, ZDF und Premiere gegeben. Damit demonstrierten die Klubs Einigkeit im Kampf um die Zentralvermarktung der Bundesliga. Das Modell des DFB, wonach die Länderspiele der Nationalmannschaft weiter ausschließlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und die Spiele im DFB-Pokal neben ARD und ZDF erstmals auch im Pay-TV von Premiere übertragen werden, wurde mit zwei Gegenstimmen zustimmend zur Kenntnis genommen. "Es ist daher davon auszugehen, dass die vorgelegten Verträge akzeptiert werden", sagte Peter Peters, 1. Vorsitzender des Ligaverbandes, der den an Grippe erkrankten Liga-Präsidenten Reinhard Rauball vertrat.

Premiere will alle Pokalspiele zeigen

Entsprechend zufrieden äußerte sich DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach nach dem Treffen in einem Frankfurter Flughafen-Hotel. "Wir können auf dem eingeschlagenen Weg weitergehen. Es gibt nur noch Feinarbeit zu leisten", sagte Niersbach. Dazu gehören Details wie die Anstoßzeiten. ARD und ZDF wollen für die Pokal-Übertragungsrechte ab 2009, die pro Runde ein Live-Spiel und eine Zusammenfassung enthalten, wie bisher jährlich 32 Millionen Euro zahlen. Der Bezahlsender Premiere bietet pro Saison etwa 15 Millionen Euro für die Live-Übertragung aller Pokalspiele. Die zu erwartenden Einnahmen sollen von der Liga unter den Vereinen verteilt werden. Den Schlüssel will der Vorstand festlegen.

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Bundesliga-Rechte in der Lostrommel

Auf großes Interesse stößt wie erwartet der Poker um die Bundesliga-Rechte ab der Saison 2009/10. Bislang hätten etwa 20 Bieter ihr Interesse bei der Kirch-Firma Sirius angemeldet, teilte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert mit. Die Ausschreibung beginnt vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamtes Mitte Mai und sieht zwei Alternativen vor. "Einmal mit einer Free-TV-Berichterstattung vor 22.00 Uhr wie bisher, und einmal mit einer entsprechenden Berichterstattung nach 22.00 Uhr, wie sie in anderen Ländern praktiziert wird", teilte Seifert mit. Derzeit zeigt die "ARD Sportschau" samstags die Bundesliga-Zusammenfassung von 18.30 Uhr an.

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DFL-Geschäftsführer Seifert ist optimistisch

Trotz der laufenden Ermittlungen des Kartellamtes ist Seifert zuversichtlich, dass es zu einem neuen Vertragsabschluss nach Vorstellungen der DFL kommen werde. "Ich habe derzeit keine Hinweise, dass das Kartellamt die Zentralvermarktung, die Kooperation mit Sirius oder das gegenwärtige Modell in Frage stellt", sagte der DFL-Geschäftsführer. Es gebe keinen Anlass, Alternativszenarien zu entwickeln. Zudem rechnet Seifert mit einem "zeitnahen Fingerzeig des Kartellamtes, in welche Richtung sich die Ausschreibung für die neuen TV-Rechte entwickelt".

Bundesligaklubs stehen hinter der DFL

Seifert räumte in diesem Zusammenhang ein, dass das Marktumfeld, in dem sich die Bundesliga bewege, zunehmend schwieriger werde. "Je mehr die Liga zusammensteht, umso besser können wir die Probleme lösen", appellierte Seifert an die Vereinsvertreter. Harald Strutz, Präsident des Zweitligisten FSV Mainz 05 und 2. Vorsitzender des Liga-Vorstandes, versprach der DFL Rückendeckung durch die Klubs. "Die Vereine befinden sich in guten Händen, wir sind für die Verhandlungen professionell aufgestellt. Dinge kritisch zu hinterfragen, ist das Recht jedes Einzelnen. Aber ich glaube nicht, dass die Bundesliga ein zerrissenes Bild abgibt", sagte Strutz.

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