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Ferrari feiert Doppelsieg, Kovalainen crasht schwer

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Das Rennen in Barcelona  

Ferrari feiert Doppelsieg, Kovalainen crasht schwer

27.04.2008, 11:55 Uhr | Norman Gosch

Der Sieger des Großen Preises von Spanien: Kimi Räikkönen (Foto: Reuters)Der Sieger des Großen Preises von Spanien: Kimi Räikkönen (Foto: Reuters) Das vierte Rennen der laufenden Saison war nicht spannend, aber durchaus spektakulär - und für Ferrari einmal mehr die Bühne zur Demonstration von absoluter Überlegenheit. Kimi Räikkönen und Felipe Massa fuhren auf dem Circuit de Catalunya einen von Beginn an ungefährdeten Doppel-Sieg ein, während Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes den noch freien Platz auf dem Podium einnahm. Dessen Teamkollege Heikki Kovalainen hatte Glück bei einem schweren Crash, der Nick Heidfeld eine Top-Platzierung kostete.

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Kovalainen fliegt nach Felgenbruch ab

Der Unfall ereignete sich in der 23. Runde. Heikki Kovalainen war in einer der schnellen Kurvenpassagen der Strecke unterwegs - geschätzte Geschwindigkeit 230 km/h -, als am linken Vorderrad des Silberpfeils die Felge brach. So lautete die erste Analyse von Mercedes-Sportchef Nobert Haug. Der Finne kam dann von der Piste ab und krachte nahezu ungebremst frontal in einen Reifenstapel. Der Bolide steckte fest, das Ärzte-Team wurde sofort zur Unfall-Stelle gerufen. Erst Minuten später konnte der Finne geborgen und auf einer Trage zum Hubschrauber gebracht werden. Kovalainen hob die Hand und zeigte an, es gehe ihm gut.

Keine äußerlich sichtbaren Verletzungen

Kovalainen wurde in ein Krankenhaus nach Barcelona geflogen, wo der Finne gründlich untersucht wurde. Die Ärzte an der Strecke hatten nur mitteilen lassen, dass sich Kovalainen keine äußerlich sichtbaren Verletzungen zugezogen habe. Von einer schweren Gehirnerschütterung ging man im Lager von McLaren-Mercedes aber aus. McLaren-Geschäftsführer Martin Whitmarsh fügte an: "Heikki beklagte sich darüber, dass er sich seinen Ellbogen angeschlagen hat, ich denke jedoch, dass dies ziemlich normal ist."

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Zwei Deutsche in der ersten Runde raus

Der Große Preis von Spanien hatte schon seit jeher durch Crashs für Schlagzeilen gesorgt. Und auch beim Start in diesem Jahr flogen die Fetzen. Kurz nachdem die Ampel auf grün schaltete, setzte Adrian Sutil (Force India) zu einem Überholmanöver an, geriet dabei allerdings auf die Randsteine und drehte sich quer über die Piste. Sebastian Vettel (Scuderia Toro Rosso) konnte dem Boliden nicht ausweichen und crashte in Sutils Dienstwagen: das Aus für die beiden deutschen Piloten.

Massa kassiert Alonso beim Start

Unterdessen zeigte das Ferrari-Duo, dass die in den Trainingssessions und dem Qualifying gezeigte Performance alles andere als bloße Show war. Während Räikkönen den gut gestarteten Alonso locker in Schach hielt, zog Massa noch vor der ersten Kurve am Spanier vorbei. Der Crash von Sutil und Vettel sorgte für eine Safety-Car-Phase, nach deren Ende sich die beiden Ferrari auf den Weg zum Doppel-Sieg machten.

Keine Überholmanöver auf der Strecke

Schon nach zehn gefahrenen Runden wurde der Renntrend deutlich: Die Teams versuchten, über die Tankstrategie an möglichst viele Punkte zu gelangen. Denn auf der Strecke passierte wenig bis gar nichts. Die Fahrer an der Spitze fuhren in gleichmäßigen Abständen hintereinander her, Angriffe gab es für die Zuschauer nicht zu sehen. Selbst Vizeweltmeister Hamilton hatte dem vor ihm fahrenden Alonso nichts entgegenzusetzen. Der Brite setzte darauf, dass Alonso deutlich eher zum Tanken abbiegen würde.

Räikkönen hat alles fest im Griff

Und genauso kam es dann auch. In der 16. Runde wurde Alonso in die Box gerufen - und der Spanier stand lange, der Renault wurde randvoll betankt. Bei Ferrari kam zunächst Massa zum Boxenstopp, was seine Leistung im Vergleich zum Teamkollegen deutlich schmälerte. Denn der Brasilianer war im Qualifying langsamer und konnte auch im Rennen den Speed von Räikkönen nicht mitgehen. Der Iceman hatte also alles im Griff, als er eine Runde später zu seinem Stopp an die Box kam.

Heidfeld muss Strafe absitzen

Tief enttäuscht: Fernando Alonso nach seinem Ausfall (Foto: Reuters)Tief enttäuscht: Fernando Alonso nach seinem Ausfall (Foto: Reuters) Der Crash von Kovalainen war so etwas wie der Todesstoß für Nick Heidfeld. Der BMW-Pilot lag auf Position sechs, als der Silberpfeil von der Strecke flog. Das Herausfahren des Safety Cars brachte Heidfelds Strategie komplett durcheinander, denn der Deutsche musste dringend an die Box. Doch die Boxengasse war geschlossen, und so handelte sich Heidfeld eine Zehn-Sekunden-Strafe ein, als er doch zum Nachtanken abbog. Unterdessen fiel Alonso aus, Rauch stieg aus seinem Renault auf. Der Spanier war tief enttäuscht, immerhin schien der Renault einen großen Schritt nach vorn zu machen.

Räikkönen und Massa fehlerfrei

Ein ähnliches Schicksal ereilte wenig später Nico Rosberg. Auch dessen Williams-Bolide löste sich in Rauch auf. An der Spitze tat sich derweil nichts mehr. Räikkönen hatte das Geschehen nach wie vor im Griff, Hamilton kam nicht in Schlagdistanz zu Massa. Ein dickes Lob hatte sich aber Robert Kubica verdient, der trotz aller Unruhen im Rennen einen kühlen Kopf und Platz vier bewahrte. Heidfeld wurde am Ende nur Neunter, während Timo Glock das Rennen auf Rang elf beendete.

Ergebnisse Das erste freie Training im Überblick
Ergebnisse Das zweite freie Training im Überblick
Ergebnisse Das dritte freie Training im Überblick
Ergebnisse Das Qualifying im Überblick

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