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Werder Bremen  

Klasnic lässt seinem Unmut freien Lauf

27.04.2008, 19:22 Uhr | dpa

Ivan Klasnic ist sauer. (Foto: imago)Ivan Klasnic ist sauer. (Foto: imago) Nach der Klage von Ivan Klasnic gegen zwei Vereinsärzte von Werder Bremen kann der Fußball-Bundesligist nicht wie gewünscht zur Tagesordnung übergehen. Der 28 Jahre alte Stürmer hat erstmals mit drastischen Worten die Mediziner angegriffen, denen er Fehler bei der Behandlung seiner Nierenkrankheit vorwirft. "Es werden die Leute angeklagt, die Scheiße gebaut haben. Sie werden dafür büßen", sagte Klasnic. Er lebt seit März 2007 mit einer Niere seines Vaters.


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Rechtsstreit Klasnic verklagt Vereinsärzte

Allofs ist um Schadensbegrenzung bemüht

"Das ist keine Sache, die uns entzweit. Wir haben auch Interesse daran, dass das aufgeklärt wird und keine Dinge zurückbleiben", hatte Geschäftsführer Klaus Allofs noch nach dem 3:3 des Tabellenzweiten beim Karlsruher SC erklärt. Doch das Vertrauen zwischen Klasnic und Mannschaftsarzt Götz Dimanski scheint völlig zerstört. "Ich lasse mich nicht mehr von Doktor Dimanski behandeln und untersuchen", bekräftigte Klasnic seinen Entschluss. Lange Zeit habe er geschwiegen. "Aber jetzt reicht es mir. Die Wahrheit muss raus", sagte Klasnic und legte nach: "Die Qualen, die ich hatte, muss erstmal jemand erlebt haben."

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Klage auf Schmerzensgeld und Schadensersatz

Klasnic hatte über seinen Hamburger Anwalt Klage auf Schmerzensgeld vor dem Landgericht Bremen gegen die Mediziner eingereicht. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" geht es auch um Schadensersatz. Der Streitwert liege bei rund 1,5 Millionen Euro. Neben Dimanski, Geschäftsführer und Ärztlicher Leiter der Sporthep Werder GmbH, einer Tochtergesellschaft von Werder Bremen, beschuldigt der Profi auch die Kardiologin Manju Guha, Ärztliche Leiterin in der Rehazentrum Bremen GmbH.

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Klasnic beruft sich auf medizinische Gutachten

Klasnic wirft den Medizinern "leichtfertige Falschbehandlung" vor. Dimanski und Guha sollen bei dem Spieler jahrelang auffallend schlechte Nierenwerte nicht erkannt haben. Die Ergebnisse hätten ihnen sagen müssen, dass die Nieren des Profis sein Blut nicht mehr richtig filterten. Grundlage der 21 Seiten umfassenden Klageschrift sind nach "Spiegel"-Angaben zwei medizinische Gutachten.

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Ärzte weisen Schuld von sich

Die Werder-Mediziner wiesen die Vorwürfe im "Spiegel" zurück und sprachen von einem "schicksalhaften" Krankheitsverlauf. Allofs betonte, dass Dimanski weiter das Vertrauen des Klubs habe und als Mannschaftsarzt tätig sei. Der Arzt sagte am Freitagabend in Radio Bremen: "Menschlich berührt es mich natürlich sehr. Sachlich gesehen gehe ich ganz gelassen ran. Glücklicherweise ist Ivan Klasnic Profi durch und durch, was ich von mir auch hoffe zu sein, und so gehen wir mit dieser ganzen Sache professionell um."

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